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Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
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Leipzig, am 23. September 1864.
II. Jahrgang.
Kunst, ſchöne Tliſſenſchaften und Geſellſchuſt.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Varurtheil und Liebe.
Novelle von Julius Mühlfeld.
(Fortſetzung.)
Frau von Holzau befand ſich auf ihrem Zimmer in übelſter Stimmung. Denn ſelbſt das ernſteſte Selbſtvertrauen konnte nach ſolcher Abreiſe des Grafen Palm keine günſtigen Combinationen für eine Ver⸗ bindung mehr knüpfen, und Frau von Holzau war
doch nicht ſo befangen, um ſich das zu verleugnen.
Das war ein completes Scheitern aller Berechnungen,
1 und daſſelbe kränkte und ärgerte ſie um ſo mehr, · weil ſie nicht einmal dem Grafen die Schuld dafür aufbürden konnte, der anfänglich ihr beſtens in die Hände gearbeitet und wirklich das lebhafteſte Inter⸗ eſſe für Leonore verrathen hatte, ſondern weil ſie ſich geſtehen mußte, daß die maßloſe Subjectivität und völlige Blaſirtheit ihrer Tochter ſelbſt den Grafen
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zurückgeſchreckt hatten. Sie war ſelbſt für Leonore’s Unliebenswürdigkeit nicht blind geblieben und hatte ſie oft ermahnt, ihreu Zukunftsplänen das geringe Selbſtzwingens zu bringen, aber Frau von Bieber im vollen Bewußtſein ihrer ſiegenden Schön⸗ heit hielt ſich ſelbſt mit ihren Capricen für unwider⸗ ſtehlich, oder leugnete auch wohl in der Blaſirtheit conſequent jedes Intereſſe am Plan der Mutter. Nun war eingetroffen, was Frau von Holzau be⸗ fürchtet hatte, und ſie vermochte dem Grafen nicht einmal zu zürnen, daß er keine Luſt empfand, ſich an
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eine Frau zu feſſeln, welche ihr Daſein nur für eine Art der Pflichterfüllung gegen die Schöpfung hielt und nach dieſem Grundſatz handelte.
Aber was nun thun? Frau von Holzau hatte ſo lange Jahre die Zurückſetzung von Seiten ihrer vor⸗ nehmen Standesgenoſſen ertragen, und jetzt erſchien es ihr beinah unmöglich dies länger zu dulden. Der Lichtblick, welchen ihr Plan mit ihrem Verwandten, Grafen Palm, ihr in die Zukunft gewährt hatte, wollte nicht wieder vor ihrer Seele entſchwinden, und


