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was konnten die nachgiebigen Eltern ſagen? Carl's Wille mußte, wie immer, auch diesmal geſchehn, da— gegen beſtand der Vater auf einem großen Polter⸗ abendſchmauße, bei welchem gehörig gezecht, getafelt und getanzt werden ſollte.
Da die Apelt'ſche Familie ſowie die Walter'ſche viele Freunde hatte, ſo war natürlich eine große Zahl von Gäſten eingeladen, und das herrlichſte Frühlings⸗ wetter begünſtigte das Feſt, welches im großen Gar⸗ ten, der an das Apelt'ſche Haus ſtieß und dazu ge⸗ hörte, begonnen werden ſollte.
Unter den Gäſten befand ſich auch der Revier⸗ förſter Curt und der Arzt der Gegend, Doctor Ring— ler, mit ſeiner jungen koletten Frau. Der Doctor wurde bald an einen Kartentiſch poſtirt, doch ſchaute er ſich von Zeit zu Zeit nach ſeiner Gattin um, welche indeß zu ſeiner großen Beruhigung unter den Frauen ſittſam Platz genommen hatte und ſich um keinen der anweſenden Herren zu kümmern ſchien.
Curt beluſtigte ſich mit andern jungen Männern, zu denen ſich auch der Bräutigam geſellt hatte, mit Kegelſchieben, Marianne verweilte unter ihren Ge⸗ wielinnen, welche in den ſchattigen Gängen des Gar⸗
ad abwandelten, plaudernd, lachend, ſehn⸗ [bend und mit ihm den Tanz erwartend.
Auch ole blaſſe Braut erſehnte den Ball, aber nicht um zu tanzen, ſondern um ſich auf ein Stünd⸗ chen fortſtehlen zu können, denn es war ihr zu Muthe, als folle ihr das Herz brechen.
Eine Stunde von Mildenau entfernt ſteht ein ſtattliches Gaſthaus, der ſchwarze Adler genannt, was weit und breit bekannt und beliebt war.
Vor der Thüre unter den großen Linden und
r dem Hauſe pflegten ſich in den ſpäteren Nachmittagsſtunden bei günſtiger Witterung die Honoratioren des nahen Städtchens und der be⸗ nachbarten Dörfer zu verſammeln, und bei Kaffee und Bier bildeten die 33s e lebendige Zeitung. Was im ſchwarzen Adler erzählt wurde, glaubte die
kleine Welt von Mildenau, wie ſie damals noch einer
Zeitung glaubten. Am letzten April ſaß die Frau Wirthin zum ſchwarzen Adler ungeſtört bei ihrer Nähterei; ein
einziger Gaſt, deſſen ſonnengebräunte Züge ein ſchö⸗
ner dichter Bart verdeckte, offenbar ein Weitgereiſter,
hhle be einem Glaſe Wein aus, offenbar in tiefes
Nachdenken verſunken. Behielt er doch, was die
Frau Adlerwirthin ſehr unhöflich fand, den breitran⸗ digen Hut auf dem Kopfe.
Jetzt hielt ein Wagen vor dem Hauſe, ein wohl⸗ beleibter Herr ſtieg aus, grüßte freundlich und wurde es ſein?“
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von Frau Baumann mit vielen Knixen und Hand⸗ ſchütteln wie ein alter Bekannter empfangen.
„Grüß Gott, Frau Baumann, welche Hitze, und ſchon am letzten April, es giebt hente zur Nacht noch ein Gewitter!“
„Glaube es ſelbſt, Herr Verwalter. fällig, Bier, Kaffee, Milch?“
„Kaffee, denn bei Ihnen iſt er ſtets vorzüglich; aber wie geht es zu, daß Sie ſo allein ſind? Wo iſt Ihr Eheconſort?“.
„Bei Apelt's, ich will ſpäter auch noch hingehen, wenn nicht etwa noch unerwartet Gäſte kommen.“
„Ah, ja, da iſt heute das große Feſt. Bin auch eingeladen, aber habe es abgelehnt zu kommen. Mag mit Curt ſeit dem letzten Auftritte nicht zuſammen kommen!“
„Freilich iſt es beſſer, es iſt überhaupt recht gut, daß der Herr Revierförſter, wie ich höre, in die— ſen Tagen unſre Gegend verlaſſen ſoll. Er wird ver⸗ ſetzt!“
„Hoffentlich hat dann die Geſchichte ein Ende,
was ſoll denn auch dabei herauskommen? Es war eine Thorheit von meinem Freunde Ringler, ein eitles Mädchen zu heirathen, das dreißig Jahre jünger als eer iſt; meine liebe Couſine war jedoch bereits vier⸗ undzwanzig Jahre und mußte wiſſen was ſie that, es hat ſie kein Menſch zu dieſem Ehebündniß gezwun⸗ gen; dem Herrn Revierförſter ſollte aber auch bekannt ſein, daß es nicht ſchön iſt, ſich mit verheiratheten Frauen in Liebesgeſchichten einzulaſſen. Die Frau mag zuerſt mit ihm kokettirt haben, aber ein rechtlicher Mann ſieht dergleichen nicht!“ V„Ja, ja, Sie haben Recht! Es freut mich, daß Sie nicht alle Schuld auf die Frau wälzen, wie es Andre thun. Was es doch mitunter für trübſelige Ehen giebt! Die ſchöne Oberförſters Marianne geht auch keinem glücklichen Leben entgegen, man ſieht es ihr an, daß ſie den jungen Apelt ſehr ungern heirathet!“
„Dann ſoll ſie es nicht thun!“
„Läßt ſich der alte Oberförſter widerſprechen?“
Der ſtumme Gaſt war bei dieſen Worten raſch aufgeſtanden, hatte Reiſetaſche und Stock genommen, und nachdem er ein großes Silberſtück auf den Tiſch gelegt hatte, rannte er fort, als ob ein Lavaſtrom hinter ihm brauſte. Vergebens rief die gewiſſenhafte Frau Wirthin ihm nach, daß er noch Geld heraus zu bekommen habe, der Reiſende kehrte den Kopf nicht herum, und der Verwalter ſagte lachend:„Käme der junge Mann mir nicht bekannt vor, ſo würde ich ihn für einen Engländer halten. Aber— ſollte Er
Was iſt ge⸗


