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Vierte
Laude herum ohne Schuhe, mit zerriſſenen Kleidern, in rau⸗ her Jahreszeit, nur beſorgt, der Rache ſeines Bacchanten zu entkommen. Er ging nach Paſſau, von da zurück nach Frey⸗ ſing, kaum aber wollte er hier ſich niederlaſſen, ſo fand ſich Paul, der ihn überall ſuchte, mit einer großen Hellebarde ein, ſodaß er ſich eilig nach Ulm flüchtete, wo er kaum ein paar Wochen als Feldhirte bei einer Frau ſein Unterkommen ge⸗ funden hatte, als er auf einen Genoſſen ſeines Vetters ſtieß, der ihm ſagte, daß Paul bereits in Ulm ſei und ihn ſuche; denn er hatte ja in Thomas ſeinen Ernährer verloren. So floh er nach Zürich, wo er ſich andern Bacchanten gegen die Bedingung, ihn zu unterrichten, zum Betteln oder, wie ſie es nannten, zum Präſentiren anbot, dieſe aber machten es nicht beſſer als Paul, der ihm nun von München aus eine freundliche Einladung zukommen ließ. Thomas ging aber mit einem Schickſalsgenoſſen nach Schlettſtadt, wo er die erſte Schule fand, auf der er glaubte daß es ordentlich zugehe. Da er noch nicht den Donatus leſen konnte, obwohl er bereits achtzehn Jahre alt war, mußte er ſich unter die kleinen Kin der ſetzen. Bei dem großen Zulauf, den die Schule in Schlettſtadt fand, wurde es für die Bettelſtudenten immer ſchwieriger, ihren Unterhalt zu ſuchen; darum ging Thomas nach Solothurn, wo gleichfalls eine gute Schule und beſſere Nahrung war; hier aber mußte er über dem Kirchenbeſuch
viel Zeit verſäumen, ſodaß er ſich nach Zürich aufmachte,
wo er endlich bei Myconius mit eiſernem Fleiße die Ver— ſäumniſſe ſeiner Jugend nachzuholen begann. Auch hier hatte er mit bitterer Noth zu kämpfen und mußte, ſchon ſechs
undzwanzig Jahre alt, gleich einem kleinen Schulknaben noch durch Singen oder durch Knechtesdienſte ſich fortbringen. Neben dem Latein lernte er auch noch Griechiſch und Hebrä⸗ iſch, und um ſich des Schlafes zu erwehren, da er die Nacht⸗ zeit für ſeine Studien benutzen mußte, nahm er kaltes Waſ⸗ ſer, rohe Rüben, ja ſogar Sand in den Mund, damit er beim Einſchlafen mit den Zähnen darauf ſtoßen und wieder auf⸗
wachen möchte. Um nicht immerfort auf den Bettel ange⸗ wieſen zu ſein, lernte er, nachdem er in den genannten Spra⸗ chen Meiſter geworden war, die Seilerei. Wenn ſein Mei⸗ ſter längſt wähnte, der alte Lehrburſche liege im tiefen Schlafe, las dieſer Homer und Euripides. Als er ausgelernt hatte, ging Platter als Seilergeſelle auf die Wanderſchaft und er— hielt, da er in ſeinem Gewerbe wenig Geſchicklichkeit gewon⸗ nen hatte, nur unter harten Bedingungen einen Platz in Baſel. Da ihm hier die Zeit und Gelegenheit zum Studi⸗ ren mangelte, verfiel er auf folgende Methode. Er befeſtigte mit einer hölzernen Gabel Bogen für Bogen des Plautus, den er eben geſchenkt bekommen hatte, am Hanfbüſchel, den er zu Seilen drehte, und las während der Arbeit. Wenn er nun den Meiſter kommen ſah, warf er den Hanf darüber, damit er nicht ertappt würde. Einſtmals überfiel ihn dieſer doch und ſchalt ihn dann entſetzlich. Doch beſänftigte er ſich wieder und erlaubte ihm dann ſpäter ſogar, des Nachts und an den Feiertagen zu ſtudiren. Bald wurden die Studenten von Baſel auf den gelehrten Seilergeſellen aufmerkſam, der nun mit den Gelehrten der Stadt in Beziehung kam, von denen der Profeſſor der griechiſchen Sprache, Oporinus, in ihn drang, ihm Unterricht im Hebräiſchen zu geben. Lange weigerte ſich Platter, endlich mußte er nachgeben. Daher wirkte er ſich bei ſeinem Meiſter die Erlaubniß aus, täglich eine Stunde dieſem Unterricht widmen zu dürfen, indem er ſich dafür von ſeinem Lohne abziehen laſſen wollte. Opori⸗ nus machte an den Kirchthüren bekannt, daß vom künftigen Montage an Jemand alle Abende von 4 bis 5 Uhr zu St.
rinus aber munterte ihn auf, und
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Leonhard, wo er ſelbſt ſeine Lectionen gab, die Elemente der hebräiſchen Sprache dociren wolle. Platter, der von dieſer Ankündigung nichts erfahren hatte, begab ſich zur beſtimmten Zeit dahin, in der Meinung, den Profeſſor Oporinus allein zu finden; es hatten ſich aber mit dieſem noch achtzehn Stu⸗ denten eingefunden. Platter, der ſeinen gewöhnlichen Sei— lerſchurz anhatte, wollte erſchreckt wieder wegſchleichen; Opo⸗ ſo las er nun Münſter's Grammatik und den Propheten Jonas mit ſeinen Schülern.—
Wir verfolgen die Geſchichte dieſes merkwürdigen Man⸗
nes nicht weiter, da ihr übriger Verlauf nicht in unſer Thema
einſchlägt; wir erwähnen nur
noch, daß nach vielerlei Irr⸗
fahrten und Mühſalen es ihm endlich gelang, am Burggym⸗ naſium als Conrector ein genügendes Auskommen und eine ehrenvolle Stellung zu finden. Aus dem Lebensgang ſeiner Jugend lernen wir die Gefahren und Beſchwerden kennen, mit denen damals ein armer Adepte der Wiſſenſchaft zu rin⸗ gen hatte; wir dürfen uns nach alle dem nicht wundern, wenn zahlloſe junge Leute, die ſich dem Studium widmen wollten, geiſtig und körperlich zu Grunde gingen; wohl aber müſſen wir die unverwüſtliche Energie und den guten Kern derjenigen Naturen anſtaunen, die, wie Thomas Platter, durch alle dieſe Mißlichkeiten ſich hindurchzuringen verſtanden. Fahrende Schüler aber gab es noch geraume Zeit nach ihm, welche ihr Geſchäft ſogar noch methodiſcher betrieben. Sie. gaben ſich für Heilkünſtler, Stern- und Traumdeuter, für Schatzgräber, Taſchen⸗ und Gaukelſpieler, ja für Wun⸗ derthäter aus, zogen auch wieder als Muſikanten und Sän— ger, als Kloſterbrüder und Schalksnarren umher, bildeten oft ganze Komödiantenbanden. Sie nannten ſich Meiſter der ſieben freien Künſte und gaben vor, im Venusberge geweſen zu ſein, wo ſie das Zaubern erlernt hätten. Die dummen Leute klagten ihnen dann ihr Anliegen, ließen ſich Mittel ge— gen Hexerei und Krankheiten verabreichen und halfen, wo nicht ſich ſelbſt— doch den fahrenden Schülern. Von einem gewiſſen Johann von Nürnberg erfahren wir, daß er die Mädchen und Frauen in Liebeszauber unterwies und damit
ein gutes Geſchäft machte. 6.
Der Herzog von Lauzun.
Eine der allerdings mehr durch wunderbare Schickſale als durch wirkliche Verdienſte hervorragendſten Erſchei⸗ nungen am Hofe Ludwig's XIV. war Antoine Nompar de Caumont, Marquis von Puyguilhem, ſpäter Graf und end⸗ lich Herzog von Lauzun, geboren in der Gascogne im Jahre 1632. Der nur ſechs Jahre jüngere König war ihm freund⸗ ſchaftlichſt zugethan und überhäufte ihn mit Gunſtbezeigun⸗ gen, welche er ihm auch dann nicht ganz entzog, als Lauzun's Witz und ſein beſtändiges Glück in zahlloſen Liebesahenteu⸗ ern den König ſelbſt zuweilen verdunkelte und deſſen Eifer⸗ ſucht erregte. Der König beförderte den urſ rünglich armen Edelmann zum Gouverneur von Berry, dann zum Maréchal de Camp, ſchuf ſogar für ihn allein die Stelle eines Gene⸗ raloberſten der Dragoner und hatte ſchon das Decret unter⸗ zeichnet, durch welches Lauzun zum Oberbefehlshaber der Artillerie ernannt werden ſollte. Als jedoch der Miniſter Louvois, der ein perſönlicher Gegner Lauzun's war, durch die Vorſtellung, daß dieſe Stelle einem erfahrenern Officier ge⸗ bühre, den Entſchluß des Königs zum Schwanken brachte, gerieth Lauzun in einen zwar begreiflichen Zorn, überließ ſich aber unbegreiflicher Weiſe dergeſtalt dem Affect, daß er
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