Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
658
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658 Novellen⸗Zeitung.

genoſſe und Untergebner war. Ich habe genug geſagt, der Ihnen Kummer bereitete, den ganzen Stand haſ⸗ er hält vielleicht meine Rede für die eines alten kalt- ſen? Auch iſt ja Franz Maler, nicht Muſiker, und blütigen Mannes; was ihm ein Jugendfreund, ein die Maler ſind ganz anders, faſt Alle fröhlich, praf⸗

junger Mann vorſtellt, wirkt bisweilen mehr. Ich tiſch hörte aus ſicherer Quelle, daß ſich der RevierförſterMöglich! Doch laſſen wir das. Ich erſuche von Eichenhöhe penſioniren laſſen will; die Stelle iſt Sie meiner Enkelin keinen Brief von Franz mehr zu gut, iſt zehn Stunden von hier; reden Sie Curt zu, geben, gar nicht von ihm zu ihr zu ſprechen, und daß er ſich darum bewirbt; im Stillen will ich mich dem Herrn Maler gefälligſt mitzutheilen, daß er mit bei dem Herrn verwenden, daß er ſie bekommt. Curt meinem Willen Mariannens Hand nie bekommt. Ein hat dann nicht mehr Gelegenheit die Kokette zu ſehn; Wort wie tauſend! bei der Liebestränke brauenden Mamſell Emerenzia Der Lehrer kannte den alten Walter, er ſprach kann er ſich dann nicht mehr einſtellen. Uebrigens auch keine Sylbe mehr, denn wozu dienten Vorſtel⸗ habe ich guten Grund zu glauben, daß der Doctor V lungen bei dieſem Eiſenkopfe? um ſeiner Frau Schleichwege weiß, und wenn auch Er fühlte auch, daß er nicht ganz recht gehan⸗ alt, ſo verſteht er doch keinen Scherz und hat Muth, delt hatte den Briefträger zu machen, da er wohl dazu iſt er in ſeinem Rechte. Hat das junge Mäd⸗ gewußt hatte, wie der alte Walter dachte. Er gab chen um einer Verſorgung willen den Mann gehei⸗ ſein Wort, ſich neutral zu halten, und hielt es auch. rathet, der ihr Vater ſein koͤnnte, ſo muß ſie ihm Marianne war zu ſchüchtern, um den Lehrer zu auch treu bleiben, und damit Baſta. fragen, ob Franz geſchrieben habe, zu ſtolz an den Einige Tage nach dieſer Unterredung ſaß der Geliebten zu ſchreiben, der, wie es ſchien, ſie ver⸗ Oberförſter vor dem Forſthauſe, da kam der Dorfbote geſſen hatte, aber dennoch liebte ſie ihn mit unver⸗ mit der Brieftaſche. Während der Bote unter mehre änderter Zuneigung fort und war feſt entſchloſten ren Briefen den für Walter hervorſuchte, bemerkte deſſen des jungen Apelt Bewerbungen abzuweiſen. ſcharfes Auche ald. uneſl Ceudeit den. Maͤmen Ddes Daß der Sohn des reichen Mannes ſich um die Lehrers und den Poſtſtempel Rom. Blitzſchnell fuhr ſehr liebenswürdige, ſchöne Enkelin des allgemein dem klugen Alten ein Gedanke durch den Kopf, aber 1

3 5 verehrten Oberförſters bewarb, er ſagte kein Wort. wunderbar

Eine Stunde ſpäͤter ging Marianne aus dem unter den erſten Schönheiten der Reſidenz beterkt Hauſe, der Großvater überholte ſie aber unweit des werden, das hatte des Herrn Oberforſtmeiſters Excel⸗ Schulhauſes, aus dem eben die Kinder kamen. Vor lenz und ſogar eine Hoheit öffentlich geäußert, als ihr trat er in das Haus und begrüßte den Lehrer, ſie das letzte Mal bei einer großen Jagd im Forſt welcher den ſeltenen Gaſt mit großer Hochachtung bauſe ein Frühſtück einnahmen; daß aber Marianne empfing und in ſein Blumengärtchen führte.

ſchien Niemandem Ein Mädchen wie Marianne mußte ſelbſt

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die Huldigungen des nicht nur reichen, ſondern auch Lieber Herr Lehrer, ſagte der Oberförſter, ſo jungen hübſchen Mannes höchſt kühl aufnahm, dar bald er ſich mit demſelben allein ſah,ich ſchätze Sie verſtand keiner.. aufrichtig und traue Ihren Worten, darum mache ich Herr und Madame Apelt ſchüttelten die Köpfe keine Winkelzüge; Sie haben Briefe von Herrn Rei⸗ und fingen an ſich beleidigt zu fühlen, und Carl, chel an meine Enkelin beſtellt, thun Sie es nicht deſſen Zuneigung durch Mariannens Kälte zur Lei⸗ mehr. Sie hätten es niemals thun ſollen,

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denn es denſchaft geworden war, fühlte zum erſten Male in

geſchah hinter dem Rücken von dem, der an dem ſeinem Leben ſich niedergeſchlagen, faſt unglücklich. Mädchen Vaterſtelle vertritt und der Großvater iſt. VLaß ſie laufen, Junge, geh' in die Reſidenz, Herr Oberförſter, Franz war mein beſter, lieb⸗ da bekommſt Du das ſchönſte adelige Fräulein! rief ſter Schüler, er iſt mir theuer wie ein Sohn. der Vater entrüſtet, und die Mutter fügte hinzu:Muß

Das iſt Ihre Sache, daß aber Herr Reichel es denn gerade dieſe Marianne ſein? Gewiß wäre Mariannen nicht zur Frau bekommt, das iſt meine ſie mir eine willkommne Schwiegertochter, und ich Sache. hätte gern ein Mädchen aus unſrer Gegend gehe

Die beiden jungen Herzen haben ſich gefunden! welches nicht allerlei Neuerungen und andre

Ich achte es an Ihnen, Herr Lehrer, daß Sie bräuche mit ſich bringt, aber wenn ſie Dich nicht offen Partei für die jungen Leute nehmen, allein ich über Alles liebt, ſo braucht ſie unſer Haus nicht zu ſehe dieſes Verhältniß mit meinen Augen an. V betreten.

Herr Oberförſter, Sie ſind ein kluger und gerech⸗ Carl antwortete ter Mann, können Sie um eines Menſchen willen, ſeiner Eltern gewö

auf dieſe Herzensergießungen hnlich nur mit einem Seufzer und

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