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Kaiſers verwandte, befand und bitter darüber klagte, daß ihm die Rückkehr noch nicht vergönnt ſei, und ſie beantwortete auch dieſe Briefe. Freilich koſtete ſie dies jedesmal viel Mühe und Thränen, aber ſie ließ die letzteren Niemand ſehen, ſelbſt nicht den alten Vater, der ſich blutenden Herzens in die Nothwendig⸗ keit und den erzwungenen Willen ſeiner Tochter ge— fügt hatte. Eigentlich betrachtete er dieſe Verlobung gar nicht für gültig und ſprach ſich in dieſer Weiſe auch öfter gegen Jeannette aus; ſie hörte ihm dann heimlich ſeufzend zu und wiegte ſich wohl für Augen— blicke in die trügeriſche Hoffnung, der Himmel könne dieſes unnatürliche Bündniß wieder löſen. Je länger der General ausblieb, um ſeine Rechte an ſie geltend zu machen, deſto mehr befeſtigte ſich dieſe Hoffnung in ihrem Herzen.
So verging mehr als ein halbes Jahr. Der General hatte geſchrieben, daß er zur Armee des
Kaukaſus beordert worden ſei, und ſeitdem waren
Monate ohne eine weitere Nachricht von ihm ver⸗ floſſen. tigen blutigen Kämpfe mit den Bergvölkern ein ſchnel⸗ ler Soldatentod ereilt habe?
Der Sommer war gekommen, und Graf K. faßte den Entſchluß, ſich der Zerſtreuung halber mit ſeiner Tochter nach Warſchau zu begeben, wo er nahe Verwandte hatte. Jeannette widerſprach nicht; ſie fand jetzt ebenſo wenig wie der Vater Ruhe mehr auf dem Gute. Beide reiſten ab.
Auch die ehemalige Hauptſtadt Polens hatte eine
traurige Phyſiognomie unter der Fremdherrſchaft, aber ſie bot doch mancherlei Vergnügungen, welche die düſtere Gemüthsſtimmung zerſtreuen konnten, dar.
Jeannette lebte im Kreiſe von Freundinnen, die durch ihre Familie in Menge fand, förmlich wieder
auf, ſie beſuchte glänzende Geſellſchaften und wurde ihrer Schönheit und Liebenswürdigkeit wegen allge⸗ mein verehrt; viele elegante junge Männer legten der reichen Erbin ihre Huldigungen zu Füßen, zumal man hier gar Nichts von ihrer Verlobung wußte, aber ein gewiſſer Ernſt, der das reizende Mädchen niche doch alle offene Bewerbungen und
Die Geſellſchaft zerbrach ſich ver⸗
geolich die Köpfe darüber, welcher geheime Kummer auf den Herzen des Grafen K. und ſeiner Tochter laſten könne.
Der Graf machte auch in Warſchau ein ſeinem Stande und Reichthume angemeſſenes Haus. Unter den vornehmen Gäſten desſelben befand ſich auch Graf Jozef B., ein Mann im Alter des Generals, aus angeſehener und alter Familie, die ſich ſo offen, als es anging, zu den polniſchen Patrioten zählte; keines
War es nicht möglich, daß ihn in den dor—
ſie
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ihrer Mitglieder war in ruſſiſche Dienſte getreten. Graf Jozef hatte daheim und im Auslande ſtudirt, ſer wäre wohl zu einer höheren Staatsſtellung befä⸗ higt geweſen, aber er hatte jedes Angebot einer ſol⸗ ſchen auf die Gefahr hin, ſich dadurch verdächtig zu machen, mit Entſchiedenheit zurückgewieſen; ſein Ver⸗ mögen erlaubte ihm, unabhängig zu leben.
Sowohl dieſe Oppoſition gegen die Regierung, als der Umſtand, daß ſein Vater und Graf K. in den ehemaligen Unabhängigkeitskämpfen ihres Vaterlandes bei demſelben Regimente Officiere und gute Came⸗ raden geweſen waren, hatten ihm die Achtung und Zuneigung des alten Grafen erworben und ihn zum oft und gern geſehenen Gaſte in deſſen Hauſe ge⸗ macht.
Graf Jozef war kein ſchöner Mann und hatte gerade nicht die angenehmſten geſelligen Eigenſchaften; er war ernſt, verſchloſſen, und ſelten konnte man ein Lächeln auf ſeinen Lippen ſehn; ſein Charakter war den Meiſten ein Räthſel, Viele ſtieß er ab, Andere wieder hielten ſein Gemüth durch das Unglück ſeines Vaterlandes, das er ſich gar zu ſehr zu Herzen nehme, für verbittert, Keiner aber zweifelte, daß er ein faſt peinlich zu nennendes Ehrgefühl beſitze.
War es wohl zu verwundern, daß dieſer Mann fein beſonderes Wohlgefallen an dem ſchönen Mäd⸗ ſchen fand, deſſen ganzes liebreizendes Weſen von der— ſelben ernſten Melancholie wie das ſeinige angehaucht wurde?— Er ſah ſie täglich, kam in die allernächſte Berührung mit ihr, ungeſtört durch den alten Vater, der eine ſolche ſogar zu begünſtigen ſchien, und Jeannette, die aus dem Munde des Letzteren nur ſein Lob hörte, trug ihm auch achtungsvolle Aufmerk— ſamkeit entgegen.
Sie war weit entfernt, ein tieferes Gefühl für ihn zu hegen, zumal ſie überhaupt glaubte, nicht mehr das Recht zu haben, ein ſolches irgend einem Manne zuzutragen, aber ſie betrachtete ihn doch faſt wie einen Bruder und geſtattete gern, daß er ſich auch öffentlich vorzüglich um ſie bewegte. Nach ihrem Geheimniſſe fragte er ſie nicht, und ſie hatte noch nie den Muth gefunden, ſich Braut zu nennen.
Der Herbſt kam wieder heran und mit ihm die die Graf K. für die Rückreiſe auf ſein Gut geweſen, wenn der Freund des Hauſes ihn und ſeine Tochter dahin begleitet hätte, er machte ihm auch wiederholt einen ſolchen Vorſchlag, aber Graf Jozef mußte ihn zurück⸗ weiſen, denn Privatgeſchäfte feſſelten ihn an War⸗ ſchau. Der alte Herr war betrübt darüber, über⸗ haupt ſchien er ſich in letzter Zeit einem Lieblings⸗ gedanken hingegeben zu haben, den er vielleicht nur
Zeit, beſtimmt hatte; es wäre ihm lieb


