Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
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verabſchiedete. Früh war er am andern Morgen wieder auf. Aber wie fühlte er ſich überraſcht, als er bei dem Eintritte in ſein Arbeitszimmer über dem Divan, auf dem er vor Monden an Winterfeld's Seite dem Freunde zuerſt ſein Herz eröffnet hatte, Anna's zum Sprechen getroffenes Bild in einem goldenen Rahmen erblickte!

Winterfeld hatte es nach einem Miniaturgemälde der Schweſter von einem geſchickten Künſtler faſt in Lebensgröße ausführen laſſen.

Inſpectors gelungen, das Bild in der erſten Morgen⸗ ſtunde an dem von ihm dazu auserſehenen Platze auf

zuhängen.

Ein beſeligendes Gefühl überkam Feldern bei dem Anblicke des Leben athmenden Bildes. Es

Ohne Anna's Vor⸗ wiſſen war es dem Bruder unter dem Beiſtande des

war

ihm, als vernähme er aus dem ſchönen Munde den

Glückwunſch zu ſeinem Wiegenfeſte. nicht abwenden von den ſchönen, ausdrucksvollen Zü⸗ gen und ſtand noch im Betrachten derſelben verſun⸗ ken, als eine neue Ueberraſchung ſeine aufgeregten Gefühle in Anſpruch nahm. Unter dem Klange der Kirchenglocken, welche das Erntedankfeſt mit dem er ſten Pulſe einläuteten, ertönten unter ſeinem Fenſter von einem vollſtimmigen Chore die Worte des ſchö⸗ nen Liedes:Herr, ſegne ihn, der gern beglückt ꝛc. Es war der junge Cantor, der mit der erwachſenen, wohl eingeübten Dorfjugend den Weibegeſang zur Feier des Geburtstages anſtimmte.

Feldern hatte nach Beendigung des Geſanges mit freundlichen Worten für die ihm bewieſene Liebe ſeinen Dank ausgeſprochen, als Anna an der Seite des Bruders eintrat, um dem Manne ihres Herzens in einem Glückwunſche die Gefühle auszuſprechen, von denen ſie vor allen Anderen wohl am tiefſten be⸗ wegt war. Jetzt trat in gleicher Abſicht auch der Inſpector heran, der ſich bisher in einiger Entfer nung gehalten hatte. Anna entnahm ſeiner Hand ein großes Bild, welches ſie Feldern mit den Worten überreichte:Sieh' hier, mein theurer Carly! die Er⸗ füllung des Dir gegebenen Verſprechens! Ich gab Dir meine Hand darauf Du ſollteſt der Erſte ſein, über mein Werk ein Urtheil zu fällen; es iſt meine

erſte Gabe, nimm ſie nachſichtig auf; Deine Liebe

überſieht gewiß, wo ich gefehlt habe.

Das ſchöne Oelgemälde ſtellte in lebensvoller Wahrheit den Moment dar, wo der alte Ortsſchulze mit erhobenem Glaſe bei der Mittagstafel am Tage von Winterfeld's Einführung dem Gutsherrn im Namen der Gemeinde Geſundheit und langes Leben gewünſcht hatte. Alle Anweſenden, beſonders Feldern und der Schulze, waren von ſprechender Aehnlichkeit.

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Mehr als die Worte, mit denen Feldern der Ge⸗ liebten ſeinen Dank ausſprach für das Geſchenk, in

dem ſie ſeiner mit ſo zartem Sinne gedacht hatte,

ſprach ſein Blick, als dieſer von Anna hinüberglitt zum Geſicht des Bruders, das Bewußtſein des in der

Schweſter errungenen Glücks aus.(ortſetzung folgt.)

Gedicht von M. Pilgram⸗Diehl.

Vergehen.

Von Fels zu Felſen fröhlich hüpfet, Ein harmlos Kind, der Silberbach; Doch drüben harrt der Strom, der wilde, Du hörſt nur noch ein zitternd Ach!

Nur hier und da ſteigt aus der Tiefe Ein Kranz von Thränenperlen auf, Auch er zerrinnt, und mit dem Strome Beginnt der Bach den Erdenlauf.

Der Strom, er muß hinab zum Meere, Das lockend in der Ferne liegt,

Er ſtürzt hinein ein letztes Brauſen Das ſtolze Meer hat ihn beſiegt.

Siehſt Du am Bergesabhang ſchimmern Die ſchönſte Stadt, der Tempel Pracht? Im Azurblau des Himmels flammen Die Sterne auf, es naht die Nacht.

Horch, unterird'ſche Donner rollen

Tief in des Feuerberges Grund,

Es bebet rings umher die Erde,

Und Flammen ſpeit des Kraters Mund.

Zertrümmert liegen Stadt und Tempel, Ein ſchaudervoller, wüſter Hauf,

Und drüber hin in Todesſchritten Nimmt jetzt ein Lavaſtrom den Lauf.

Hold, wie dem blauen Meer entſtiegen, Liegt dort ein reizend Inſelland,

Und Wellenmelodien koſen

An ſeinem blüthenreichen Strand.

Als hätt's noch keinen Sturm gegeben, Der über jenen Traum geweht, Inmitten dieſes ſel'gen Friedens

Des Fiſchers Hütte freundlich ſteht.

* E