Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
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ſdem ich Schätze zum eigenen

nach Beſſerem ſtrebte, als nach dem,

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Freuden des Lebens als die höchſten und unveräußer⸗ lichen Güter der Haute Volée ſtets mit Begeiſterung ihm geſchildert hatten, ohne ihn dadurch zu einem der Ihrigen machen zu können, da wagte Anna, wie in beſcheidenem Zweifel, lächelnd den Finger gegen ihn zu erheben:

Aber, Herr v. Feldern, blickend,kann das Ihr, des vormaligen Gardeofficiers

ſagte ſie, ihn feſt an⸗

und Hofjunkers, voller Ernſt ſein? Würden Sie dieſe iſt, der Reſidenz gehegten Plaͤne

Anſichten Ihren Standesgenoſſen in gegenüber noch fortwährend vertreten?

ſchreiben möchten, aber getroſt überlaſſen könnten.

daß Danke die Hand zu reichen. fehlt es mir, ſagte er, in Anna's ſchönes Auge bli⸗

Novellen⸗Zeitung.

den ſie ihnen im eigenen Intereſſe Anna ſprach dieſe Worte mit einer ſo eigenthümlichen Bewegung, er ſich veranlaßt fühlte, ihr mit warmem Aber an Einem noch

ckend,an etwas ſehr, ſehr Weſentlichem. Ehe dieſe große Lücke in meinen Beſitzungen nicht ausgefüllt bleiben die ſchönſten bei meinen Unternehmungen Nichts weiter als ſchöne Träume.

Darf man wiſſen, worin dieſer Mangel beſteht,

Daß es mir, wie jetzt, auch früher damit Ernſt bei einem Manne, der bisher ſo viele Kräfte ſich dienſt⸗

war, habe ich bewieſen, als ich mich aus dem Dienſte zurückzog. Meine Anſichten aber habe ich ſo oft ge⸗ gen die mir Gleichſtehenden in der Reſidenz vertreten, daß ſie ſich zuletzt wegen Mangels an gründlichen Beweiſen von mir fern hielten.

Anna's Augen begannen heller zu leuchten, als Feldern mit den Worten ſchloß:Als Jahre meine Erfahrungen gereift hatten, da erkannte ich, daß für

Es war ein weites Feld, auf dem ich es ſuchte, ganze Thätigkeit in Anſpruch mein eigener Boden, auf Nutzen ausbeuten wollte. wenn möglich, be⸗ Geburt zum

ag. ein Feld, welches meine nahm. Es war nicht allein

Zcy wollte das Glück auch derer, ründen, über die mich der Zufall der

voller Mühe und Sorgen iſt es unwiſſenden Landleute für die Lebens empfänglich zu machen, hich mir die Liebe und das rworben, als ſie ſahen, daß ich für mich ſelbſt nicht

durch neue Einrichtungen zuzuwenden bemüht war.

möchte es in Auguſtenau einen Menſchen geben, der dem Baron v. Feldern nicht mit der innigſten Liebe zugethan iſt, ſagte Anna mit gehobener Stimme doch die raſche Aeußerung ſchnell verbeſſernd, ſetzte

ſie hinzu:Schon nach dem vielen Guten, was mir

8 Hermann noch in der Heimath von ſeinem künftigen

Kirchenpatrone erzählte, wußte ich, daß der Mann ſtein gewöhnlicher war, der uns mit ſo freundlichen (Worten auf ſeinen Beſitzungen die neue eiten wollte. Meine nicht geringen Erwartungen eſtatten Sie dem einfachen Mädchen den Ausſpruch hurden übertroffen, ſobald ich Gelegenheit hatte,

fern Blick in Ihre Schöpfungen zu thun.

auen haben in manchen Dingen einen Scharfblick, die Herren der Schöpfung ſich gern allein zu⸗

Erb⸗ und Gerichtsherrn beſtellt hatte. Nach Jahren

mir gelungen, die ſie, höheren Güter des und mit ihrer edelen äußern Erſcheinung im ſchönen und erſt dann habe Einklange, Vertrauen unſrer Dörfler veſonders geeignet war⸗.

was ich ihnen ſein Blick

Und den ſchönen Lohn für Ihre raſtloſen Be⸗ ßes ſtrebungen haben Sie bereits geerntet ſchwerlich ſchönes Leben, ihm bereitet durch Anna's, als ſeiner

Heimath be⸗ ihn anblickte, ob

einen eiltenblühete Die Schrittes durchritt er ſeine Fluren und einen beträcht⸗

bar zu machen verſtand?

Nicht heute, Fräulein Anna, wohl ein anderes Mal, vielleicht morgen, theile ich es Ihnen mit, wenn Sie mir dann ſchon wieder einen Beſuch ge⸗ ſtatten.

Sie reichte Feldern mit einem freundlichen Nei⸗ gen des Kopfes die Hand, und er fühlte, daß ſie leicht erbebte, als er ſie kaum merklich drückte. Der

ich nur in der Freiheit des Landlebens das Glück Glückliche wußte kaum, was er that, als er an die

Erröthende die Bitte richtete, Körner's Gebet vor der Schlacht des Pfarrers Lieblingslied von frü⸗ herer Zeit, auf dem ſchönen Flügel zu begleiten, den ſie in Anerkennung ihres Talents, noch kurz vor Ver⸗ laſſen der Heimath, vom Bruder zum Geſchenk erhal⸗ ten hatte.

Anna's Stimme war die kräftige Altſtimme, wie in Uebereinſtimmung mit ihrem inneren Leben

für den Vortrag der ſchönen Dichtung ſo

Als nun die Töne ſich hoben und ſchwollen, und immer inniger auf der ſchönen Sängerin da keimte auch in Feldern's Herzen ein hei⸗ um ein

verweilte, Gebet auf, nicht um den Tod, nein,

Gattin, Liebe.

Morgen! dachte Feldern beim Abſchiede, was er heute nicht mehr auszuſprechen wagte,Morgen ſoll es ſich entſcheiden, ob mir das bisher im Leben ſo günſtige Schickſal getreu bleibt.

Am andern Tage, bald nach Aufgang der Sonne, ließ Feldern ſein Pferd ſatteln. Er beachtete nicht die ſtille Verwunderung, mit welcher der Reitknecht des Ritts in ſo früher Stunde. In ſeinem Kopfe gingen andere Dinge um; roſenroth, wie die leichten Wölkchen, welche der Sonne voran⸗ es in ſeinem Herzen. Langſamen

lichen Theil der neu beſtandenen Forſten. Wohin er

ſah, erblickte er mit Zufriedenheit das Gedeihen ſei⸗

geliebten

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