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Hefolge mit nach ſeine Pläne zur Comyn ver⸗
at. die Beſtrafung, Garn zu locken.
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Vierte Folge.
theilt ihm ſeinen Entſchluß mit. Alle erklären ſich für ihn, nur Comyn widerſpricht. Da folgt ihm Bruce nach aufgehobener Verſammlung in die Kirche des Franziskanerkloſters und ſtößt ihn am Altare nie— der. Kirkpatrick vollendet den Mord mit ſeinem Dolche.
Robert Bruce wird zu Seone gekrönt(1306). Aber auch dieſer vierte Aufſtand führt noch nicht zur un⸗ mittelbaren Befreiung Schottlands. Aymer de Valence ſchlägt bei Methven den Fürſten, der nach tapfrer perſönlicher Gegenwehr entflieht und auf Rathlin (Rachrin, Rath-Erin), nahe der Küſte von Ulſter, ein Verſteck und den Ausgangspunkt für neue Unterneh⸗ mungen findet. Die Häupter des Aufſtandes, Nigel Bruce(Robert's Bruder), Athol, Frazer, Seton, de la Haye, werden hingerichtet.
Das iſt in kurzen Zügen die vom Ueberſetzer klar zuſammengeſetzte hiſtoriſche Begebenheit, und Sie werden finden, daß ſich die Scott'ſche Dichtung in ihrer Handlung unmittelbar an die letzterwähnten Thatſachen anſchließt. Sie werden geſtehen müſſen, daß die britiſche Geſchichte ſehr reich an ſolchen im wahrhaft kernigen Sinne romantiſchen Begebenheiten iſt, wie ſie ſich ein Dichter ſolcher Richtung nicht aus— giebiger wünſchen kann.
Dennoch hatte Walter Scott mit dieſem Epos „der Herr der Inſeln“ nicht das gleiche Glück, wie
Bogen wanderten naß in
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es andere ſeiner erzählenden Gedichte, z. B. die Jung— frau vom See, in ſo überſchwenglichem Maße fanden. Lord Byron hatte bereits als neuaufſteigender Stern das moderne Element der romantiſchen Selbſtironie und ſinnlichen Realiſtik mit phantaſtiſcher Gewalt dem europäiſchen und namentlich engliſchen Publicum zu⸗ geworfen, und Walter Scott's Muſe verlor eben ſo raſch einen Theil ihrer Verehrer, als ſich dieſelben frü⸗ her mit wahnſinniger Ueberſtürzung ihr zugewandt hatten. Sie übereilten ſich dabei in ähnlicher Art, nur freilich ohne alles Genie, wie es Walter Scott beim Schreiben ſeiner Poeſien that; kein Werk hatte Zeit, ſich zur gediegenen äußeren Kunſtgeſtalt in ſei⸗ ner Seele zu concentriren, und keinem konnte er auf dem Papier die nothwendige Feile geben, denn die die Druckerei, und dem Publicum kam es in der That auch nicht darauf an, Kunſtwerke zu empfangen, es wollte ſich vor Allem an dem Walter Scott'ſchen Reichthum ſtofflicher Schö⸗ pfungskraft für die leeren Vorrathskammern ſeiner Phantaſie ſchadlos halten.
Man wird in jetziger Zeit gegen die vorliegende Erzählung gerechter ſein, als früher; ſie ſteht mit den übrigen ſonſt ſo heiß verſchlungenen Producten des Poeten auf gleicher Geſammthöhe, und eine ſehr fleißige, gewandte, durch viele Anmerkungen bereicherte Ueberſetzung kommt dem Genuſſe der Leſer entgegen.
Feuilleton.
Von der altrümiſchen Kochkunſt.
Mehr als über manche andre Lebensvorgänge haben wir über die Kochkunſt der antiken Völker erfahren, denn über Eſſen und Trinken redeten Dichter und Geſchichtsſchrei⸗ ber unwillkürlich mehr, als von manchen anderen Dingen. Die Details ſind in der That nicht gering und werden das Intereſſe der Leſer feſſeln, wenn wir hier nach Göll's Stu⸗ dien einige Mittheilungen über dieſen in der That fruchtbaren Gegenſtand zuſammenfaſſen.
In Cato's Buche über die Landwirthſchaft findet ſich ein Recept zu einer Art Käſekäulchen, das wir den Haus⸗ frauen nicht vorenthalten wolten. Speltgraupen werden mit friſchem Käſe vermiſcht, der zuvor in Waſſer geweicht, ausge⸗ drückt, zerkleinert und durch ein Sieb geſchlagen werden ſoll. Die aus der Maſſe geformten Klöße(globi) von beliebiger Größe werden ſodann in einem Keſſel in Fett geſotten, wobei ſie oft umgewendet werden müſſen. Schließlich werden ſie mit Honig beſtrichen und mit Mohn beſtreut. Nach denſel⸗ ben Kochvorſchriften nahm Cato zur Polenta auf 1 Pfund Dinkelgraupen 3 Pfund Käſe, 4½ Pfund Honig und ein Ei. Auch ſeine aus verſchiedenen Schichten von Mehlteig und ver⸗
ſüßtem Käſe verfertigten Kuchen ſollen der Nachahmung em— pfohlen ſein!—
Gewöhnlich nimmt man an, daß durch Ueberwindung Macedoniens und Griechenlands und durch den Aufenthalt römiſcher Heere in Aſien auch der Tafelluxus von Oſten nach Weſten gewandert ſei. Beſonders ſpricht Livius bei Gelegen⸗ heit des im Jahre 187 v. Chr. von Manlius Vulſo über die Gallier gehaltenen Triumphs dieſe Meinung aus, indem er unter Anderem ſagt:„Auch die Gaſtmähler begann man mit größter Sorge und Verſchwendung anzurichten. Von da an ſtand der Koch, bei den Alten der nach Schätzung und Be⸗ nutzung niedrigſte Sclave, in Werth, und was früher ein Be⸗ dientenamt war, galt für eine Kunſt. Dennoch war das, was man damals erblickte, kaum erſt der Keim des folgenden Luxus.“ Damit ſtimmt auch, was Plinius erwähnt, daß man vor dieſer Zeit nach griechiſcher Sitte in Rom die Köche vom Fleiſchmarkt miethete, und daß die Hausfrauen nun auf⸗ hörten das Brod zu bereiten und dies Geſchäft gelernten Selaven und der Bäckerzunft überließen. Wenn freilich Cato Zeter über die Stadt ſchrie, wo man für einen Koch mehr bezahlte als für ein Cavalleriepferd, ſo gab man bald darauf für einen ausländiſchen Kochkünſtler oder für einen


