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nun hinüber zu unſern Lieben, die uns vermiſſen wer⸗
den, da ſie um dieſe Zeit und beſonders am heutigen Abend ein Anrecht auf unſere Geſellſchaft haben.“
Als ſie im Schloſſe ankamen, war
heute als Feſttafel, bereits arrangirt. Außer dem Ober⸗
inſpector waren auch der Oberförſter und die Aſſi⸗ ſtenten des erſtern geladen. Feldern liebte es als guter Hausherr, alle die Seinigen am Tage vorher, ehe er eine längere Reiſe antrat, bei einem frohen Male um ſich zu verſammeln. Die Unterhaltung ward lebendig, als der gute Wein des Schloßherrn den gewohnten Frohſinn wieder rege machte. Es fehlte nicht an Toaſten, von denen beſonders einer, der vom Oberförſter in ſeiner jovialen Heiterkeit aus— gebracht wurde:„Jungfer Wachsmuth!“— eine ſcherz— hafte Bezeichnung für das Gedeihen der Forſten — Bertha's Beifall in dem Grade erregte, daß ſie dem Liebhaber der Jungfer Wachsmuth eine wahr haft poetiſche Geſundheit ausbrachte. Es lag in Feldern's Abſicht, daß am heutigen Abend nirgends
die Tafel,
Verdienſt⸗ geſtiftet habe.
Novellen⸗Zeitung.
ches er Feldern ſelbſt auf der Bruſt befeſtigte.„Es iſt der neue Orden, den ich erſt kürzlich-für wahres So lautet ſeine Deviſe. Ich halte Sie deſſen würdig,“ ſagte der Herzog, und fügte unter einem leichten Lächeln hinzu:„ſomit hat Ihre frühere Anſicht über die Orden den Grund vex⸗ loren.“
Als Feldern ſich für die Gnade dankend ehrer⸗ bietig vexbeugte, deutete der Fürſt auf ein koſtbar ge⸗ faßtes Miniaturgemälde, welches auf rothem Sammt aus dem untern Theil des Käſtchens hervorſchimmerte. „Die Herzogin hat dies ihr Bild Ihrer Gemahlin beſtimmt,“ ſagte der Fürſt, indem er das Käſtchen Feldern entgegenhielt, der in ſtummer Ueberraſchung auf den wohlgetroffenen Zügen der ſchönen hohen Frau verweilte—„wir wiſſen, was auch Ihre treff⸗
liche Gattin geleiſtet, ſeitdem ſie mit Ihnen gemein⸗
macht.
ein trüber Gedanke ſich einniſten ſollte, und er hatte
ſie, als die Geſellſchaft ſich um Mitternacht trennte, ſo vollkommen erreicht, daß, wenn auch nicht Worte, doch die Blicke der Liebenden, als ſie von einander ſchieden, es ausſprachen: Hoffnung, die ſchöne Him⸗ melstochter, hat noch niemandeverlaſſen, der ihr ver⸗ traut!———
Am Tage nach ſeiner Ankunft in der Reſidenz wurde Feldern zu einer Privataudienz beim Fürſten befohlen. Der Herzog ſprach in anerkennenden Wor⸗ ten ſein Wohlgefallen über Feldern's bisherige land⸗ räthliche Amtsführung aus und belobte die Umſicht, mit welcher er ſich bei dem Aufſtande längs der Grenze ſeines entlegenen enclavirten Kreiſes benom⸗ men.„Die Taktik des frühern Militärs ſprach ſich überall aus bei den von Ihnen getroffenen Anord⸗ nungen,“ ſagte er lächelnd,„aber auch Menſchenkennt⸗ niß und Humanität ging aus Ihren Berichten her⸗ vor. Ich habe ſie mit Vergnügen geleſen,“ ſagte der Fürſt.„Noch größere Genugthuung hat mir die an⸗ hergegangne Anerkennung gewährt, welche die Regie⸗ rung des Nachbarſtaates Ihren Anordnungen zu zol— len ſich gemüßigt geſehen. Was Sie allerletzt dem Freiherrn v. Trobiſch geleiſtet, iſt mehr eine Privat⸗ ſache; aber es iſt mir daraus nicht' unbekannt geblie⸗ ben, wie Sie bemüht geweſen, die ſchwere Lehre, die den alten Herrn betroffen, bei ihm zu einer für ihn ſegenbringenden Anerkennung zu bringen.“
Bei dieſen Worten nahm der Fürſt von einem Pfeilertiſche ein kleines reich mit Gold verziertes Eben⸗ holzkäſtchen, öffnete es und nahm ein mit Brillanten verziertes, emaillirtes Verdienſt⸗Kreuz heraus, wel⸗
fam nicht allein Auguſtenau, ſondern die Umgegend zum Gegeuſtand ihrer umſichtigen Wohlthätigkeit ge⸗ Den Dank behielt ſich meine Gemahlin vor, wenn irgend eine Gelegenheit Ihre Frau zu uns hierher führt. Es iſt ihr Wunſch, eine Beſprechung mit derſelben zu haben über die Einrichtungszwecke mäßiger Wohlthätigkeitsanſtalten zuvörderſt in Ihrem Kreiſe. Als der Fürſt geendigt, wußte Feldern nicht, welche Auszeichnung er höher anſchlagen ſollte, ob die ihm oder die ſeiner Anna von höchſter Pand ge⸗ währten Ehren. Wortlos hatte er einige Augenblicke ſeinem Fürſten gegenüber geſtanden, als dieſer, die in Feldern's Innern vorgehende Bewegung bemerkend, die Hand auf ſeine Schulter legte und mit ſeiner wohlwollenden Stimme die beruhigenden Worte ſprach: „Erkennen Sie hier die Wahrheit des Spruches: „Wie die Saat, ſo die Ernte!⸗ Fahren Sie fort als treuer Diener mit Ihrem Beiſpiele voran zu gehen; an meiner Unterſtützung bei guten Werken ſoll es nicht fehlen.“ Feldern verneigte ſich tief und verließ von ehrfurchtsvoller Achtung für den Landesherrn durchdrungen das Cabinet, in dem wohl eine lange Reihe von Jahren ſo vertrauenerweckende Worte von einem Fürſten nicht geſprochen, ſo humane Beſchlüſſe nicht unterzeichnet waren, als in der kurzen Zeit, die nach dem Regierungsantritt des Herzogs verfloſſen
war.
Die Geſchäfte der Conferenzen, zu denen Fel⸗ dern in die Hauptſtadt berufen war, nahmen ſeine Zeit ſo ſehr in Anſpruch, daß er erſt am dritten Tage bei dem Grafen Felseck einen längeren Beſuch abſtatten konnte, nach dem er ſich ſehnte. Als er nach vorangegangener Meldung dem ihn aus dem Vor⸗ zimmer zu den inneren Gemächern führenden Diener folgte, empfing ihn der General ſchon an der geöff⸗
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