736. Novellen⸗
Pf. St. koſtet, und daß nur geringere Sorten zu dem erſten
Preiſe abgegeben werden, ſo läßt ſich daraus erkennen, welch eine wichtige Cultur der Erdbeerenbau für unſre Gärtner iſt. Ueberdies verſpricht derſelbe ſich noch weiter auszudehnen. Erſt ſeit wenigen Jahren wurde der Anfang mit der Ausfuhr der Erdbeeren nach dem Süden gemacht, doch die Nachfrage danach iſt ſo lebhaft, daß weit mehr verlangt als gezogen werden. Schon jetzt ſind Contracte für die Lieferung von 30 Tonnen für die nächſte Saiſon abgeſchloſſen, und die Gärt⸗ ner, welche die meiſten Erdbeeren ziehen, treffen bereits An⸗ ſtalten ihre Erdbeerenfelder weiter auszudehnen. Von den Erdbeeren, die im Großen eingemacht werden, geht ein nicht
unbedeutender Theil nach dem Continent und ſelbſt nach
Oſtindien. C.
Misrellen.
Als der Herzog von Anjou von Paris abreiſte, um den Thron Spaniens zu beſteigen, ſagte Ludwig XIV. beim Ab⸗
chiede zu ihm, um zu bezeichnen, wie eng beide Nationen in ) 6 5 5) 7
Zukunft vereinigt ſein würden:„Von nun an giebt es keine
Pyrenäen mehr.“— c.
Vom deutſchen Büchermarkt.
Trewendt's Volkskalender für 1865.
Der diesjährige Jahrgang dieſes Volkskalenders, welcher ſich immer eines ſo großen Abſatzes zu erfreuen hat, bringt unter andern Beiträge von Franz Hoffmann, Carl von Hol⸗ tey, Guſtav Nieritz, Ludwig Roſen, Schottky und Anderen. Die Einrichtung dieſes Kalenders, welche das Praktiſche mit dem Unterhaltenden verbindet und auch für die weiteſten
Kreiſe Stahlſtiche hinzufügt, ſichert ihm die Theilnahme der
—
Käufer. O. B
Nationalkalender. Erfurt bei Bartholomäus.
Auch dieſer Kalender, der keineswegs jung iſt, ſondern vierzig Jahrgänge hinter ſich hat, bringt gemüthvolle Stahl⸗ ſtiche und Beiträge von Uhle, Wartenburg, Mildner, Keſſel
und Anderen. Belehrendes und Unterhaltendes wechſelt da⸗
rin ab, und eine hiſtoriſche Novelle,„Muthige Männer“ von Wartenburg, iſt gar löblich. O. B.
Im Verlage von Hermann Coſtenoble in Jena& Leipzig erſchien und iſt in allen Buchhandlungen und Leihbibliotheken zu haben:
Die beiden Sträflinge.
Auſtraliſcher Roman
von Friedrich Gerſtücker. 2. durchgeſehene Auflage. Wohlfeile Ausgabe. 3 ſtarke Bände. Octav⸗Format. Preis nur 2 ½ Thlr. Die Sträflinge ſind wie die Regulatoren und Flußpiraten einer der beliebteſten Romane Gerſtäcker's und wird daher dieſe wohlfeile Ausgabe ſicher willkommen ſein.
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das Leben werth und die Familienwohlfahrt zur heiligen
Zeitung.
Hauslexicon der Geſundheitslehre für Leib und Seele. Ein Familienbuch von Dr. Klemke. Leipzig, Verlag von Eduard Kummer. 1864.
Der ungemein weitverbreitete Antheil, welchen deſſelben Verfaſſers phyſiſche Lebenskunſt als ein praktiſches Buch an⸗ gewandter Naturwiſſenſchaft in allen Theilen Deutſchlands gefunden hat, wird ſich auf dieſes Hauslexicon übertragen. Bei ihm ſind Zweck und Tendenz noch allgemeiner, alſo für das große Publicum noch anſprechender, indem hier ſich ein Werk am rothen Faden des Alphabetes entrollen ſoll, worin Jedermann die für Hausſtand und Familie intereſſanten Le⸗ bensfragen aufſchlagen und in kurzer, bündiger Faſſung be⸗ antwortet finden kann.
„Täglich drängen ſich dem Gebildeten, dem die Bildung
Pflicht gemacht hat, die Fragen über ſich und diejenigen auf,
nes meiner Natur bieten? würde mir dieſes Bad und Mine⸗ ralwaſſer nützen oder ſchaden? darf ich kalt oder warm baden? wie habe ich mich in meinem Zuſtande, meiner Anlage, mei⸗ nen Berufsſchädlichkeiten zu verhalten? wie ſoll ich mein Kind
zur Kraft nähren und erziehen? welche Speiſe muß ich meiden
oder wählen? warum bekommt mir nicht, was Andern gut
thut? darf ich dieſem oder jenem Hausmittel, Freundesrathe, Beiſpiele vertrauen?— Dieſe Fragen laſſen ſich in das Unbegrenzte fortſetzen. Das Hauslexicon hat aber ſeine Grenze; es muß daher, um keine wichtige Frage unbeant⸗
wortet zu laſſen, alle in ſein Gebiet ſchlagenden Fragen unter beſtimmte Sach⸗ und Begriffswörter bringen und unter die⸗
ſen die leicht auffindbare und faßliche Aufklärung und Belehe rung geben.“
Dieſe Bemerkung aus dem Programm des Buches iſt ſehr richtig, und wir hoffen, daß die zwölf Lieferungen, von denen bis jetzt die erſte vorliegt, ein Hausſchatz für das deutſche Publicum werden mögen. O. B.
Inhalt: Die Ebenbürtigen.
ſinger.(Fortſetzung.)— Literariſche Briefe von Otto Banck. Feuilleton. Eine Sylveſternacht in zwei Theatern von Hermann
Leſſing.— Pas de Quatre im Jahr 1845.— Der General Hampton. — Der Dichter Jasmin in Agen.— Der Erdbeerbau bei Aberdeen in Schottland.— Miscellen.— Vom deutſchen Büchermarkt.
In der Buchhandlung von Wilhelm Koch in Norſchach iſt erſchienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:
Ueue Erfindung! Die Bereitung des Oelſchmalzes
zum Hausgebrauche, als Erſatz für das nun ſo theur Rindſchmalz. Verſchloſſen. Preis 1 Fr.— 37 kr. oder 9 Ngr.
Nach gegenwärtigem Recept kann jeder Privat⸗ und Ge ſchäftsmann im Kleinen zu ſeinem Hausgebrauche oder, u3 damit ein ſehr einträgliches Fabrikationsgeſchäft zu betreiben mit kaum nennenswerthen Koſten der Herſtellung der wenf gen mech. Mittel dieſes das Rindſchmalz an Fettgehalt noß übertreffende Oelſchmalz ſelbſt bereiten. Dem größern Fah rikanten gewährt dieſer Fabrikationszweig überdies eine reinen Nutzen von mindeſtens 25 Proc.
Medigirt unter Verantwortlichkeit von Ous Sriedrich Duͤrr in Leipzig.— Verlag der Durr'ſchen Buchhandlung in Leipzig.— Druck von A. Edelmann in Leipz
welche ihm zur Pflege, Erziehung und Verantwortung anver⸗ traut ſind;— täglich hört man: Darf ich dieſes oder Je⸗
Eine wahre Geſchichte von E. Heu⸗
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Erſcheint regelmäͤßig jeden Freitag.
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Act Vge he in Auswahl der jalten. Endäüch teſtimmte Abend lungen ſich kreu deen Hoffnunge ſälte.— Ueber eſtlten Prunkg ictmeer, daß, 3 den devorſtehenn deiblicen Geſtal Drden, mit dener
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