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Die Afrikanerin.
Da man der Aufführung der letzten Oper Meyerbeer's bereits ſeit langer Zeit mit großer Spannung entgegen ſieht, ſo dürfen wir wohl annehmen, daß der Roman, welcher dem Libretto zu Grunde liegt, für viele unſrer Leſer nicht ohne Intereſſe iſt. Der Nouvelliſte de Rouen theilt über den⸗ ſelben Folgendes mit:
„Vasco da Gama kommt von ſeiner erſten Reiſe nach Afrika zurück. Er leidet mit ſeiner aus Negern beſtehenden Ladung Schiffbruch. Von den Letztern kommen nur zwei mit dem Leben davon: Velasco, ein afrikaniſcher Verräther, und Celika, Exkönigin von Madagascar. Vasco und ſeine Gefangnen landen; Vasco wird von einem Admiralitätsrath verurtheilt, weil er ſein Schiff hat zu-Grunde gehen laſſen. Das Urtheil wird ihm durch ein Octuor von d theilt, welches das ergreifendſte Stück des erſten Actes iſt.
Im zweiten Act iſt Vasco da Gama mit der Königin von Madagascar und Velasco im Gefängniß. will ihn während ſeines Schlafes tödten. Die Königin, welche Vasco liebt, ſtößt ein Geſchrei aus und rettet ihn.
Im dritten Act hat Vasco die Erlaubniß erhalten, nach
Bäſſen mitge⸗
Der Letztre
Afrika zurückzukehren, um ſeine Entdeckungen weiter zu ver⸗ 5 zukehren, 9 5
Novellen⸗Zeitung.
(folgen. Celika iſt bei ihm. Aber Vasco leidet von neuem Schiffbruch und wird gerade auf die Küſten von Mada⸗ gascar geworfen. Ein Veränderung des Aeußeren tritt ein. Celika iſt dort Gebieterin und nicht mehr Sclavin. Sie will
Vasco zwingen, ſie zu lieben, oder ſie will ihn tödten laſſen.
Sie verzichtet endlich auf ihre Pläne und will ſelbſt
ſterben, und die ſchwarze Dido bedient ſich anſtatt dne
Scheiterhaufens zu ihrem Selbſtmord des giftigen Manzanil⸗ labaums, unter welchem ſie einſchläft, während ſie dem Vasco ein Lebewohl ſingt. Wie man ſieht, iſt das Sujet ſehr ro⸗ mantiſch. Daſſelbe bietet Situationen dar, was ſehr wichtig iſt. Es iſt beinah das vierte Buch der afrikaniſchen Aeneide. Indeſſen bleibt es noch eine große Frage, ob Celika und Velasco ſich dazu verſtehen ſich zu ſchwärzen. Die Wahr⸗ ſcheinlichkeit verlangt es, die Coquetterie ſagt Nein. C.
Die Ebenbürtigen. Eine wahre Geſchichte von E. Heu⸗
ſinger.(Fortſetzung.)— So zähmt man einen Haus⸗
tyrannen. Nach dem Engliſchen mitgetheilt von Friedrich Coßmann.—
Der Dreikönigsabend. Ballade. A. d. Böhmiſchen des Jaroslav Kamenicky überſetzt von Alfred Waldau.
Inhalt:
Feuilletan. Das Café de la Régence.— Die Chronik über Prinz Hamlet, König Horwendil's Sohn.— Rieſennaturen aus dem ſiebzehn⸗ ten Jahrhundert.— Die Afrikanerin.
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Inm Verlage von Hermann Coſtenoble in Jena& Leipzig erſchien und iſt in allen Buchhandlungen und Leihbibliotheken
zu haben: „. 2 3
Beaumarchais. Hiſtoriſcher Roman
von 4G 4 3 A. E. Brachvogel. 4 Bde. Octav⸗Format. broch.
Caron de Beaumarchais, den Deutſchen durch Goethe's Clavigo, durch den Barbier von Sevilla und die Hochzeit des Figaro bekannt, von den Franzoſen unter ihre Claſſiker geſtellt, iſt der Held von Brachvogel's neuem hiſtoriſchen Roman. Um und theils mittelſt ſeines Helden Beaumarchais ſehen wir die ganze Cpoche des Ro⸗ coco⸗Frankreich von 1758 bis 1785 und den Beginn der großen Umwälzung vor uns vorübergehn. Brachvogel' hat die reichen Originalquellen der Zeit zu einem dichteriſchen Geſammtbilde ver⸗ webt, aus dem Beaumarchais und ſeine Suſanne, Turgot, Mo⸗ relly, Ludwig XV., der Dauphin, M, de Pompadour, Conti, Naſſau⸗Siegen, das heroiſch⸗rührende„Bild der Lamballe, Ludwig XVI. und Antoinette und die Orleans Vater und Sohn hervortreten.
Von demſelben Verfaſſer erſchienen früher:„Adelbert vom Babanberge“, Trauerſpiel;„Narciß“, Trauerſpiel;„der Uſurpa tor“, Trauerſpiel;„Benoni“, Roman;„der Trödler“, Roman; „Ein neuer Falſtaff“, Roman.
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Heute wird gepoltert, je lauter je beſſer! Unter dieſem Titel erſchien ſoeben die
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Redigirt unter Verantwortlichkeit von Ollo Iriedrich Dürr in Leipzig.—
Verlag der Dürr'ſchen Buchhandlung in Leipzig.
— Druck von A. Edelmann in Leipzig.
Nebſt einer literariſchen Beilage von Ch. Touſſaint und C. Langenſcheidt.
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Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
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