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Vierte Folge.
er ſeinem halb weiblichen Weſen als mäͤnnliches Prin⸗ cip gegenübertritt. Man darf ſich nur mit dem er— ſten beſten mutterwitzigen Mädchen ein wenig fami⸗
liär machen, um zu erfahren, wie ſchwer man ſeinen
Reſpect bei Leuten aufrecht erhält, die ſich, mit oder
ohne unſere Schuld, gewöhnt haben, uns mit profa⸗
nen und dreiſten Augen anzuſehen. Der Verkehr mit feinen, ſich ſelbſt achtenden und vornehmen Perſonen iſt ſehr leicht, ſobald man ſich
ſelbſt nicht im sans façon gefällt, ſondern etwas auf
ſich hält.— Die Schwierigkeit, den rechten Ton zu finden, beginnt erſt im Umgange mit Leuten von halber Bildung und vernachläſſigter Erziehung; mit Solchen, denen mehr Mutterwitz und Dreiſtigkeit, als Delicateſſe und Rückſicht zur andern Natur gewor⸗ den iſt.
Mit imponirender und förmlicher Haltung oder mit directen Abfertigungen iſt es bei dieſen derben Naturaliſten ſo wenig abgethan, als mit großer Freundlichkeit und Beſcheidenheit. gen und Witzreden werden ſehr bald mit cyniſchen Späßen und ſolchen Manövern parirt, in welchen
die Virtuoſen der Ungenirtheit dem menagirten Ca⸗ valier nothwendig überlegen ſind. Die Taktik gegen g
dieſe dreiſten Eindringlinge in die gute Geſellſchaft
Feine Anſpielun⸗
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menſchen noch weniger Umſtände mit ihren Neben⸗ menſchen machen, als mit ſich ſelbſt; und daß ſie obenein, wenn man ihre ſchnöden Humore mit Glück
parirt oder den ausgeſpielten Witz gegen ſie wendet, ein Genre ausſpielen, deſſen Gemeinheit und Hand⸗ greiflichkeit ihnen die Virtuoſität garantirt.... Jeder, der ſich vielfach in der menſchlichen Ge⸗ ſellſchaft von bunteſter Art umher bewegt hat,— und wer hätte dies nicht oder müßte es nicht noch?— wird fühlen, daß in derart Dinge Erfahrungen auf den verſchiedenen Lebenswegen entgegentreten und daß er ſich nach einer praktiſchen Umgangs⸗Philoſophie ſehnt, um möglichſt ohne Anſtoß ſeinen Weg vollen⸗ den zu können. Bogumil Goltz hat es unternommen, ſolche Erfahrungen wie die eben geſchilderten in Worte zu faſſen und zum Theil durch ihre Anſchaulichkeit V ſelbſt, zum Theil durch Rathſchläge und Winke Jung und Alt einen brauchbaren Wanderſtab zu Stütze und Abwehr in die Hand zu geben. Das vorliegende Werkchen, welches ſich anderen früher beſprochenen deſſelben Verfaſſers anſchließt, ohne dadurch ſeine Abgeſchloſſenheit irgend zu ver⸗ lieren, widmet ſich dieſem intereſſanten Thema, das Knigge's berühmter„Umgang mit Menſchen“ bereits iin ſchulmäßig correcter, aber viel weniger feſſelnder
iſt ein Gemiſch von leichtem Witz und Bonhomie, geiſtvoller Weiſe behandelt hat.
von natürlicher Unbefangenheit und einer elaſtiſchen
Durch die lebendigſte Situationsmalerei von Hu⸗
Haltung, die, je nach der Situation, mehr und min— mor, Witz und Farbenfriſche werden hier die Leſer
der nüchtern oder herzlich iſt. Bei beſonders heitern Gelegenheiten können uns dieſe Leute, die ſo gar nichts aus ſich ſelbſt zu machen ſcheinen, indem ſie ſich ganz natürlich gehen laſſen, ſehr ergötzlich und
die Lectüre eines ſittenſchildernden Romans erſetzt finden, und wenn ſie auch dabei mancherlei Paradoxen
und Extravaganzen des genialen Autors mit in den
Kauf nehmen müſſen, ſo iſt doch dieſes Product da⸗
bequem ſein; aber es dauert nie lange, ſo kommen von viel freier, als die meiſten anderen Schriften von wir zu der Erfahrung, daß die ungenirten Natur- Goltz.
Aus dem äüffentlichen Leben in Ungarn.
Ein Geiſtlicher Namens Humel hat harmlos und nicht pietiſtiſch geſchriebene Reiſebilder erſcheinen laſſen, in wel— chen er auch in anſpruchsloſer, aber lebendiger Weiſe über das Tagestreiben in Ungarn ſpricht. Nachdem er die be⸗
kannteren Eindrücke beſchrieben hat, kommt er auch auf einige
intereſſante Specialia, die wir hier mittheilen.
Kaum war ich, ſagt er, am Fuße des Schloßberges un⸗ ter ernſten Betrachtungen angekommen, und wollte die Ofe⸗ ner Stadtpfarrkirche in Anſchau nehmen, ſo ſteht der Ver⸗ ſucher in Geſtalt meines Freundes, eines Kreisförſters aus Prag, neben mir, führt mich nolens volens am Arme hin⸗
heuilleton.
unter zur Donau, wo wir auf einem Dampfboote hinaus⸗ fahren in's Kaiſerbad. Woher der Name Kaiſerbad datirt, weiß ich nicht. Die Ungarn ſagen, daß dieſes Bad ſchon zu Römerzeiten gebraucht worden ſei. Die Orientalen haben immer eine große Leidenſchaft für warme Bäder.
Eine Zeit lang ſeufzte Peſth unter türkiſcher Herrſchaft, und da ſollen die Türken dieſe Bäder vergrößert und mit wenigen Ausnahmen in jetziger Geſtalt den nicht minder badeluſtigen Peſthern hinterlaſſen haben. Ein Dampfſchiff fährt im hohen Sommer von Morgens 5 Uhr bis Nachts 12 Uhr jede Stunde in's Kaiſerbad hin und zurück, theils um Badeluſtige überzuſetzen, theils um Gebadete wieder in


