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Vierte
Margarethe war die älteſte Tochter des angeſe⸗ henen und wohlhabenden Buchhändlers Schwan in Manheim, der gleich beim Erſcheinen der„Räuber“ Schiller's poetiſches Talent zu ſchätzen wußte und der Verleger ſeiner beiden nächſtfolgenden dramati⸗ ſchen Werke ward. Während ſeines Aufenthalts in Manheim ſtand Schiller in vertrautem Verkehr mit Schwan, in deſſen gaſtlichem Hauſe ſich die literari⸗ ſchen Notabilitäten Manheims häufig zu verſammeln pflegten. Margarethen widmete der junge Dichter einige Aufmerkſamkeit, welche indeß über die Gren⸗ zen conventioneller Galanterie nicht hinausging. Er las ihr Scenen aus ſeinen Stücken vor und recitirte ihr Verſe mit beſonderem Ausdruck. Uebrigens war ſein Benehmen gegen ſie ernſt und zurückhaltend. Sie war, wie Caroline von Wolzogen berichtet, ein ſehr ſchönes Mädchen, mit großen ausdrucksvollen Augen und von ſehr lebhaftem Geiſte, welcher ſich mehr zur Welt, Literatur und Kunſt, als zur ſtillen Häuslichkeit hinzog. Schon in früher Jugend gewann ſie eine ausgezeichnete Bildung, lernte aber auch die Kunſt, ſie geltend zu machen. In dem Bildniß, das ſich in dem wenig bekannt gewordenen Werke von Götz
„Geliebte Schatten“ befindet(nach einem in der Schwan'’ſchen Familie aufbewahrten Oelgemälde),
hat ihr Geſicht regelmäßige Formen, doch ſtrenge Züge, mit einem Anflug von Stolz, mehr ſchön als anmuthig.
Wenn man bedenkt, daß Schiller nachmals ſeiner Braut geſteht, Manheim erinnere ihn an eine miſe⸗ rable Leidenſchaft, die er dort im Herzen getragen
hätte er dabei an eine Jugendliebe gedacht, ſo würde er ſich des Geſtändniſſes nicht zu ſchämen ge⸗ habt haben—; wenn man ferner eine Stelle in einem Briefe an Frau von Wolzogen vergleicht, wo er bei der Klage über die„Unbedeutendheit der Frauenzim⸗ mer“ in Manheim nur eine Schauſpielerin hervorhebt, mit der er gern und oft verkehre; endlich wenn man auf die Scene des Abſchieds von Charlotte von Kalb blickt, wo die Heftigkeit des Schmerzes ſich von bei⸗ den Seiten in Ausdrücken der höchſten Leidenſchaft Luft macht, bis zuletzt„Mund und Blick verſtummen und Jeder zagt, des Andern Wort zu vernehmen“
(Charlottens eigene Worte); wenn man alles das zu⸗
ſammenfaßt: was will der Abſchied von Margarethe bedeuten, wo ſie ſich ein Andenken überreichen und ſich das Verſprechen geben— einander zu ſchreiben! Nicht ihr, ſondern Charlottens Bild ſteht vor ſeiner Seele, wenn er beim Scheiden aus Manheim an Kör⸗ ner die Worte ſchreibt:„Ich habe keine Seele hier, keine einzige, die die Leere meines Herzens füllte, keine Freundin, keinen Freund, und was mir vielleicht
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noch theuer ſein könnte, davon ſcheiden mich Conve⸗ nienz und Situation.“
In den erſten Frühlingstagen des Jahres 1785 verließ Schiller das ihm unleidlich gewordene Man⸗ heim und langte am 14. April in Leipzig an, begleitet von hochfliegenden Entwürfen für die Zukunft. Bei der Abreiſe aus Manheim hatte ihm der Gedanke ge⸗ ſchmeichelt, ſich in Leipzig zur Rechtswiſſenſchaft zu wenden und an einem der kleinen ſächſiſchen Höfe eine Anſtellung zu ſuchen; es war mehr als Scherz, wenn er ſeinem Freunde Streicher beim Abſchied die Hoff⸗ nung ausſprach, einmal Miniſter zu werden. In Leipzig verſchwand dieſer Traum, von dem Marquis Poſa noch die Spur trägt. Er dachte an die Mög⸗ lichkeit, ſich als Arzt eine bürgerliche Exiſtenz zu gründen, und kaum war dieſer Plan ergriffen— zur Ausführung war noch nicht der erſte Schritt gethan —, als er am 24. April an Schwan einen ausführ⸗ lichen Brief ſchrieb, aus dem der auf Margarethe be⸗ zugliche Theil hier eine Stelle finden muß. Nachdem er die Reiſe und den erſten Eintritt in Leipzig ge⸗ ſchildert hat, fährt er fort:„Hier bin ich Willens ſehr fleißig zu ſein, an dem Carlos und der Thalia zu arbeiten, um, was Ihnen das Angenehmſte zu hö— ren ſein wird, unvermerkt mich wieder zu meiner Medicin zu bekehren. Ich ſehne mich ungeduldig nach dieſer Epoche meines Lebens, wo meine Ausſichten gegründet oder entſchieden ſein werden, und wo ich meiner Lieblingsneigung blos zum Vergnügen nach— hängen kann. Ueberhaupt hab' ich ja die Medicin ehe⸗ mals con amore ſtudirt— ſollt' ich das jetzt nicht um ſo mehr können? Sehen Sie, beſter Freund, das konnte Sie allenfalls von der Wahrheit und Feſtig⸗ keit meines Vorſatzes überzeugen; dasjenige aber, was Ihnen die vollkommenſte Bürgſchaft darüber lei⸗ ſten dürfte, was alle Ihre Zweifel an meiner Stand— haftigkeit verbannen muß, hab' ich noch bis auf dieſe Minute verſchwiegen. Jetzt oder nie muß es geſagt ſein. Nur meine Entfernung von Ihnen giebt mir den Muth, den Wunſch meines Herzeus zu geſtehen. Oft genug, da ich noch ſo glücklich war, um Sie zu ſein, oft genug trat das Geſtändniß auf meine Zunge, aber immer verließ mich meine Herzhaftigkeit, es her⸗ auszuſagen. Ihre Güte, Ihre Theilnahme, Ihr vor⸗ treffliches Herz haben eine Hoffnung in mir begün⸗ ſtigt, die ich durch nichts als Ihre Nachſicht und Freundſchaft zu rechtfertigen weiß. Mein freier, zwang⸗ loſer Zutritt in Ihrem Hauſe gab mir Gelegenheit, Ihre liebenswürdige Tochter ganz kennen zu lernen, und die freimüthige, gütige Behandlung, deren Sie beide mich würdigten, verführte mein Herz zu dem kühnen Wunſche, Ihr Sohn ſein zu dürfen. Meine


