Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
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tigt und verweic

u ſtößt man, wie

ener Krone, noch Rub und Pfan⸗ den. Da ſchwimmt lüͤſtiges Hauchen, idiſcher Wonnen. t noch immer ein

worden, als wir

en Hafenpfeilern

Wie im Flge

durch den Golf bis

Növe, die mit lanz und dunkeln an den Felsberg ße Caſtell von c, wie man eine vind in unſeren Schiffer die Barke nackte Felshöhe. ſedoch immer noch und auch auf der Kudern noch eine raaße zwiſchen n; dort waren eln über's Waſſer Das unaufhörlich Windes in den , das Ineinander⸗

S nſel

machte eine zäl⸗ erſärkte ſich d felten die Welln arke hin und hit

ſo aus, als nif⸗ zerſchellen 60 und Welenduſt

keinen Wärmeſtoff mehr

Vierte

ſehen konnte, gab es hier nur aufſtarrendes Felsge⸗ ſtade, und unſere Caprifiſcher wußten nirgends Be⸗ ſcheid, wo man landen könne. Don Pasquale wollte ein paarmal ein Angſtgeſchrei erheben, der Alte am Steuer zwang ihn wieder zur Stille und Arbeit. Uns aber ermunterte er fort und fort, wir ſollten wieder anfangen zu ſingen. Es ſchien, als wenn unſer Geſang den Schiffern die Angſt vertriebe. Oefter aber, ich weiß nicht, kam's vom ähnlichen Gefühl, oder vom Wellenguß ins Geſicht, blieben die Töne in der Kehle ſtecken. So arbeiteten wir bis tief in die Nacht mit Rudern und Singen und konnten nicht vorwärts kommen.

Als wir um die Ecke ſchaukelten, wo das unge⸗ heure Ruinenſchloß, welches im Volke der Königin Johanna Palaſt heißt, geſpenſtiſch in die Fluthen ſtarrt, wurde die Scene grauenhaft ſchön. Die ſchreck⸗ liche Sage geht, hier habe eine buhler iſche Königin Johanna gehauſet, und wenn ſie eines fröhlichen Ritters ſatt geweſen, ſei das arme Luſtopfer plötzlich durch eine Fallthür ins tiefe Meer geſtürzt. Wenn's

auch nicht wahr iſt, in ſolcher Sturmesnacht glaubt man an jedes Geheul, das aus den Lüften ſchallt, und an jede gräuliche Lüſternheit, die dämoniſch aus Erdtiefen emporſteigt. Mindeſtens flog Jedem auf

unſern paar Bretchen, die ſeufzend und krachend eben

noch zuſammenhielten, eine dunkle Vorſtellung durchs Hirn, wie es etwa ſein müſſe, wenn Einen die wü⸗ thenden Wogen hier zwiſchen die Felſen ſchlügen, daß die brechenden Knochen knackten. Da endlich ſahen wir die Lichter der Chiaja, der Sturm legte ſich raſch, wie er gekommen war, und der Mondglanz ſchwebte

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wieder ruhig über ſilbernem Gewäſſer. An keinem Abend ſchmeckten mir Auſtern und Capriwein ſo herr⸗ lich, als da wir um Mitternacht aus der Barke ſtie⸗ gen am Strande der heiligen Lucia.

Auf Veranlaſſung des Königs Max werden Künſten und Wiſſenſchaften ſo große und liebenswürdige Opfer gebracht, ging Löher nach Italien, um ſein Autoren⸗

talent in ethnologiſcher, ethnographiſcher und hiſtori⸗

ſcher Beziehung an dieſem ewig intereſſanten Lande

zu prüfen. Er hat es bewährt, doch leider genoß

König Max Nichts mehr von den Annehnlichkeiten des hochwillkommenen Reſultates.

Der erſte Theil handelt über Sicilien; ein Blick auf Palermo, auf die Geſchichte des Landes, die Cul⸗ turblüthe der Araber, der Normannen, König Roger und den Kaiſer Friedrich II. eröffnet das Buch. Weiterhin wird von Segeſte, Selinunt, hon dem grie⸗ chiſchen Tempel, Syrakus, Catania, dem Aetna, der romantiſchen Königin Blanca, ſo wie von Meſſina und Reggio ebenſo unterhaltend wie belehrend ge⸗ ſprochen.

Der zweite Band behandelt nur Neapel mit ſei⸗ nen Umgebungen und geſchichtlichen Merkwürdigkeiten, überall an das Leben der Gegenwart voll und friſch anknüpfend.

Das für das große Publicum höchſt leſenswerthe Werk bietet feinſte Beobachtungen und poeſievolle literariſche Gemälde in großer Auswahl dar und er⸗ freut durch die gediegenen Reize, welche Zucht und Correctheit des Styls für wahrhaft gebildete Geiſter gewähren.

Feuilleton.

Die Genies. (Nach Victor Hugo.)

Mit ſchwunghafteſtem Raiſonnement, wobei ſoviel Ge⸗ nialität als Einſeitigkeit mit unterläuft, ſtellt Victor Hugo in ſeinem neuen Werke über Shakeſpeare eine Betrachtung über die höchſten Spitzen der Culturblüthe an. Nicht das ganze Bild, ſondern nur einige ſolche Stellen deſſelben, wie ſie für das große Publicum paſſen, wollen wir hier hervor⸗ heben.

Er beginnt mit einer Beſpiegelung des Genies über⸗ haupt und ſchildert dann höchſt intereſſant und in großen Zügen einige Genien. Er ſagt:

Die höchſte Kunſt iſt die Region der Gleichen.

Das Meiſterſtück iſt dem Meiſterſtücke gleich.

Wie das Waſſer, das auf hundert Grad erhitzt wird, aufnehmen und nicht höher ſteigen

kann, ſo erreicht der menſchliche Gedanke in gewiſſen Men⸗

ſchen ſeine vollſtändige Intenſität. Aeſchylos, Hiob, Phidias, Jeſaias, St. Paulus, Juvenal, Dante, Michel⸗Angelo, Rabe⸗ lais, Cervantes, Shakeſpeare, Rembrandt, Beethoven und einige Andere bezeichnen jene hundert Grad des Genies.

Der menſchliche Geiſt hat einen Gipfel.

Dieſer Gipfel iſt das Ideal.

Gott ſteigt darauf nieder, der Menſch ſteigt hinauf.

In jedem Jahrhundert unternehmen drei oder vier Ge⸗ nies dieſe Erſteigung. Von unten ſieht man ihnen nach. Sie klimmen den Berg hinan, treten in die Wolken ein, ver⸗ ſchwinden und erſcheinen wieder. Man ſieht ſie von unten, man beobachtet ſie, ſie gehen an den Abgründen hin, und manche Zuſchauer würden es gar nicht ungern ſehen, wenn ſie einen Fehltritt thäten. Die Kühnen ſetzen ihren Weg fort. Und ſie ſind hoch oben, in weiter Ferne; ſie ſind nur noch ſchwarze Punkte. Wie klein ſie ſind! ruft die Menge. Sie ſind doch Rieſen. Sie wandern weiter. Der Weg iſt