Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
645
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Mn or l; Mutter liebevol bin kein i ä ein Kind Deine Ehe mit mcht weter zu

Te die die die Nutter, deinen Vater, er

ſchönſten Frau,

ih

m doch w elt nicht ſo ge⸗ zu verdienen ungen, wies ſie t im Strome! n den Händen, die Mutter, ſie ndes Herz und

Liebſtes in der artet, von un⸗ eben ſo ſchnell velche ſelbſt in beſucht hatte, ebewohl geſagt Blüthen.

blüht, iſt auch ſich ſelbſt, 70 koßpatet bitten,

felte ſie nicht, Er hatte nur er Fülle ſeines usſichten hatte er König Lud⸗

wig von Bayern hatte in Rom auch einige ſeiner Bilder geſehn und eins davon gekauft, mit dem huld⸗ vollen Zuſatze, Franz möge, ſobald er einmal nach München komme, ſich bei dem Könige melden laſſen.

Auch Marianne hatte geſchrieben, zärtlich, kunſt los und eben darum ſo liebenswürdig, daß Franz nicht einen Augenblick daran dachte, die holde Mari⸗ anne nur im Entfernteſten durch allzu lebhafte Be⸗ wunderung einer ſchönen Römerin zu kränken.

Im Forſthauſe hatte ſich wenig geändert; vor dreißig Jahren ging weder in noch außer den Häuſern ſo viel vor, als jetzt; nur Curt, der älteſte Forſt⸗

Vierle Holge.

Bei meiner Ehre, ſagte der Vater Apelt, Sie haben von einem frugalen Eſſen geredet, aber ſolchen Wein habe ja ich nicht einmal, wo iſt der⸗ ſelbe her?

Der Oberförſter lachte.Freut mich, Herr Apelt, daß ich doch auch einmal Etwas vor Ihnen voraus habe. Ja, das iſt echter Elfer Domdechant. Pflegte in den Kriegsjahren einen Officier, den ich verwundet am Wege gefunden hatte; der Herr, ein Graf, beſaß ſchöne Güter am Rheine, und ſchickte mir mehrere Jahre hinter einander alljährlich ein Fäͤßchen edlen

gehülfe war in der Gegend Revierförſter geworden; der Oberförſter war ſein Vorgeſetzter geblieben, doch Curt kam ſelten in das Forſthaus, er fürchtete den

Weines, der brave Herr. Er iſt jetzt zehn Jahre todt! Gott laſſe ihn ſanft ruhn! Ein Geſchenk alſo? morgen will ich in die

Stadt und mir von derſelben Sorte denſelben Jahr⸗

ſcharfen, forſchenden Blick des Greiſes, obgleich un⸗ gang verſchreiben, ſoll zu Carl's Hochzeit getrunken abhängig von ihm und im Grunde nur, ſo weit werden; nach dem Preiſe frage ich nicht, brauche ich es ſeine Amtsführung betraf, ihm verantwortlich, legte nicht zu fragen.

er doch hohen Werth auf des Oberförſters Achtung,

Freilich, Sie ſind ja der reiche Apelt, ſagte der

und ließ ſich natürlich, wie er oft zu den jüngern Oberförſter mit gutmüthigem Spott.

Collegen geſagt hatte, nicht gern von dem Alten in

die Karte ſehn.

gin Tag ging bei geregelter, nützlicher Beſchäf⸗

der andere hin, der Hausherr war ſo

ſuu. räftig, ſeine Tochter ſo ernſt und bleich wie immer, Marianne voll Liebe und Hoffnung.

Eines Sonntags Abends deckte Marianne, wie gewöhnlich beim ſchönen Wetter, den Tiſch zum Abend⸗ mahle unter den blühenden Bäumen.

Lege zwei Gedecke mehr auf, richte das Mahl etwas reichlicher als gewöhnlich ein, und hole aus dem Keller im Winkel drei Flaſchen von dem gelb⸗ geſiegelten Weine, ſagte der Oberförſter,ich denke wir bekommen Gäſte.

Marianne that wie ihr geheißen war, im Stil⸗ len ſich wundernd, denn von dieſem Weine gab der Großvater nur für Kranke her, oder wenn der Ober⸗ forſtmeiſter aus der Reſidenz vorſprach.

Als ſie zurückkam, ſah ſie die Gäſte ſchon neben dem Großvater ſitzen, es war der reiche Apelt und ſein Sohn.

Marianne verneigte ſich beſcheiden und verrich⸗ tete mit natürlicher Anmuth alle die häuslichen Ar⸗ beiten, welche einem Mädchen ſo wohl anſtehen.

Die andern Hausgenoſſen erſchienen zur Minute, und auf des Oberförſters Einladung, an dem ein⸗ fachen Mahle Theil zu nehmen, ſagten die beiden Apelt zu, der jüngere mit beſonderer Freudigkeit.

Bei Tiſche war der Hausherr ungewöhnlich hei⸗ ter, er lud fleißig zum Trinken ein und ſprach ſelbſt

Herr Apelt fuhr ſich geſchmeichelt mit der Hand über die Brokatweſte und erwiderte:Je nun, mein Vater hinterließ mir Etwas, und ich habe das Meine zu Rathe gehalten; mein Schwager, der Hofrath, rieth mir auch gut in Bezug auf dieſe oder jene Specula⸗ tion; und ich bin überzeugt, mein Doctor hier wird ebenfalls kein Verſchwender ſein, ſo wenig als ein Knicker.

Glaub's, glaub's!

Hat dieſe Tage zu dem neuen Wagen ein Paar Prachtrappen gekauft, und dabei gezeigt, daß er ſich auch auf Pferde verſteht, ſo gut wie auf die Claſſi⸗ ker. In acht Tagen iſt Jahrmarkt im Städtchen, da dächt ich, es wäre ſchön, wenn er die Frau Muſik⸗ director Lindau und Fräulein Marianne mit dieſem Geſpann nach dem Städtchen hinführte, meine liebe Frau und Sie, Herr Oberförſter

Danke, ich ſchätze die Geſellſchaft der Frau Ge⸗ mahlin ſehr, aber ich muß gehen, wenn ich überhaupt nach Friedland will, ſo ein Jahrmarktstrubel macht nur jungen Leuten Spaß, Marianne kann mit Herrn Carl fahren, in Gottes Namen!

Marianne wurde todtenblaß. Sie kannte die Anſichten des Großvaters, nach welchen ein Mädchen mit keinem fremden Manne, der nicht ſchon im Grei⸗ ſenalter ſtand, ein Wort ſprechen durfte. Erlaubte er ihr mit dem jungen Apelt nach dem Jahrmarkt zu fahren, ſo hatte er ſeinen Grund; Marianne ahnte ihn und zitterte. gen einzuwenden, wenigſtens jetzt nicht.

den Schüſſeln eifrig zu.

Sie wagte aber nicht etwas dage⸗

Als die beiden Apelt ſich verabſchiedeten, klopfte

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