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darüber magſt Du miſſe bei mir die eines weiblichen errliche Schweſten, dieſe macht.“ alt, dann rathe ich öchtern des Landes, an Schutzgeiſt Dich nüht ſo wackeren eine Sthmeichelii ſchwer fallen eine nden!“. eu ganz leicht? ine Anforderungen ar das gand
Leben,
Vierte
mit andrer Beſtimmung, als nur die ſtrenge Pflicht der Hausfrau zu erfüllen, oder als die Würdenträge⸗ rin der Familie zu figuriren. Hermann, Du haſt mir einſt auf Gefahr des Deinigen das Leben geret— tet; gieb mir jetzt auch, was zum Leben unentbehr⸗ lich, den Seelenfrieden wieder. Wiſſe denn, ich liebe ſchon.“
„Das Erſte, was ich höre; das konnteſt Du ſo lange dem alten Freunde verſchweigen?“
„Ich liebe eben Deine prächtige Schweſter Anna!“ rief jetzt Feldern, indem er ſich raſch erhob und dem Pfarrherrn gegenüber ſtellte.—
„Anna? Dieſes Geſtändniß überraſcht mich und auch wieder nicht, wenn ich mir manche Deiner Aeuße⸗ rungen über das anſpruchsloſſe Walten, über das gei⸗ ſtige Streben der Schweſter ins Gedächtniß zurück⸗ rufe. Du ſtehſt bei ihr in hohem Anſehen; ſie hat zum öftern ohne jeden Nebengedanken ein Urtheil über Dich gefällt, was ihrem Verſtande und ihrem Herzen zur Ehre gereicht.“ 8
„Aber wie? mit welcher Betonung?“
„Nun eben in der Art, als wenn man Jemand hochſchätzt und dieſem Jemand gut iſt.“
„Ich möchte aber von Dir hören, ob von gan⸗ zem Herzen, ob— ſie mich liebt, wie ich es meine; vielleicht nimmt mir Deine Antwort eine ſchwere Laſt vom Herzen.“
„Um das zu erfahren, lieber Feldern, mußt Du Anna ſelbſt fragen. Sie wird Dir unumwunden
ihres Herzens Meinung ſagen, darauf kenne ich meine
Schweſter. Das Geſicht meiner lieben Anna iſt der
Spiegel ihrer Seele. Haſt Du nach deſſen Ausdruck ihren innern Werth beurtheilt, und ihre Worte in Uebereinſtimmung mit dem kleinen Wirkungskreiſe, den ſie ſich geſchaffen: dann biſt Du nicht irre gegan⸗ gen. Im Uebrigen“ fügte Winterfeld hinzu„kann ich Dir nur ſagen, daß ſie Dich ſehr werth hält, ſonſt würde ſie nicht handeln nach Deinem Beiſpiele. Die Pflege der Armen und Kranken im Dorfe hat ſie, ohne daß ich bis vor Kurzem eine Ahnung davon hatte, Dir faſt ſchon aus den Händen genommen, weil es nach ihrer Anſicht zu viel für Dich würde, in alle dieſe Details einzugehen, bei ſo vielen anderen größeren von Dir übernommenen Pflichten.“
„Ich thue nur wenig, lieber Winterfeld! Nichts uͤber meine Kräfte; aber ich thue gern, was ich ein⸗ mal übernommen.“
„Das eben hat Anna erkannt. Keins Deiner hier geſtifteten guten Werke iſt ihr entgangen. Und dieſer Erkenntniß entſpringt die für Dich gefühlte
Verehrung.“
„O Hermann, wäre ich wie Du ein Lützower
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geweſen— wer weiß, ob ich es nicht ſchon gewagt hätte, im kühnen Angriff um Anna's Hand zu werben!“
„Und wärſt Du es wirklich geweſen, hätteſt Du ſelbſt im Gefolge Blüchers alle Schlachten mit ihm gekämpft— ſo wie ich Dich kenne, würdeſt Du doch ei⸗ nen andern Weg gehen bei meiner Schweſter. Verſuche den rechten; ich liebe Euch ja beide ſo innig, daß ich nur wünſchen kann, Ihr möchtet Euch in völliger Uebereinſtimmung der Gefühle darauf begegnen.“
Im Zimmer wurde jetzt nicht weiter über dieſen Gegenſtand geſprochen. Aber die beiden Freunde machten noch einen längeren Spaziergang durch den Park, und als ſie ſich trennten, verſprach Feldern zu Abend ein Gaſt in der Pfarrwohnung zu ſein.
Der Nachmittag wurde dem Herrn Baron un—⸗ gewöhnlich lang. Endlich ſchlug die Feierabendglocke. Singend kehrten die Arbeiter vom Heumachen aus den Wieſen zurück., Die Geſpanne brachten die letz⸗ ten Fuder unter Dach. Die Sonne neigte ſich zum— Untergange, und eine erquickende Abendluft trug del würzigen Duft herüber von den nahen Auen zum Schloßhofe. Es war der Feierabend, wie man ihn in ſeinem beſeligenden Frieden nur auf dem Lande kennt, wo der Arbeiter den Werth der Ruhe zu wür⸗ digen verſteht, und das Sehnen des Städters nicht kennt, auch noch die Nacht zum Tage zu machen, in aufregenden Vergnügungen. 4
Auf Feldern machte die ihn allmählich umge⸗. bende Stille einen wohlthuenden Eindruck. Sie hatte den Sturm ſeiner Gefühle geſänftigt, als er auf ei⸗ G nem Umwege durch den Park die Nähe des Pfarr⸗ hauſes erreichte. Die Geſchwiſter, welche um di Zeit ſeine Ankunft erwarteten, kamen ihm entgegen,. Die Begrüßung war herzlich wie immer. Aus Anna's. unbefangener Freundlichkeit erkannte Feldern, daß der 1 1 Bruder von dem, was am Morgen unter den Freun⸗ den verhandelt, Nichts verrathen hatte. Aber ein ſtrahlender Blick aus Anna's dunkelem Auge ſprach es aus, daß Feldern nach längerem Wegbleiben heute ein doppelt willkommener Gaſt war. Dieſer aber war bald wieder in der heiteren Stimmung, die ihn immer zum liebenswürdigen Geſellſchafter machte, ſo oft er die glückliche Häuslichkeit des Freundes betrat.
Beſonders an dieſem Abend erzählte er viel, über Tiſch aus ſeinem vergangnen Leben. Auf⸗ merkſam folgte Anna den Schilderungen, die er aus ſeinen Reiſen in England und aus dem Süden von Europa mittheilte. Als Feldern gelegentlich auch das Reſidenz⸗ und Hofleben berührte, wie er es in näch⸗ ſter Nähe kennen gelernt, und mit einem leichten An⸗ flug von Humor das allerdings oft recht Pikante er⸗ wähnte, welches die Eingeweiheten in die peinſſn 1
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