Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
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ter Vermittlung abzumachen,

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dann ſtreng auf der Bezahlung des herkömmlichen Ducatens be ſtand. Ganz umſonſt durfte das Hofgeſinde übri⸗ gens nicht dienen, gewöhnlich bekam ein Knecht jähr

die aber

lich 4 Thaler Lohn und eine Magd 2 2 Thaler; alle aber 12 Ellen Leinwand zu Hemden. Dagegen wur⸗ den ſie vollſtändig genährt, Kartoffeln war die Haupt⸗ ſache, Rüben, Kraut, Erbſen, u. ſ. w. Fleiſch er⸗ hielten ſie an den drei hohen Feſttagen, dann auch

auch mitunter in der Ernt verabreicht wurde. Auf dieſe Weiſe koſtete auch die Haushaltung nicht viel. Dazu kam, daß jedes Bauer⸗ haus nach Verhältniß des Vermögens jährlich

Branntwein, der ihnen

Feui

Amerikaniſche Sclaverei und die Idee des freien Negerthums.

Indem es immer mehr den Anſchein hat, daß ſich der amerikaniſche Krieg ſeinem Ende zuneigt, rückt die Löſungs⸗ frage der Sclaverei oder Nichtſclaverei immer näher und dieſe Frage, welche alle Welt intereſſirt, ſcheint, je näher ſie kommt, je un lösberer. Ganz Amerika ſtreitet ſich, in zwei Parteien getheilt, darüber, und auch Deutſchland nimmt leb⸗ haften Antheil. Doch es kommt dabei oft ſoviel Mangel an Sachkenntniß zu Tage, daß man zur Erhellung mancher Punkte um ſo nachdrücklicher auf das hinweiſen muß, was ſchon vor längerer Zeit ein kundiger anonymer Autor darüber

vortrug.

Er iſt vielleichtzu warm für die Selaverei, doch er hat in vielen Stücken vom praktiſchen Standpunkte aus ſehr Recht.

Die Sclaverei, ſagt er, iſt ſo alt wie die Geſchichte des Menſchengeſchlechts. Schon Abraham war Selavenhalter, die Juden, die Aegypter, die Phönicier, Aſſyrer, Griechen und Römer hatten Sclaven, leibeigne Knechte; und allent⸗ halben, wo Macht und Anſehen ſich in einzelnen Perſonen oder Claſſen vereinigte, gab es Sclaven bei allen Völkern. Es iſt dies eine ſo bekannte Thatſache, daß es weniger darauf ankommt, als dielmehr auf die nähere Beleuchtung des jetzi gen Zuſtandes der E Polavercn ſowie ihrer Urſachen und Wir⸗ kungen.

In Deutſchland, ſowie in den Nachbarländern, in denen Sclaverei, wenigſtens dem Namen nach, nicht exiſtirt, ver⸗ ſteht man unter Sclaverei faſt nur allein die Leibe igenſcha ft der Neger in Amerika, und ſelbſt darüber herrſchen ſo ſelt⸗ ſame Begriffe, daß man nicht weiß, ob die Verbreiter derſel⸗ ben aus Unwiſſenheit oder Intereſſe handeln. Schon in den Kinderfibeln ſieht man Neger abgebildet, welche mit ſchweren Ketten beladen an einem Pfluge ziehen; man lieſt in Erzäh⸗ lungen von grauſamen Strafen, die der geringſten Kleinig⸗ keit wegen über ſie verhängt werden, ſowie eine Menge an⸗ derer Unwahrheiten und Ahgeſchmacktheiten, die leider nur zu allgemein geglaubt werden. Mit einer krankhaften Phi⸗ lanthropie predigen wir demokratiſche Gleichheit allen Völkern, und verlangen vor Allem, daß der afrikaniſche Sclave eman⸗ cipirt werde. Wie und auf weſſen Koſten dieſes geſchehen

Novellen⸗Zeitung.

mußte.

beſchaffen zu können.

beſtimmte Anzahl von Gänſen und Hühnern abliefern Auch mußte jede Familie jährlich eine be⸗ ſtimmte Quantität Garn ſpinnen, um für die Hofeleute zu liefernde Menge Leinwand zu Hemden Eine bedeutende Einnahme der die Schafzucht, hatte darin eine daß die herrſchaftliche Heerde das hatte, auf allen Bauerfeldern gehütet zu wer⸗ Daß dem Herrn das Jagdrecht auf allen Unter⸗

die

Landwirthſchaft, große Hülfsquelle, Recht den.

e thanenfeldern zuſtand, verſteht ſich von ſelbſt, auch war

die geſammte männliche Bevölkerung zu den Jagd⸗

dienſten verpflichtet.

lleton.

ſoll, 3:. c..:. Emancipation befriedigt werden.

das gilt uns gleich, wenn nur die Schwärmer für

In Deutſchland wußte wohl Keiner von denen, die den von England zuerſt erhobenen Emancipationsruf wiederhol⸗ ten und verbreiteten, was ihm eigentlich zum Grunde 3 und doch war es dem unbefangenen Denker kein Geheimniß. Dem Politiker konnte es nur auffallen, daß England, welches bei allen Verträgen nur ſein eigenes Intereſſe im Auge hat, auf einmal einen Vertrag ſchloß, der ihm ſelbſt ungeheure Summen koſtete und noch koſtet, durch welchen nur die afri⸗ kaniſchen Sclaven ſcheinbar Vortheil hatten und alle andern Nationen, die er anging, nur Schaden; jeder mußte ſich ſelbſt fragen: mit die Hinayſerung ſo vieler braver Seeleute an der unge⸗ ſunden Küſte Afrikas rechtfertigen? Der Grund war leicht einzuſehen: die ſüdlichen der Vereinigten Staaten, die ſpa⸗ niſchen Antillen und das ungeheure braſilianiſche Kaiſerreich drohten den europäiſchen Markt mit tropiſchen Producten zu verſorgen und den oſtindiſchen Beſitzungen eine gefähr⸗ liche Concurrenz zu bieten; daher lag es in der Politik Eng⸗ lands, die Productionskraft jener Länder zu vermindern, um den Wohlſtand ſeiner Beſitzungen in Indien zu heben, und dazu gab es kein wirkſameres Mittel, und zugleich keins, wel⸗ ches ihren allmählichen aber ſicheren Ruin ſo gewiß ß herbeizu⸗ führen

Seit mehr als 300 Jahren beſtand der afrikaniſche Sela⸗ venhandel, von allen Regierungen ſanctionirt; jeder Euro⸗ päer genoß oder gebrauchte Kaffee, Zucker, Reis, Tabak, Baumwolle und Indigo, ohne daß es je einem einfiel, daran zu denken, wie die Arbeit ſchwarzer Leibeigner dieſe Producte erzeugt hatte; ſo wenig wie einer an den Schweiß des deut⸗ ſchen Bauern denkt, wenn er Brod oder Kartoffeln ißt; die Sclavenhalter, Pflanzer, Bergwerksunternehmer, Viehzüch⸗ ter, Fabrikanten, u. ſ. w. waren geachtete Menſchen; der NameSclavenhändler war in Europa und namentlich in Deutſchland, welches keine Colonien beſitzt, wohl etwas Verächtliches, aber in den Colonien ſelbſt ein Geſchäft, eine Speculation wie jede andere kaufmänniſche Unterneh⸗ mung und höchſtens ſo angeſehen, wie hier in Zeiten der Theurung eine Speculation in Getreide. Etwas Unmenſch⸗

wie wird Suclanr je dieſe Koſten decken, wo⸗

nverſprach, als die Aufhebung des Sclavenhandels.

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