Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
793
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ſcharf be N Hode

jſc ſculdigen

, das Du chtete in

önen and nen tiefe⸗ nn hätte Nigung derxed in ein W de ſchlum⸗ ahtete die⸗ u Gaͤſten en. ich ahnte e Thränen die Erde de mit ſo der Miene t, eine un⸗ ine Liden⸗ ſchoß mir kalte Hand

d angehal⸗ t öͤffentlich

nwilligung. cht, daß ich ſelbſt nicht auspreßte. fuſchlagen, Adem Foer neine Hand, zu mir von Petersburg ; er ſagte Kaiſer wuͤn⸗ he eine der

en feſſeln mein Va⸗ politiſcher

Lannes we⸗

bt auf ihte rr, der zu⸗ Kaiſers el⸗ hin. ſinnend, nich wenden feſt? 7ℳ erlangteſt!

Vierte

Ich wußte mir nicht anders zu helfen, ich konnte

das Wort, daß ich ihn nicht liebe und nie lieben würde, nicht über die Lippen bringen, ich fürchtete mich vor ihm. Wie ſchrecklich habe ich nicht oft

ſeine Augen funkeln ſehn, wenn er Strafen über Offi⸗ ciere oder Soldaten wegen leichter Vergehen ver⸗ bängte! und das waren Sachen, die ihn nicht ein mal perſönlich intereſſirten, er beherrſchte ſeine Hef⸗ tigkeit in unſerer Gegenwart. O mein theurer Va⸗ ter, ich ſollte Sie, der immer ſo milde und gütig ge⸗ gen mich war, verlaſſen, um einem ſolchen Manne zu folgen! Jeannette, es iſt noch nicht ſo weit.

Er wollte von keiner Bedenkzeit hören, er er⸗

daß er morgen mit ſeinen Trup⸗ pen aufbrechen müſſe, um vielleicht in Monaten nicht zu uns zurückzukehren. Er ſagte, er wolle ſeine Zu kunft vorher geſichert wiſſen und mich durch ein heili⸗ ges Verſprechen an ſich ketten.

innerte mich darau,

der Graf mit zor

Bitterkeit,

Es iſt weit gekommen, rief nigem Stolze und nicht ohne ſchmerzliche daß ein ruſſiſcher General es wagen darf, in Hauſe eines polniſchen Edelmannes von einem ſolchen Zwange zu ſprechen!

Frörnan Sie ſich nicht darüber, jetzt nicht bat JeeWenn Sie ſich jetzt von Ihrem ge⸗ recht ſinreißen ließen, könnte unheilb vares Ungluc Kus entſtehen!

Du haſt Rechk. mein Kind, ßigen, ſagte der Graf mit einem tiefen Seufzer; wir haben ja ſchon viel ſchweigend erdulden müſſen! Aber ich nicht vor Gott und Deiner ſeligen Mutter verantworten können, wenn ich Dich eine Verbindung eingehen ließe, die Dein ganzes Le⸗ ben vergiften müßte. Ich handle alſo ganz Dei⸗ nem Sinne, wenn ich den General erſuchen mich hier unter vier Augen zu ſprechen, und wenn ich ihm in der mildeſten Form mittheile, daß er ſeinem Wunſche entſagen muß? Lebt noch ein Funken von Ehre in ſeiner Bruſt, ſo wird er ohne Weiteres zurück⸗ treten; beruft er ſich indeſſen auf den Wunſch des Kaiſers, ſo werde ich ihm erwidern, daß ich der Va⸗ ter meines Kindes und der Herr meines Hauſes bin.

Der Greis hatte ſich in ſtolzer Haltung erho⸗ ben; jugendliches Feuer ſprühte aus ſeinen Augen.

O mein theurer Vater, ſchluchzte die Comteſſe, er wird wollen ſich für mich opfern!

Iſt es nicht meine Pflicht? aber beruhige Dich, Jeannette, trockne Deine Thränen und kehre zu der Geſellſchaft zurück, damit unſer beider Abweſen⸗ heit nicht Aufſehen errege. Fürchte Nichts, noch

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würde es

dem

ich werde mich mä⸗

laſſe,

einen tödtlichen Haß auf Sie werfen, Sie

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Folge. 793

ſtéhſt Du unter dem Schutze Deines Vaters, und die⸗ ſer unter dem der Geſetze. VWelche Geſetze für VSie werden ſich viderte der Graf finſter,den Löwen, den ſie feſt eingeſchlafen glauben, nachdem ſie ihn mit Mühe an disſetts gelegt ha ben, von Neuem zu erwecken, indem ſie ihn an der Mähne zauſen. Offene Gewalt wir nicht zu befürchten, die Anſchläge ihrer Liſt, und Gott möge unſere Augen ſchärfen, das Dunkel zu durch⸗ dringen, mit dem ſie dieſelben umgeben werden.

Vater und Tochter wechſelten nicht viel Worte mehr; das junge Mädchen trocknete an der Bruſt des Greiſes ihre Thraͤnen, und er zum Segen, auf das Haupt, während er ſie mit Bli⸗ cken betrachtete, die neben dem Ausdrucke ſanfter Zärtlichkeit auch etwas dem drohenden Feuer hatten, das in den Augen des gereizten Thierkönigs, mit dem er ſoeben ſein Volk verglichen, liegt.

Bald

uns in dieſem Lande!

hüten,

haben nur

legte die Hände, wie

von

darauf entfernte ſich die Comteſſe, nachdem

ſie den Auftrag erhalten hatte, einen Freund des Hauſes zu erſuchen, daß er den ruſſiſchen General

ſogleich nach dem Bibliothekzimmer zu dem alten Herrn beſcheide Die Muſik präludirte gerade zu einem neuen

Tanze, die Galerie mit den Ahnenbildern hatte ſich geleert, und als der General, der jene Mittheilung empfangen hatte, ſie durchſchritt, folgte ihm keines Menſchen neugieriger Blick. Der General Alexander W.

war in ſeiner reich⸗

geſtickten Uniform, deren Bruſt eine Menge hoher Orden ſchmückte, ein ſchöner und eleganter Mann,

erſte Hälfte der Dreißiger kaum überſchritten Seine Geſtalt war groß und kraftig, in ſei⸗ Barſchheit, aber ihm die ge⸗ ging, wenn ig und ſtolz

hatte. nem Auftreten lag etwas ſoldatiſche? man konnte auch ſofort bemerken, daß

V fällige Anmuth des Hofmannes nicht abe V er ſie herauskehren wollte. Sein regelmäßi geſchnittenes Geſicht war leicht gebräunt, und die lebhaft blitzenden Augen, die nur zu leicht die in ſeinem Innern herrſchende Leidenſchaftlichkeit verrie⸗ then, ſo wie das ſchwarze Heer und der gleichfarbige militäriſch zugeſtutzte Bart, unter dem große, blendend⸗ Zähne hervorleuchteten, gaben ihm etwas Küh⸗ nes und Herausforderndes.

Als er ſo ſporenklirrenden Trittes durch die Galerie ging, hätte ihm ein ſcharfer Beobachter an⸗ ſehen können, daß er innerlich ſehr aufgeregt war, aber er ſuchte dieſe Empfindungen unter einer leicht lächelnden, faſt ſpöttiſch hochmüthigen Miene zu ver⸗ ſtecken.

V Alexander W.

der die

weiß e

ehörte einer nicht unbedeutenden