Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
651
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d er habe Aner Tage u, wie die 4 Häupter termann's

Narat be⸗ A haben, oritern der Daa⸗ teller jedoch Unterſchleife geſtellt hat. olgende Er⸗ *Revoln

ſchuß von delle Art 1 machdem er ſonnen, alle beſtrafen? dalunken uns eſeitigſt wie nuß ſich des Ich weiß rtholomand⸗ ſie ins Werk ſein.Laß die Deputir⸗ den in Paris iſt, die uns den. an das Ge⸗ Gefaugenen, n. Danton, als Marat, n ernſtlichen ich noch Ro⸗ Havor warnte, ein Böſewicht Schooße des gen getroffen, en ſich ſowohl reunde retten. Maſſactes zu und wollke die nitrr Roland bespierke vnd achte den ſtecken, Dal⸗ olce Puſei ſetze, worauf

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Vierte

Marat mit eiſiger Ruhe erwiderte: meinem Kopf dafür. Wäret Ihr alle ſolche Kerls wie ich, würden wir zehntauſend Leichen haben. V Marat war noch viel blutdürſtiger als alle ſeine verbrecheriſchen Genoſſen und außerdem der Agent Pitt's und der orleaniſtiſchen Partei. Er verſicherte dieſen Leuten, daß die franzöſiſche Nation ganz dazu geſchaffen wäre, einen Maulkorb zu tragen, und hatte von der engliſchen Regierung eine bedeutende Summe V erhalten. Von den Orleans verlangte er ebenfalls 12,000 Livres, welche ihm aber verweigert wurden, was ein Zerwürfniß zwiſchen Beiden zur Folge hatte. Von da an faßte er die Dictatur als das Ziel ſei ner Schritte ins Auge. Noch vor dem 31. Mai ſagte er zu einem ihm befreundeten Goldarbeiter: Das franzöſiſche Volk bedarf eines Oberhauptes. Das wäre ſchlimm, verſetzte dieſer, ein aufrichtiger Republikaner,und wo würden wir ein ſolches fin den?In mir! antwortete Marat, an die Bruſt ſchlagend. Ein anderer Augenzeuge, Mathieu de la Varenne, erzählt, daß Marat in einer am 30. Auguſt von den Theilnehmern des Complots im erzbiſchöf⸗ lichen Palaſt gehaltenen geheimen Zuſammenkunft ainflößte, indem er ihnen ſeine die Gefangenen ermordet von den Feinden der Re⸗

wereeen publik zu mit, daß Marat am 30. Auguſt unter dem Vorgeben einen Freund zu ſehen dieFeroce beſucht und da ſelbſt mehreren dann doch ermordeten Perſonen in zwei Tagen die Freiheit verſprochen habe. Panis und Sergent ließen den Prinzen von Poix entkommen, V welcher ein hohes Löſegeld zahlen mußte. Solche Thatſachen bedürfen keiner Erläuterungen.

In dem Sicherheitsausſchuß war nebenbei über die Art und Weiſe der Verfügung über den werth⸗ vollen Nachlaß einiger Gefangener ein Zwieſpalt ent⸗ ſtanden. Einige behaupteten, daß man ſich undre

mittire, wenn man ſich mit ſolchen Dingen befaſſe, allein Sergent und Marat trugen mit ihrer Meinung über ihre übrigen Collegen den Sieg davon, und es ward beſchloſſen, daß ſie denſelben verwahren ſollten.

Wenn Marat ſeine Theilnahme an den Maſſac⸗ res geleugnet hat, ſo iſt in folgendem Comitébeſchluß der Beweis enthalten, daß er gelogen hat:

Gemeinderath von Paris, Abtheilung für Polizei und Nationalgarde.

Wir, die Unterzeichneten, welche ſich durch Ge meindebeſchluß mit der Beſtimmung, daß Einer von uns(Panis) ſich drei Collegen wählen ſolle, um mit ihm den Ausſchuß zu bilden, ſich auf der Mairie als Polizei⸗ und Sicherheitsausſchuß conſtituirt haben,

befreien.. Dhomme theilt noch ferner nur um etwa acht Tage förderte.

Folge. 651

Ich hafte mit haben in Erwägung der verwickelten Verhältniſſe und der zu unſerer Mitbürger: Marat den Volksfreund; Defor⸗

erledigenden wichtigen Arbeiten ſechs

gues, Chef des Bureau's der Mairie; Lenfant, Guer⸗ neur, Leclerc und Duffort, zu ihrem mitberathen⸗

den Beiſtand zu erwählen beſchloſſen. Dieſelben werden, in Betracht, daß wir in Allem die Verant⸗ wortung zu tragen haben, unter unſerer Aufſicht Aus⸗ fertigungen vornehmen.

Die Polizei⸗ und Sicherheitsbeamten: Pierre, Duplain, Panis, Sergent, Jourdeuil.

So geſchehen, auf der Mairie, am 2. September 1792. Im Jahre I.

Marat iſt alſo der Erſte auf der Liſte des Aus⸗ ſchuſſes, von welchem die Septemberereigniſſe aus⸗ gingen, und er iſt es mit Recht, denn er hatte die erſte Idee dazu gegeben. Nicht zufrieden, die Ge⸗ fangenen ermorden zu laſſen, beſtahl und beraubte er ſie in den öffentlichen Depots. Als Politiker war er alſo nur ein Erpreſſer und Meuchelmörder, als Mann der Wiſſenſchaft hatte er mit Plattheiten, Pa⸗ radoxen und Plagiaten debutirt, als Privatmann trug er ſchamloſer Weiſe die Feigheit und Ehrloſig⸗ keit zur Schau. Eine Folge ſeiner Ausſchweifungen war es, daß, nach Ausſage ſeines Arztes, das Meſſer, welches ſein Leben endigte, den Proceß der Natur (Schluß folgt.)

Die Eingemauerte. Romanze. Aus dem Böhmiſchen des K. J. Erben überſetzt von

Alfred Waldau.

In Thränen haben Alle getrauert,

Als man die junge Frau einmauert'; Der Herr wildtrotzig am Fenſter ſtand Der Einzige, der kein Leid empfand!

Da flog ein Täubchen mit weißem Gefieder

Zur Frau in die dunkle Niſche hernieder Und lud ſie zum Himmelsfeſt ſüß und hell Drauf flogen zwei Tauben von der Stell'.

Nun kam aus der Höll' eine ſchwarze Krähe Und ſetzt' ſich zum Herrn in des Fenſters Nähe; Sie lud ihn kreiſchend zum Höllenmahl Drauf flohen zwei Krähen aus dem Saal⸗