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Spiele der Kinder, ſowohl der Sclaven als der Herrſchaft, beaufſichtigt, und ſelten verlangt man von ihm eine andere Arbeit als das Putzen einiger Meſſer und Gabeln oder eine andere ähnliche leichte Beſchäftigung. In dieſer Sorgloſig⸗ keit erreichen ſie ein hohes Alter, ſodaß Hundertjährige ſehr oft vorkommen. Selten iſt ein Herr ſo grauſam, ſo un⸗
Novellen⸗Zeitung.
menſchlich, einem ſolchen arbeitsunfähigen Sclaven die Frei⸗
heit anzubieten, noch ſeltner ein Sclave ſo dumm, das Ge⸗ ſchenk der Freiheit anzunehmen.
Die Schwärmer für Emancipation haben nie berückſich⸗ tigt, daß die Afrikaner auf einer Stufe der Entwickelung ſte⸗ hen, welche ihnen die Freiheit in einer von Halbwilden be⸗ wohnten Wüſtenei vielleicht wünſchenswerth erſcheinen läßt, daß aber dieſelbe ihnen unter Europäern nothwendig zu einer Laſt werden muß.
So lange der Neger kräftig und geſund iſt, könnte er ſich wohl nothdürftig ernähren, indeſſen ſein Hang zum Müßiggange bringt ihn bald in Dürftigkeit, und dieſe mit der ebenfalls ſehr vorherrſchenden Diebesneigung macht ihn
zum Verbrecher. Viele der in einem Seclavenlande freigelaſ⸗
ſenen Neger befinden ſich
deshalb bald nach ihrer Emancipa⸗
tion im Gefängniß oder am Galgen; oder wenn ſie Nach⸗
denken haben, ſo verkaufen ſie ſich ſelbſt wieder, Sorgen und den Verführungen der Freiheit zu entgehen. Die Freilaſſung eines afrikaniſchen Sclaven in Amerika iſt deshalb eine ebenſo große Grauſamkeit, als die Freilaſſung
um den
eines Canarienvogels, eines Papagei's oder eines Affen im 7
Norden Deutſchlands; denn auch dieſe wiſſen ihre Freiheit nicht zu gebrauchen und erliegen ſehr bald dem Hunger oder dem Klima. Ich will damit nur einfach ſagen, daß die Schwärmer für die Emancipation eine Grauſamkeit verthei⸗ digen in dem Wahne Menſchlichkeit zu predigen.
Die Producte der Tropenländer können nun einmal nicht anders als durch Negerarbeit gewonnen werden, und
mundi!
und ſie iſt unter dem Zelte geſtorben, worin ſie gelebt hat. Ihre Unterthanen leiſteten ihr einen blinden Gehorſam, und ſie übte auf ihren Stamm ein unglaubliches Uebergewicht aus. In ihrem Zelte herrſchte eine unglaubliche Reinlichkeit, wovon der Coroner ſich ſelbſt zu überzeugen die Gelegenheit hatte. Er fragte mehrere Frauen, welche das Bett der Verſtorbenen umgaben, wie Barbara gelebt und wie ſie die Anſtrengun⸗ gen dieſer nomadiſchen Exiſtenz habe ertragen können.
„Ach!“ wurde ihm geantwortet,„wenn unſre arme Köni⸗ gin in einem Workhouſe gelebt hätte, ſo würde ſie ſeit langer Zeit nicht mehr exiſtirt haben. Die Atmoſphäre in dieſen Arbeitshäuſern iſt verdorben. Wir bedürfen die Freiheit die reine Luft, den Himmel. Heute ſind wir in den Ebenen, morgen auf den Gebirgen.“
„Ihr betrachtetet demnach Bärbara als Eure Königin?“
„Ja und Nein; ſie war die Königin unſres Stammes; wir liebten ſie ſehr und verehrten ſie; indeſſen werden Sie, Herr Coroner, begreifen, daß wir in dieſem Land nur eine einzige Souveränin anerkennen, und das iſt die Königin Vic⸗ toria, welche Gott beſchützen möge.“
„Dieſe Geſinnungen machen Euch Ehre«“
„Sie ſehen, meine Herren,“ ſagte der Coroner zu ſei⸗ nen Begleitern,„dieſe Frauen ſagen, die Arbeitshäuſer ſeien ſehr ungeſund. Es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß Barbara nur deshalb ein Alter von neunzig Jahren erreicht hat, weil ſie im⸗ mer unter dieſem Zelte gelebt hat.“
Arme Barbara! Ihr königlicher Mantel beſteht in Lum⸗ pen, die jetzt ihren Leichnam bedecken! Sic transit gloria C.
in dem Maße, wie die Neger an Zahl abnehmen oder eman⸗ cipirt werden, wird auch das Quantum der Producte ſich
vermindern, weil der Europäer in jenen Ländern kein Feld⸗
arbeiter ſein kann, und ohne Arbeit keine Producte von ihnen . d* 2 8 2 2—
zu erzielen ſind. Die Emancipiſten wollen aber, daß der
Negerſclave in ſeinem Vaterlande bleibe, wo er als Barbar ſein Daſein beſchließt; dann müßte die Production der Tro⸗
penländer ſich bis zu einem ſolchen Grade vermindern, daß die civiliſirten Einwohner zur Auswanderung genöthigt wür⸗
den und die dableibenden ſo ſehr in die Barbarei zurückfallen, daß jene Länder eben ſo gut unentdeckt geblieben wären und
man ſie den menſchenfreſſenden Indianern gelaſſen hätte.
Schon Las Caſas hat richtig eingeſehen, daß ſchwere Arbeit unter einem tropiſchen Himmel nur durch Neger ver⸗
richtet werden kann, und dieſe Meinung iſt durch drei und
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ein halbes Jahrhundert nur beſtätigt und zu einer unumſtöß⸗
lichen Wahrheit geworden, daß es gewiß iſt, daß die Colo⸗ nieen in der heißen Zone ohne Negerarbeit gänzlich werth⸗ los ſind. 6.
Eine Zigeunerkünigin.
In der Nähe von London iſt kürzlich eine Königin ge⸗ ſtorben, und der in London erſcheinende„International“ ſagt in Bezug auf dieſen Todesfall:
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Wenn auch die Welt davon nicht aufgeregt worden iſt,
ſo hat doch wenigſtens die Polizei die Urſache dieſes Todes wiſſen wollen. Barbara Lee, die Zigeunerkönigin, war 90 Jahr alt
Einträgliche Talente.
Geſang, Muſik und Tanz verhelfen in ihrer Vollkom⸗ menheit zu großem Reichthum. Das ergiebt ſich recht deut⸗ lich aus den folgenden Angaben.
Die Malibran empfing in London für jeden Abend, wo ſie im Drury⸗Lane⸗Theater auftrat, 150 Pf. St.
Das Honorar der Griſi für ihre Mitwirkung bei ei⸗ ner muſicaliſchen Feierlichkeit in Newyork war 400 Pf. St.
Die Einnahme derſelben Sängerin von einer in Lon⸗ don gegebenen Soiree betrug 2,400 Pf. St.
Lablache erhielt für ein zweimaliges Auftreten 150 Pf. St. Für jede Unterrichtsſtunde im Geſang, welche er der Königin Victoria ertheilte, empfing er 40 Pf. St.
Das zweite Benefiz der Taglioni in Petersburg ertrug 51,000 Silberrubel(204,000 Fr.). Während der Vorſtel⸗ lung ließ der Kaiſer ihr ein Bouquet von Vergißmeinnicht überreichen, das aus Diamanten und Türkiſen gefertigt wor⸗ den war.. Dieſelbe Tänzerin erhielt in Hamburg für jedes Auf⸗ treten 1000 Thlr.
Paganini ließ ſich für jede Lection des Violinſpiels, die er gab, 2000 Fr. bezahlen. 5
Hummel hinterließ bei ſeinem Tode ein Vermögen von 100,000 Thlr. und eine Menge koſtbarer Geſchenke, die er an allen Höfen Europas erhalten hatte. In ſeinem Nach⸗ laſſe fanden ſich 26 Ringe mit ſehr werthvollen Diamanten, 34 goldne Tabatièren und 114 koſtbare Uhren.“
In ihrer guten Zeit ſangen Mario und Alboni nur für 2000 Fr. für einen Abend, und Tamberlick empfing für jedes Auftreten 2500 Fr.
Herz und Thalberg brachten jeder von einer Kunſtreiſe nach Amerika mehr als 300,000 Fr. zurück.
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