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ihrem, meinem Beſchützer nicht das Grab graben kann. Ich leiſtete langen Widerſtand, ſelbſt Apelt wollte zurücktreten, aber—“
„Nun?“
„Ich gab-Apelt mein heiliges Wort zu ſchweigen über die Gründe, welche mich beſtimmten, ihm endlich meine Hand zu geben. Es ſind ehrenhafte!“
„Und gabſt Du mir nicht auch Dein Wort, frü⸗ her als ihm? Mir konnteſt Du es freilich brechen, ihm mußteſt Du es halten!“
„Franz, ich kann nicht ſprechen! Nur glaube mir, daß ich Dich immer liebte, ewig lieben werde, daß ich täglich für Dich bete, o Franz. Dir liegt die Welt offen wie ein buntes Buch, Du haſt Deine herrliche Kunſt, biſt frei, ich— o ich! Mein einziger Troſt iſt, daß ich bald ruhen werde und daß ich jen⸗ ſeits—“
Sie vermochte vor Thränen nicht weiter zu ſprechen.
Franz faßte ihre Hand, diesmal ſanft, und ſprach in einem Tone, der ruhig ſein ſollte, aber deutlich die tiefſte Bewegung verrieth:„Wann ſollſt Du ge⸗
den, und wo?“
gen um neun Uhr, in der Kloſterkirche!“
diſt Du mir noch nicht entriſſen, aber es iſt auch keine Zeit zu verlieren. Gehe jetzt nach Hauſe, es iſt beſſer. Ich aber, magſt Du auch wie das Grab ſchweigen, will ſchon von Carl Apelt er⸗ fahren, welchen Zwang er ausgeübt hat, Dir ein Verſprechen abzulocken, ich will es erfahren, verlaß Dich darauf!“
„Um Jeſu willen, Franz, was haſt Du vor?“
„Nichts Unehrenhaftes, aber jetzt geh! Faſſe
Du virſt noch mein, geh jetzt, geh!“
(Schluß folgt.)
Jean Paul Marat.
(Schluß.)
Man kennt Marat. Wenn Charlotte Corday in ihrer patriotiſchen Begeiſterung in ihm nur ein wil— des, blutdürſtiges Thier, einen entſetzlichen Dictator erblickte, welcher, indem er ganz Frankreich decimirte, das hauptſächlichſte Hinderniß für die Herſtellung einer achtungswürdigen Regierung war, hatte ſie ſo entſchieden Unrecht? Gewiß nicht! Sie täuſchte ſich
Folge. 663
An einem Sonnabend, am 13. Juli 1793, um ſechs Uhr des Morgens verließ ſie das Hötel de la Providence und ſchlug den Weg nach dem Palais royal ein. Sie durchſchritt mehrere Male den Gar⸗ ten und die Galerien. Der Morgen war ſchön, die Vögel ſangen in dem grünen Laub der Bäume; die Sonne weilte noch hinter den Firſten der Dächer, die Blumenbeete ſtanden in voller Friſche, ein leiſer, reiner Morgenwind wehte über ſte hin. Sie wartete, bis die Läden geöffnet wurden. Um halb acht Uhr trat ſie bei einem Meſſerſchmied ein und kaufte für zwei Franes ein ſtarkes Küchenmeſſer mit einem Heft von Ebenholz, deſſen ſcharfe Schneide ſich in einer chagrinledernen Scheide barg. Ein Ausrufer ging vorüber und bot das Urtheil über die Meuchelmör⸗ der Léonard Bourdon's aus, wovon ſie für zwei Sous ein Exemplar kaufte. Dieſe Angelegenheit hatte Aufſehen erregt, und Charlotte Corday, welche in Caen die politiſchen Journale und Brochuren ge⸗ leſen hatte, wollte den Ausgang des Proceſſes er⸗ fahren, da der Held deſſelben einer ihrer Landsleute
war. Er bildet eine ſchaudervolle Seite der Geſchichte der Revolution in den Departements.
Léonard Bourdon de la Cresnière, aus dem Ornedepartement gebürtig, welcher in Paris Erzieher, dann Nationalcommiſſair am Obergerichtshof von Orleans geweſen war, wurde hierauf Deputirter des Convents. Im März 1793 in das Loiredepartement geſchickt, vereinigte er hier alle Laſterhaften der Pro⸗ vinz um ſich, mit denen er in wilden Orgien, als Vorſpiel zu blutigen Schandthaten, ſich ergötzte. Ei⸗ nes Nachts ging die Rotte betrunken und taumelnd an einer Schildwache der Municipalität vorüber. Auf den Ruf„Wer da?“ antworteten ſie mit einem Piſtolenſchuß, worauf ſie umringt wurden und wobei Bourdon einen leichten Bajonnetſtich erhielt. Er ſchwor, ſich an denen, welche er ſeine Meuchelmörder nannte, zu rächen, und fünfundzwanzig Bürger von Orleans, d. h. fünfundzwanzig Unſchuldige, wurden zum Tode verurtheilt, dreizehn von ihnen wirklich hingerichtet und die Stadt in Aufruhrzuſtand erklärt.
Bourdon war einer der eifrigſten Helfershelfer Marat's, einer der wärmſten Freunde Robespierre's, den er am 9. Thermidor feiger Weiſe verließ.
Man kann ſich leicht vorſtellen, von welchem hef⸗ tigen Abſcheu Charlotte Corday ergriffen wurde, als ſie dieſes Urtheil las. Welch ein neues Verbrechen hatte die ſchreckliche Genoſſenſchaft Marat's hier wie⸗
der verübt! Sie ging, ganz mit dem Vorhaben be⸗
zwar, wie die Folge bewieſen hat, über das Mittel ſchäftigt, zu deſſen Ausführung ſie nach Paris ge⸗ Frankreich Frieden zu verſchaffen, aber ſie opferte ſich, kommen war, in das Palais de la Providence zurück.
um ihr Vaterland zu retten.
Von hier waren die Aufreizungen zum Bürgerkriege
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