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Vierte Folge.
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erinnernd, der dem großen Könige ſo manche ſeiner beſorge ein gutes Mittagseſſen und hab' Acht, daß
Schlachten gewinnen half, und wieder das eiſerne Kreuz, das er durch ſeine Tapferkeit in mehr als einem blutigen Kampfe errungen, etwas, das bei dem alten Schlachtengeneral zu Winterfeld’s Gunſten ein Bedeutendes in die Wage legte.
Unter den mannigfaltigſten, oft ſich ganz wider⸗ ſprechenden Plänen und Gedanken war dem General eine ſehr aufregende Woche vergangen, als er eines Tages von einer beim Herzoge gehabten längern Audienz zurückkehrte. Noch ehe er Hut und Degen ablegte, ertheilte er ſeinem alten Leibdiener den kurzen Befehl, alles Nöthige zu einer in den nächſten Tagen anzutretenden Reiſe in
letzten Poſtſtation vor Auguſtenau ſeine Ankunft zu erwarten.„Die Ihnen zu machenden Mittheilungen ſind beſonderer Art, und ich möchte erſt mit Ihnen im Reinen ſein, ehe ich unſere Leute in Auguſtenau etwa durch meine unerwartete Ankunft in zu großes Er⸗ ſtaunen ſetze.“
Vergebens verſuchte Winterfeld, ſchen Inhalt dieſes Schreibens klar zu machen. Er
konnte den Zeilen weder Hoffnung für ſeine Wünſche, Ob Feldern von herzhaft küſſend,
noch das Gegentheil entnehmen. dem erhaltenen Briefe in Kenntniß ſetzen, ob nicht, blieb er längere Zeit unſchlüſſig. Endlich entſchied
er ſich für das Letztere, um dem Grafen Felseck da⸗
durch einen Beweis des unbedingten Vertrauens zu geben. Unter dem Vorgeben in Amtsgeſchäften eins ſeiner Filialdörfer zu beſuchen, wie geſchah, fuhr er an dem vom Grafen ihm beſtimmten Tage geraden Weges nach der bezeichneten Station.
Es war um Mittag, als der General am Poſt⸗ hauſe vorfuhr. Winterfeld eilte zu ſeinem Empfange an den Schlag.
„Sieh da, das nenne ich pünktlich, Herr Pfarrer; daran erkennt man den alten Soldaten!“ rief der Ge⸗ neral ihm die Hand reichend.„Nun treten wir ein,“ fuhr er fort,„Sie haben doch wohl ein Zimmerchen für ſich?“
Nachdem Winterfeld ſich bejahend verbeugt, machte er den Führer zu einer freundlichen Stube, mit der
Ausſicht in den Garten, wo die meiſten Kinder der
Jahreszeit im vollſten Flor ſtanden.
„Das iſt ja allerliebſt hier,“ rief der General ſich umſchauend,„man ſieht, Sie ſuchen es ſich allent— halben möglichſt ſo ſchön aus, wie Sie es bei ſich zu Hauſe haben.“
Zu dem nachfolgenden Diener ſagte er: Friedrich,
„So, ſetze Flaſchen und Gläſer auf den Tiſch,
Bereitſchaft zu ſetzen. An Winterfeld ließ er in einem kurzen Schreiben das— Erſuchen ergehen, an einem beſtimmten Tage auf der
ſich den myſti⸗
bezeichnete, wo ſein Kernſchuß getroffen, das nicht ſelten
wir ungeſtört bleiben.“
Nachdem der General die Gläſer mit einem per⸗ lenden Schaumwein gefüllt, ſtieß er an Winterfeld's Römer, mit dem Wunſche„auf gute Zeit!“
Dann winkte er dem Pfarrherrn, neben ſich Platz 3 nehmen, und recht freundlichen Blicks, aber mit
em Tone eines commandirenden Generals redete er b an:„Wären Sie im Dienſt geblieben, Herr Pfarrer Winterfeld, dann wären Sie als einer der älteſten Ritter des eiſernen Kreuzes und nach der Anciennetät allermindeſtens Major. Das iſt jetzt freilich anders; doch giebt es auch in ihrem jetzigen Stande Gelegenheit zum Avancement. Mit dieſem“ dabei entnahm er der Bruſttaſche des geöffneten Uniformrocks ein großes gefaltetes Papier—„ſind Sie von Sr. Hoheit, unſerm gnädigſten Herzoge, zum Kirchenrathe ernannt, und ich, General Graf Wilhelm v. Felseck, ernenne Sie, meinen ehemaligen würdigen Kriegscameraden, zu meinem Schwiegerſohn. Sind Sie zufrieden, Herr Kircheurath, mit dieſen beiden Avancements?“
Stumm, keines Wortes zum Dank mächtig, hatte ſich Winterfeld bei den letzten Worten erhoben. Das hingenommene Diplom zitterte in der Hand des ſouſt ſo kräftigen Mannes, bis der General, ihn zweimal lächelnd ſagte:„Ihnen ergeht es ja wie jenem Kanonier, der, nachdem er ſein ſchwerſtes Geſchütz lange gerichtet und endlich abgebrannt hatte, lautlos ſeinem Officier mit dem Wiſcher die Stelle weil der Luftdruck ihm für einige Zeit die Stimme genommen. Abgemacht! Jetzt zu Tiſche in die Gaſtſtube, dann vorwärts; es wird nicht weit vom Abend ſein, wenn wir Auguſtenau erreicht haben.“———
Nach dem Willen des Generals mußte der Poſtillon die letzte Wegſtrecke langſamer fahren. Erſt mit der Dämmerung wollte er im Quartier eintreffen, wie er es früher gewohnt war, erſt durch ſeine Ankunft den Wirth überraſchen und dann bald möglichſt auf gu⸗ ten Fuß ſich mit ihm ſtellen.
Hier und da braͤnnte ſchon Licht in den Häuſern, als der Reiſewagen durch die lange Gaſſe rollte. War man dergleichen auch ſchon gewohnt, ſeitdem der Ort auf Feldern's Veranlaſſung zum Stationsorte erhoben war, ſo waren die Schloßbewohner doch nicht wenig überraſcht, als der Wagen mit Vieren unter luſtigem Schmettern des Poſthorns in das Thor einbog und am Fuß der Freitreppe Halt machte. Im nächſten Augenblick waren faſt ſämmtliche Fenſter erleuchtet, und Feldern eilte hinab, die unerwarteten Gäſte zu empfangen.


