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mit Gewißheit annehmen zu können, daß unſre Mittheilungen aus denſelben unſern Leſern und Leſerinnen nicht unwill⸗ uy ſich kommen ſein werden.. C. ufluſſes erpſ⸗ Der General Hampton.
Die amerikaniſchen Südſtaaten haben kürzlich in dem General Stuart einen ganz ausgezeichneten General der 8. d Cavallerie verloren, ſie beſitzen aber in dem General Hamp⸗
ion, der kürzlich der Armee unter Grant einen Park von 1500 Ochſen wegnahm, einen vollſtändigen Erſatz für Stu⸗ art. Der„Richmond Despatch“ ſpricht ſich über denſelben in folgenden Worten aus:
General Hampton's Wegnahme der Ochſen Grant's verſchafft unſerm Heere eine Million— Andre ſagen ſogar beinah zwei Millionen Pf. des beſten Rindfleiſches, das die Märkte der Yankees darbieten, und es wird unſern Soldaten ſehr gut ſchmecken und ſie auf einige Zeit ernähren. General Hampton ſoll der beſte Cavallerieofficier des Generals Lee Er ſteht im kräftigſten Mannesalter, beſitzt viele Geiſtesanlagen, die er vollkommen ausgebildet hat, iſt von iiner ganz ungewöhnlichen phyſiſchen Stärke und Thätigkeit, von einer wunderbaren Ausdauer und einer unerſchöpflichen Energie. Während ſeines ganzen Lebens war er leiden⸗ ſhaftlich allen ritterlichen Künſten und der Waidmannskunſt ugeben und in Beiden ſoll er alle ſeine Zeitgenoſſen bei weitem übertreffen. Dann ſoll er im Beſitz eines Talentes ſiin, das für einen Officier, welcher ein Commando wie er lekleidet, von der höchſten Wichtigkeit iſt, nämlich augen⸗ Ulicklich und faſt inſtinctartig mit allen Eigenthümlichkeiten
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M äiner Gegend, die er paſſirt, vollkommen bekannt zu ſein.
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fden.— Man erzählte uns, wenn man ihn mit verbundenen Augen o0 engliſche Meilen in einen Wald hineinführe, den er
och nie geſehen, ſo werde er nach dem Abnehmen der Binde infünf Minuten ausfinden, wo er eben ſei. Er ſteht nie inen Tag lang an einem Orte, ohne ſich hinreichend mit alen Wegen und Stegen und Pfaden für Menſchen und Thiere bekannt zu machen, um nöthigenfalls als Führer zu dienen. General Hampton beſitzt dann noch eine Eigen⸗ ſchaft, welche für einen Cavallerieofficier von großer Wich⸗ tikeit iſt, ſich aber ſelbſt bei guten Officieren nicht immer findet. Er liebt die Roſſe leidenſchaftlich und verſteht dieſelben ſehr rihtig zu beurtheilen; es macht ihm Vergnügen, ihre guten Ligenſchaften und Mängel zu ſtudiren, und das gewährt die biſte Bürgſchaft dafür, daß ſeine Leute ihre Pferde gut be⸗ hideln und pflegen müſſen. Fügen wir nun noch hinzu, daß er ein glänzender Reiter, ein geſchickter Fechter und ein ſiherer Schütze und vor Allem das iſt, was Carlyle„einen uchtigen Mann“ nennt, mit dem ganzen tiefen Enthuſias⸗ uns ſeiner Natur der Sache ergeben, der er jetzt dient, ſo thuben wir genug geſagt zu haben, um zu zeigen,⸗daß die Svallerie der Armee des Oberbefehlshabers Lee ſich in ſehr einer 1 puten Händen befindet. C. Lumle—;
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Der Dichter Jasmin in Agen. Das ſüdliche Frankreich beſaß kürzlich noch zwei eben bieen d obekannte wie geachtete Volksdichter, die Beide dem eigent⸗ eihn N ichen Volk angehörten und die nur dann ſich mit der Poeſie
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Balletänd eſchäftigten, wenn ſie ihre Berufsgeſchäfte beendigt hatten:
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den Bäcker Jean Reboul in Nimes und den Friſeur Jacquou Jasmin in Agen. Beide wetteiferten im Leben mit einan⸗ der und theilten ſich in die Gunſt des Volkes und Beide ſind in dieſem Jahre ihrem Vaterlande durch den Tod entriſſen worden. Vor kurzer Zeit wurde der Tod Reboul's gemeldet, und jetzt hat der Süden Frankreichs in Jasmin ſeinen letzten Troubadour verloren. Seine Popularität, die ſich ſchnell durch ganz Frankreich verbreitet hatte, war im ſüdlichen Frankreich ſehr groß, und ſein Tod wird unter den Einwohnern der frü⸗ hern Provinzen Guienne und Languedoc, deren Idiom er wieder ins Leben geführt und berühmt gemacht hat, eine all⸗ gemeine Trauer erregen. Jasmin, der 1798 in Agen(De⸗ partement Lot und Garonne) geboren war, veröffentlichte ſeine erſten dichteriſchen Verſuche im Jahr 1825. Da die⸗ ſelben von ſeinen Landsleuten mit einer ſehr lebhaften Sym⸗ pathie aufgenommen wurden, ſo hat er ſeit jener Zeit eine große Zahl von Gedichten erſcheinen laſſen, die ihm wahr⸗ hafte Triumphe verſchafft haben. Die meiſten Städte im ſüdlichen Frankreich haben ihm prachtvolle Geſchenke verehrt. Er erlangte ſeine glänzendſten Triumphe unter der Julimo⸗ narchie. Ganz beſonders von dem Herrn de Salvandy be⸗ ſchützt, wurde er 1846 von dem König Ludwig Philipp em⸗ pfangen und kurze Zeit nachher wurde er zum Ritter der Eh⸗ renlegion ernannt.
Die wichtigſten Werke Jasmin's ſind: Lou Chalibari (le Charivari), ein komiſches Gedicht; Lou Tres Mai(der 3te Mai), gedichtet zu Ehren der Errichtung einer Statue Hein⸗ rich's IV. in Nerac; l'Abuglo de Caſtel Cuillé(der Blinde von Caſtel⸗Cuillé), welches Gedicht von Longfellow ins Eng⸗ liſche überſetzt worden iſt; lous Dus Frays beſſour(die bei⸗ den Zwillingsbrüder), welches Gedicht er dem Herrn de Sal⸗ vandy gewidmet hat.
Seine ſchönſten Gedichte, die ſich durch eine nave Gra⸗ zie und vielen Geiſt auszeichnen, finden ſich in ſeiner Samm— lung Gedichte: Les Papillotas de Jasmin, ſeinem Berufe zu Ehren ſo genannt.
Agen wird auf ſeinen Jacquou Jasmin eben in ſials bleiben, wie Nimes auf ſeinen Jean Reboul. C.
Der Erdbeerbau bei Aberdeen in Schottland.
Die„Aberdeen Free Press“ ſagt: Die meiſten Leute, welche mit unſrer Stadt bekannt ſind, wiſſen, daß die Han⸗ delsgärtner in Aberdeen ſeit langer Zeit Erdbeeren in einer ſehr glücklichen Weiſe gezogen haben. In Betreff der Größe und des Aroma werden die verſchiedenen Arten der von ihnen gezogenen vortrefflichen Frucht ſchwerlich übertroffen werden. Dagegen glauben wir, daß nur ſehr wenig Perſo⸗ nen eine richtige Kenntniß davon haben, bis zu welcher Aus⸗ dehnung der Erdbeerenbau hier gelangt iſt. Wir denken uns Erdbeeren gewöhnlich nur in Pinten(Nöſel) und Quarts, nicht in Centnern und Tonnen, dennoch aber werden jetzt von hier aus häufig Tonnen Erdbeeren ausgeführt, und während der letzten Saiſon belief ſich die Menge Erdbeeren, die hier auf den Markt gebracht und von hier ſüdlich, beſonders nach London geſandt wurden, um dort zu Eingemachtem benutzt zu werden, gegen 35 Tonnen. Dabei iſt die bedeutende Menge, die hier im Großen zu Eingemachtem verarbeitet und für den gewöhnlichen häuslichen Gebrauch ꝛc. dient, nicht mit ge⸗ rechnet, ſodaß dieſes Jahr 50 Tonnen Erdbeeren in der hie⸗ ſigen Gegend gezogen worden ſein müſſen. Wenn wir nun berechnen, daß eine Tonne(2000 Pf.) Erdbeeren 25 bis 30


