756 Novellen⸗
Corridors liegenden Privatcabinet des folgen.
In der NRähe eines behaglichen Kaminfeuers nahmen die beiden Herren einander Legenüber ihre Plätze ein. Das mitunter höhere Aufzucken der auf dem runden Tiſchchen zwiſchen ihnen brennenden Wachs⸗ kerzen verlieh dem Zimmer die eigenthümliche Be⸗ leuchtung, welche die Gegenſtände in der Nähe um ſo ſchärfer hervortreten läßt, je nachdem die entfern⸗ teren in unſicheren Umriſſen verſchwimmen. So ge währten auch die beiden Männer, wie ſie im Augen— blick ſich gegenüber ſaßen— der Freiherr etwas zurück⸗ gelehnt, in den ſcharfen Zügen die Erwartung aus⸗ geprägt, welche Mittheilungen der Hausherr dem Gaſte noch in ſo ſpäter Stunde zu machen habe, Feldern auf der hohen Stirn die Gedanken, für die er das d Wort ſchon in Bereitſchaft hatte— eine Gruppe, die einem Maler willkommen als Vorbild zu einem Nacht— ſtück geweſen ſein würde.
Schloßherrn zu
Herr v. Trobiſch unterbrach zuerſt das kurze Schweigen.„Ich bin wirklich neugierig, lieber Fel— dern, welche Ueberraſchung Sie mir allerletzt noch zugedacht haben, nachdem der Tag ſchon ſo reich da ran geweſen.“
„Und doch bleibt mir das Schwerſte vom Tage noch zu erfüllen. Ich fühle mich in warmer Theil⸗ nahme mit Ihrer augenblicklichen Lage zu Eröffnun⸗ gen gedrungen, die Ihrem Blick eine Zukunft voll dauernder Gefahren zeigen werden, wenn Sie nicht die Verwaltung Ihrer Güter anderen Händen, als denen ſie bisher anvertraut waren, übergeben. Män⸗ ner, die es redlich mit Ihnen meinen, müſſen die feilen Diener erſetzen, mit denen Sie bisher umgeben waren.“
„Sie ſprechen in Räthſeln, Herr v. Feldern,“— fiel hier in ſichtbarer Erregung der Freiherr ein— „Ich muß Sie bitten ſich näher zu erklären. Zum Glauben gehören Beweiſe!“
„Ich bin bereit ſie zu geben,“ ſagte Feldern und fuhr in ruhigem Tone fort:„Sie hatten einen Förſter Warnebold in Ihren Dienſten.“
„Ich entſinne mich des Namens.“
„Der Mann wurde vor Jahren ohne Ihr Vor⸗
wiſſen des Dienſtes entlaſſen.“ „Möglich, daß ich davon nicht gehört⸗ Der Oberinſpector hat die Aufſicht über das geſammte Dienerperſonal, auf den Gütern und den Vorwerken. Er ſtellt die Leute an und entläßt ſie, je nachdem ſie es verdienen. Es würde doch zu viel verlangt ſein, wenn man ſelbſt ſich um alle dieſe Dinge küm⸗ mern ſollte.“ ₰
Zeitung.
„Aber ein Auge dafür haben, daß die Stellen mit den paſſenden Individuen beſetzt werden— das, meine ich,“ entgegnete Feldern,„wäre, wie im eigenen, auch im Intereſſe aller derer geboten, denen unſre höheren Diener vorgeſetzt werden.“
„Die Verwaltung meines Beſitzthums und die Sorge für die darauf wohnenden Leute iſt, außer dem Juſtizamtmann, dem Oberinſpector und dem alten Pfarrer übertragen. So hielt ich es für das Rath⸗
ſamſte, da ich mich von jeher ſo wenig für das Recht
und für die Finanzen als für die kirchlichen Ange⸗ legenheiten ſonderlich intereſſirt habe. Die genann⸗ ten Herren aber haben ſich ſtets als gefügſame und darum als zuverläſſige Männer erwieſen.“
ſcheinen wenigſtens alle drei immer von derſelben Ueberzeugung geleitet worden zu ſein, da
Sie „Sie
keiner ſich zu Gunſten des alten Förſters bei Ihnen
verwendet hat.“
„Es ſcheint allerdings, daß ſie ſtets einſtimmig ſind, und dieſer Uebereinſtimmung, Herr v. Feldern, war bisher der ungeſtörte Zuſtand meiner zu verdanken.“
„Sie ſehen aber, Herr v. Trobiſch, es war eine Scheinſicherheit, in der Sie bisher gelebt haben“ entgegnete Feldern in zunehmender Lebhaftigkeit— „Sie haben nur ein offenes Ohr für die Männer ge⸗ habt, die Ihnen Angenehmes vortrugen, wie es Ihrem
Scheinintereſſe diente, während es doch nur dem wirk⸗
lichen Intereſſe Ihrer Rathgeber förderlich war.“
„Aber ich habe faſt zu keiner Zeit eine Klage
von meinen Hörigen vernommen.“ „Weil ihnen von ſchärfſter Ahndung bedroht der Mund verriegelt war von jenen Geſtrengen. Wie
wäre es ſonſt möͤglich geweſen, daß der Förſter nach langen treuen Dienſtjahren von der Stelle entfernt
wurde, ohne daß Sie ihm Gehör ſchenkten!“
„Ach!“ ſagte der Freiherr jetzt in faſt ärger⸗ lichem Tone,„ich kann mir die Veranlaſſung den⸗ ken, er wird den Anordnungen ſeines Vorgeſetzten nicht Folge geben, ſeinen Befehlen den ſchuldigen Ge⸗ horſam nicht haben leiſten wollen. Das ſind aber Vergehen, die nach meiner Hausordnung am aller⸗ ſchärfſten beſtraft werden.“
„Hier in Auguſtenau wird Jeder, und wäre es der Geringſte, wie vom Oberinſpector, ſo von mir ſelbſt gehört. Beſcheidene Vorſtellungen werden jeder⸗ zeit beachtet. Und darin“— fuhr Feldern mit erhöh⸗
dter Stimme fort—„liegt der Segen der von mir be⸗ Er hat mein eigenes Glück Noch hhn auch ſü
da ſonderlich Gutes gefunden, wo die fir
Willkür des Herrn, durch willfährige Diener unter⸗
obachteten Hausordnung. und die Wohlfahrt meiner Bauern begründet. nie habe ich
Herrſchaft
4
4
Vun dene nen
Aun den zeut Alleit hi dn
n. di Pruntald V wi 3 bitte fal M. was Sie 7 odränc
un Grund d potin Sie ei inden, Mähhe ie E Kt, wie Sie ͤch dem O Oberinſ Ihrer Caſſe im Thalern zu erha Oberinſpector be „derr d F ſich bitt tte Sie Ach Oherinpecter ii zu meiner Zufrie weiſe zur di „der Förſt der Holzhandlun Ihre Forſteaſſe Rechnungsjahres Poſten berechnet dher erſte und der
Vier anweſenden S
ſdährlich bedeutende 1eng, dch den Manthauſe belegt ffenden Leibj bjäger au ſein bei dem Ubold, den ich von Ulabe, mit dem Vo Wie geſagt, Ihr ſtreffen mit dem 8 eänden, aus der mehmende Partei 6 iſtes geugniß ab. Entſezlich, töhnte der Frähe R iee.„Wem in et Namn mich b iner Vorgänger; ſeumte Geſchäftsle as nach Allem 1 e nir, Herr p. Ic bin gleich ich Ihne 8, nas anſeten
dnſatn auch 8 genoſſen ausſeh


