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ſagen ob es ſchon eine Stunde her iſt, in Froßer Erregung nach Hauſe, rannte an mir vorbei, die Treppe hinauf, mehr weiß ich nicht von dem Herrn,“ lautete die Antwort der Frau.
Jetzt trat der Juſtizdirector den Rückweg nach Franzens Zimmer an, und ihn leicht beim Arme faſ— ſend, rief er laut ſeinen Namen.
Franz erwachte, richtete ſich auf und ſah ſich mit dem halb ſtarren, halb träumeriſchen Blicke eines Men⸗ ſchen um, den man aus feſtem Schlaf aufweckt. V
„Was geht vor? Was wollen Sie?“ fragte er. b
„Wiſſen Sie, daß der junge Apelt todt iſt 21 ſprach der Juſtizdirector, und blickte ſcharf auf Franz.
Franz antwortete nicht, aber ſein bleiches Ge⸗ ſicht wurde noch bläſſer.
„Haben Sie mich nicht verſtanden oder wollen Sie mich nicht verſtehen? Iſt es Ihnen ſo ſehr un— glaublich, daß Carl Apelt todt iſt?“
„Todt, wirklich todt?“ ächzte Franz.
„Todt! Erſtochen haben wir ihn vor einer gu⸗ ten halben Stunde im Walde gefunden!“
„Erſtochen? Iſt es möglich, oder narrt mich ein Traum?“
Es iſt leider wahrl“ bekräftigte der Juſtiz⸗
„„und ich bin hierhergekommen, um Sie zu befragen, was Sie von dieſem unſeligen Vorgange. wiſſen!“
„Ich? Was ſoll ich davon wiſſen, mein Herr?“
„Man hat Sie ſpät im Walde geſehn, können Sie leugnen, daß Sie dort waren?“
„Nein!“ erwiderte Franz,„ich war heute, ja ich war bis nach zehn Uhr im Walde.“
„Kleiden Sie ſich an, Herr Reichel, denn die⸗ ſen Namen führen Sie ja, und folgen Sie mir ſo⸗ fort.“
„Aber warum?“
„Weil meine Pflicht gebietet, Sie feſtzunehmen, denn— es ſollte mir leid ſein, wenn man Ihnen Unrecht thäte— es ruht ein ſtarker Verdacht auf Ihnen, daß Sie—“
„Doch nicht etwa daß meine Hand Herrn Apelt zu Boden geſtreckt hat?“
„Sie ſprechen es aus!“
„Aber ich verſichre Ihnen auf Ehre—
„Bedaure, Ihr Wort nicht annehmen zu können. Ich laſſe Sie jetzt allein, in einer Viertelſtunde wer⸗ den Sie den Amtsdienern folgen, morgen werden Sie verhört, und Ihre Ausſage wird zu Protokoll genommen.“
„Nun denn, ſo füge ich mich dem Geſetze, denn
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(Mann hören und Fräulein Lindau ebenfalls.
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Sie zwingt, mich zu verhaften. Ich werde ſehr bald bereit ſein Ihren Leuten zu folgen.“
Der Juſtizdirector zog ſich mit den Andern zu— rück, zu dem Dorfboten ſagte er:„Iſt es unmöglich, daß Er ſich irrte, Fiſcher? Ich kann kaum glauben, daß dieſer Mann ſchuldig iſt!“
„Herr Juſtizdirector, was ich geſehn habe, habe ich geſehn, was ich gehört habe, habe ich gehört. Fragen Sie nur morgen auch Fräulein Marianne, die wird wohl auch geſtehen müſſen, daß ſie mit dem Maler im Walde zuſammengekommen iſt!“
„Gut, Fiſcher, morgen werde ich den jungen Der Verwundete wird ſich hoffentlich wieder erholen, und ſollte mein Scharfblick nicht die Wahrheit entdecken, werden wir von Herrn Apelt ſelbſt die Wahrheit er⸗ fahren.“
Am nächſten Morgen, als die Frühmeſſe zu Ende war, begab ſich der Juſtizdirector mit dem Secretär in das Zimmer, in welchem die Verhöre gehalten wurden. Noch nicht lange hatten die Herren Platz genommen, als Herr Apelt eintrat, um auf ſeinen Wunſch bei der Vernehmung zugegen zu ſein, was ihm aus Rückſicht erlaubt ward. Der Juſtizdirector ließ die Handklingel ertönen, und begleitet von zwei Gerichtsdienern trat Franz ein.
Er ſah blaß und angegriffen, aber ruhig aus. Mit Anſtand verbeugte er ſich und ſtellte ſich dem Juſtizdirector gegenüber.
Dieſer begann, nachdem er den Gefangenen er⸗ mahnt hatte die Wahrheit zu ſagen, mit den üblichen Fragen.
„Ihr Name?“
„Franz Eduard Reichel.“
„Ihr Alter?“
„Fünfundzwanzig Jahr.“
„Ihr Geburtsort?“
„R.. bei Mildenau.“
„Ihr Stand?“
„Maler.“
„Wann trafen Sie in Mildenau ein?“
„Geſtern Abend zwiſchen ſechs und ſieben Uhr.“
„Was thaten Sie, als Sie ankamen?“
„Ich ging in den Gaſthof zur goldenen Sonne.“
„Warum nicht zu Ihren Verwandten, oder zu Freunden?“
„Ich war nicht dazu geſtimmt 14
„Blieben Sie den ganzen Abend im Gaſthofe?“
„Nein. Ich ſtreifte bis nach zehn Uhr in der Gegend umher.“
ich glaube wohl, daß irgend eine Anklage gegen mich
„In welcher Abſicht?“


