Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
758
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758 Novellen⸗Jeitung.

Herrn und legte ihm wie einem neugewonnenen Freunde Morgen ſtattfinden ſollte, trennten ſich die Herren. die Hand auf die Schulter.Vergönnen Sie mir Sie waren alle der Ruhe bedürftig; beſonders der jetzt ein letztes Wort, Herr v. Trobiſch! dann gehen Freiherr, der, wie er leicht ſcherzend meinte, heute ei⸗ wir wohl beide zur Ruhe mit erleichtertem Herzen. uen ſchwereren Kampf beſtanden hatte, als am Schlacht⸗ Sie haben nur einen Erben, einen Sohn er ſteht tage an der Katzbach. als Officier im Dienſt einer auswärtigen Macht. Der folgende Tag war einer von den letzten Laſſen Sie ihn nicht zu lange, zumal im Frieden ſchönen, an denen ſich die Sonne im Entfernen von nicht fortdienen, damit er nicht die Strenge des i⸗ unſerem Welttheile in ihrem vollen Glanze zeigt, um litärreglements, das unbedingte Veto auf die Ver⸗ die Menſchen im Hinblick auf die wiederfommende waltung ſeiner Güter überträgt. Laſſen Sie ihn zu- beſſere Zeit wegen der nahenden Winterſtürme zu trö⸗ weilen heimkehren, während Sie bauen und reformiren, ſten. Der Wald ſchimmerte in der bunteſten Pracht damit er aus dem entſtehenden Nutzen nicht allein aller Farben; über die noch nachgrünenden Wieſen die Nothwendigkeit der Erhaltung, ſondern die Fort⸗ hatte der Mädchenſommer ſeine zarten Fäden gezogen, ſetzung des Begonnenen wegen der Zukunft erkennt. und Thautropfen gläͤnzten wie Perlen am niedrigen Die Nachwelt hat ſich zu keiner Zeit des Rechts be- Geſträuch. Die Arbeiter im Dorfe gingen ruhig den geben über die Handlungen der Todten zu richten. gewohnten Beſchäftigungen nach; nur auf dem Schloß⸗ Wem Gott wie uns ein Stückchen Land verliehen hofe deutete, als Feldern und Winterfeld, die dem mit einigen Leuten darauf, dem darf es an der Liebe Bürgermeiſter das Geleit gegeben, dahin zurückkehrten, nicht fehlen, zur gegenſeitigen Wohlfahrt. Und ob eine beſondere Unruhe auf ein ſtattgefundenes Er⸗ es ein König iſt, und es fehlt ihm an Herz für die eigniß. Es ergab ſich bei näherer Erkundigung, daß Seinigen, ſo ſteht er vereinſamt in ſeinem Palaſt, und der Leibjäger des Freiherrn verſchwunden war. Letz⸗ das Volk ſeufzt hoffnungslos an den verſchloſſenen terer hatte nach dem Aufſtehen vergebens auf ihn ge⸗ b Pforten. wartet, um ihm nach Gewohnheit bei dem Anklei⸗ Sie ſind der Erſte, lieber Feldern, der ſeit mei- den behülflich zu ſein. ner Jugend ſo ernſtlich über Zukunft und Nachwelt Stunde hatte der Freiherr einen der Schloßdiener mit mir geſprochen. Was die Leute damals mir nach ihm ausgeſandt, doch dieſer war nach einiger ſagten, klang anders. Zum öftern wurde mir von Zeit mit der Nachricht zurückgekehrt, daß die ihm zum meiner nächſten Umgebung wiederholt, daß mein Logis angewieſene Kammer leer und auch das Bett Wille, ſobald ich mein eigener Herr, über dem Wil⸗ anſcheinend nicht gebraucht ſei. So mag es ge⸗ Feldern war nicht wenig betroffen bei dieſer

e len aller meiner Untergebenen ſtehe. kommen ſein, daß ich mich um Zukunft und Nachwelt Kunde. Obgleich von einer Ahnung durchzuckt, hü⸗

nur wenig bekümmert, und zufrieden war, wenn ich tete er ſich ſie in Gegenwart der Umſtehenden laut

durch die Gegenwart nicht beirrt wurde. Ich danke werden zu laſſen. Nur Winterfeld flüſterte er zus

Ihnen für Ihre Offenheit und hoffe zu Gott, daßDer hat den Weg nach Wuſtrow genommen, um

es noch an der Zeit für mich iſt, was ich verſäumt, des Freiherrn Beamte wegen des Förſters zu warnen. nachzuholen, und was ſchlecht in der bisherigen Ver⸗ Während Winterfeld ging, um den Damen guten waltung meiner Güter, durch zeitgemaͤße Einrichtungen Morgen zu ſagen und ihnen von der Pracht des jun⸗ ggen Tages zu erzählen, eilte Feldern ſeinen Gaſt zu beruhigen.

zu beſſern.

Als die beiden Herren ſich erhoben, fühlte Feldern aus des Freiherrn Händedruck, daß die zuletzt von ihmEine neue unbegreifliche Geſchichte, lieber Fel⸗ geſprochenen Worte mehr als eine Phraſe waren, um dern; wie wird das neue Räthſel ſich löſen? die Unterhaltung dadurch zum Ende zu bringen.Was wird es weiter ſein, als der treue Die⸗

Im Schloſſe herrſchte ſchon die tiefſte Ruhe, als ner hat Ihnen durch Herbeiführen der eigenen Equi⸗ Feldern mit dem Freiherrn in das Geſellſchaftszimmer page eine Frelde machen wollen und ſich durch irgend zurückkehrte. Dort waren außer Winterfeld nur noch welchen Zufall auf dem Rückwege verſpätet. der Bürgermeiſter und der Gutsinſpector anweſend.Gebe Gott, daß Sie wahr reden. Ich ſetze Da ſie den Gegenſtand der ſpäten Conferenz kannten, noch eine Stunde. Iſt der Anton nach ihrem Ver⸗ laſen ſie nicht ohne eigene Genugthuung aus den lauf nicht wieder da, gebe ich ihn auf, dann habe Geſichtszügen der Ankommenden, daß die Verhand⸗ ich auch den Letzten, den ich getreu hielt, verloren. lungen keinen ungünſtigen Ausgang genommen. Nach Nachdem der Freiherr mit Hülfe eines Haus⸗ einer letzten⸗Verabredung über die Abreiſe des Fréi⸗ dieners ſeine Toilette vollendet hatte, begleitete er herrn, die vermittelſt Feldern's Equipage am andern Feldern in das Frühſtückszimmer.

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