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650 Novellen⸗Zeitung.
lichte Billet, das ſie am 10. Juli(jedenfalls im Jahre ben mögen, er fühle ſein Ende nahen und er habe 1793) an den Bürger Marat richtete: als ein Apoſtel des Schreckens den Reſt ſeiner Tage „Die Bürgerin Théroigne benachrichtigt den tapfe⸗ durch neue blutige Thaten bezeichnen wollen, wie die ren Marat, daß die Patrioten ihrer Section beab⸗ Ausſetzung eines Preiſes auf die rebelliſchen Häupter ſichtigen, ihm am 10. Juli den Bürgergruß darzu⸗ der Capets, die Anklage Longpérier's, Weſtermann's
bringen, um ihn wegen der Angriffe auf die ariſto— u. ſ. w. waren.
kratiſchen Lumps zu beglückwünſchen, deren Opfer der Nun noch ein Wort. Wir haben Marat be⸗ Volksfreund geweſen iſt. ſchuldigt, die Septembermaſſacres organiſirt zu haben, Cnne. Thérongne, und dieſe Thatſache iſt auch von mehreren Hiſtorikern General der Armee.“ vewieſen; wir haben ihn beſchuldigt, nach der Dicta⸗
tur geſtrebt zu haben, was einige Schriftſteller jedoch vezweifeln; wir haben ihn beſchuldigt, Unterſchleife verübt zu haben, was man in Abrede geſtellt hat. Alles das wollen wir aber noch durch folgende Er⸗ zählung Prudhomme's, des Verfaſſers der„Revolu⸗ tionen von Paris“, belegen:
Marat ſchlug zuerſt dem Sicherheitsausſchuß von
Um dieſe Zeit ſchmollte übrigens Marat mit dem Convent; Robespierre und Danton hatten ihm ei⸗ nige Köpfe verweigert. Er trug die tiefſte Verach⸗ tung gegen ſeine Collegen zur Schau, welche dieſe ihm reichlich wiedervergalten; auch brütete er über einer neuen Taktik, um ſie zu beſchuldigen, mit den auswärtigen Feinden Verträge abgeſchloſſen zu haben. 1 zu 1 tcherheite Erſchöpft von ſeiner eigenen Heftigkeit und von Aus— Paris vor, die Gefängniſſe auf eine ſchnelle Art zu ſchweifungen aller Art, kämpfte er vergebens gegen leeren, und ſagte zu Danton am Tage nachdem er die ſchreckliche Krankheit, welche ſeit drei Jahren an Miniſter geworden war:„Biſt Du geſonnen, alle ihm nagte, und ſein Arzt behandelte ihn mit der dieſe gefangenen Schufte gerichtlich zu beſtrafen?“ größten Sorgfalt, obgleich ohne Hoffnung, ihn zu„Warum?“ fragte Danton.„Weil die Halunken uns retten. Seine Feinde konnten ihre Freude hierüber umbringen werden, wenn Du ſie nicht beſeitigſt wie nicht verhehlen, und ein Blatt, die„Chronik von in dem Eiskeller von Avignon. Man muß ſich des Paris“, bemerkte boshafter Weiſe, daß, wenn Marat Adels wie der Geiſtlichen entledigen.“„Ich weiß ſterben ſollte, dieſer Tod einer außerordentlichen Ur⸗ wohl,“ verſetzte Danton,„daß eine Bartholomäus⸗ ſache zugeſchrieben werden müſſe, denn das Eigen⸗ nacht nothwendig wäre, aber die Mittel, ſie ins Werk thümliche aller großer Männer ſei, daß irgend ein zu ſetzen, ſcheinen mir zu ſchwierig zu ſein.“„Laß großes Ereigniß ihre Geburt und ihren Tod verkün⸗ mich nur machen, und bereite Du nur die Deputir⸗ dige. Als ſich eine Deputation Jacobiner zu ihm ten Deiner Bekanntſchaft vor. Wir haben in Paris begeben hatte, um ſich officiell„dch ſeinem Befinden Kerls, an denen jedes Haar ein Schurke iſt, die uns zu erkundigen, erſtattete Manre, der ſich an ihrer ſchon zu einem Handſtreich verhelfen werden.“
Spitze befand, folgenden Bericht hierüber: Am anderen Morgen verbreitete man das Ge⸗ „Wir fanden unſern Bruder Marat im Bade, rücht von einer großen Verſchwörung der Gefangenen,
und auf dem Tiſche ein Tintenfaß, Zeitungen und welche die Patrioten umbringen wollten. Danton,
Bücher, welche ihn unaufhörlich mit den öffentlichen im Grunde nicht weniger blutdürſtig als Marat,
Angelegenheiten beſchäftigten. Er leidet weniger an ging auf deſſen Pläne ein, ohne ihnen ernſtlichen einer Krankheit, als an einer gewiſſen Unpäßlichkeit Widerſtand entgegenzuſetzen; er zog auch noch Ro⸗ gegenzuſeßen; dog
welche niemals die Glieder der rechten Seite ergrei⸗ bespierre ins Vertrauen, welcher jedoch davor warnte, fen wird. Es iſt bei ihm zu viel Patriotismus in ſich mit Marat zu tief einzulaſſen, der ein Böſewicht einem zu kleinen Körper zuſammengedrängt, deſſen ſei. Nichts deſto weniger wurden im Schooße des heftige Anſtrengungen nach allen Seiten hin ihn töd⸗ Sicherheitsausſchuſſes alle Vorbereitungen getroffen, ten. Er beklagt ſich über den Convent, welcher meh- denn ein Jeder wollte bei dem Vorhaben ſich ſowohl rere Vorſchläge über das öffentliche Wohl, die er an an ſeinen Feinden rächen als ſeine Freunde retten. ihn richtete, nicht einmal geleſen hat.“ Die orleaniſtiſche Partei hoffte, die Maſſacres zu
Um ſich des gleichen anſpruchsvollen und hoch⸗ ihrem Vortheil ausbeuten zu können, und wollte die trabenden Tones zu bedienen, wie der Bürger Maure, Proſcription auf Briſſot und den Miniſter Roland könnte man mit viel größerem Rechte ſagen, daß ausgedehnt wiſſen, womit auch Robespierre und Marat an einer Ueberfüllung von Haß und Ingrimm Marat einverſtanden waren. Letzterer machte den gelitten habe, denn es iſt unwahr, daß er ſich damals
Vorſchlag, die Gefängniſſe in Brand zu ſtecken, Dan⸗
von der Mäßigung habe leiten laſſen; er war im ton warf ihm aber vor, daß er durch ſolche Projecte Gegentheil wilderen Sinnes als je. Man hätte iae
den Erfolg des Handſtreichs aufs Spiel ſetze, worauf
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T den?„n W ſclagend. Ein Parende, erzähl von den Theiln ſchen Palaſt.
weroe olc R befte wit, doß Mara⸗ einen Freund zu ſelbſt mehreren zwei Tagen di und Sergent lie welcher ein he Thatſachen bedi In dem S die Art und 2 vollen Nachlaß ſtanden. Eini⸗ wätbre, wenn allei Setgent uber ihre ibr ward beſüloſe Wenn T res geleugnet der Beweis
„G. Abtheilun „Wir, wändebeſchl uns(Panis) ihn de Au Poligi n


