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in welchem wir Beide glücklich ſind.“
Uierte Solge, 597
„Du ſollſt auch nicht mehr allein ſein,“ flüſterte Glück, welches ich Dir bereiten will nach menſchlicher der Graf nach einer Weile und küßte die Thränen Möglichkeit, ſoll der Dank für Deine Liebe und Dein aus Maria's Augen, welche tiefblau wie ein Stuüͤck Vertrauen ſein.“
Himmel zu ihm aufblickten.„Du ſollſt immer bei Mit heißem Kuſſe beſiegelte er ſein Geloͤbniß, mir bleiben, und unſer Haus ſoll der Himmel werden, und endlich, nach einer ſüßen Stunde des Glückes, V verließen ſie den trauten Platz. Graf Oskar ſchritt
„Immer bei Dir?“ frug ſie mit dem A lusdruck hoch aufgerichtet wie ein Sieger durch den Wald nach des Entzückens. Holzau zurück— Maria wandelte langſam und tief „Immer bei mir, mein ſüßer Engel!“ ſinnend der Meierei zu, in welcher ihre Eltern ſie er⸗
„Und meine Eltern, meine Blumen, mein Wald, warteten. was wird aus ihnen?“ Zuweilen flog es wie ein Sonnenſtrahl über ihre
„Wir wollen ihrer gedenken, wenn wir ſo glück⸗ Züge, und dann wandte ſie ſich um und ſah nach dem lich ſind, und alljährlich wollen wir ſie beſuchen und Wäldchen zurück, in welchem der Geliebte verſchwun⸗ uns bei ihnen, ſie durch unſere Liebe erfreuen.“ den war.
„Aber wie iſt denn das Alles, Oskar? ich kann Aber auch der Lauſcher hatte ſo lange auf der mich noch nicht darüber freuen, denn ich fürchte mich. Lauer gelegen und, im dichten Geſträuche hinter der Nicht vor Dir, Oskar, o mit Dir allein würde ich V Eiche wohl verborgen, jedes Wort der Liebenden ver⸗ ſtets glücklich, ſelig ſein! Aber Du wirſt nicht hier nommen.
bleiben, nicht hier bei uns in der friedlichen Meierei Als ihre Schritte völlig verklungen waren, brach — Du willſt hinaus in die große Welt, und ich ſoll Ul er aus ſeinem Verſtecke hervor, betrat den Platz, wel⸗ Dich dahin begleiten?— Oskar, das wird nicht gut ſchen die Liebenden eben verlaſſen hatten, und ſchnalzte werden, nein, das kann nicht gut werden, das arme vergnügt und pfiffig lächelnd mit der Zunge. und einfache Kind des Waldes paßt nicht zu den vor⸗ V„Tauſend Wetter, das war eine Entdeckung, die nehmen Leuten! O Oskar, ich fürchte mich vor der iſt etwas werth! Wenn die hochmüthige Alte, welche großen Welt! Was wülden die vornehmen Herrſchaf⸗ den Herrn Grafen ſchon ſo ſicher in den Schlingen ten ſagen, wenn Du mich in ihren Kreis führen woll⸗ 35 fiſchblütigen Frau Tochter glaubt, wüßte, in teſt! ſie würden mich mit ihren Blicken vernichten.“ welchen Schlingen der Herr Graf zappelten! O gute
„Ja, das würden ſie wohl thun mögen, mein ſü- Alte, Du thuſt mir leid, denn dieſes Waldfräulein ßer Engel, aber Du haſt ſie nicht zu fürchten und wird den vornehmen Herrn ſchon feſtzuhalten wiſſen, kannſt ihren Aerger ohne Sorge mit anſehen. Denn ſo unſchuldig ſie auch thut, denn er ſcheint ja ver⸗ ich werde Dir zu Seite ſtehen, und meine Liebe wird liebt, raſend wie ein angeſchoſſener Eber. Haha, gute Dich wie ein Schild decken vor Allem! Willſt Du Alte, aber ich muß ihr doch die Neuigkeit bringen, mein Weib werden, Maria, willſt Du mir folgen und auf welche Jagd der Herr Graf in dieſem Wäldchen der Engel meines Lebens ſein?“ zu gehen pflegt. Vielleicht, wer weiß, vielleicht ließe
„Und die gnädige Frau von Holzau und Frau ſich dabei etwas Extraes verdienen.“ von Bieber, was würden ſie ſagen, Oskar! O ſie ſind Er ſetzte ſich nachdenklich auf dieſelbe Raſenbank, ſo hoch und ſo vornehm, und ich bin ſo gering neben von welcher vor Kurzem die Liebenden aufgeſtanden ihnen, daß ſie mich gar noch nie bemerkt haben.“ waren, und überlegte mit ſchlauer Berechnung, ob
„Du ſüße Unſchuld,“ ſagte Graf Oskar lächelnd, und wie das erlauſchte Geheimniß am praktiſcheſten „doch ſprich mir nicht von dieſen Damen! Laß ſie auszunützen wäre.
Alle gehen, Maria, und thun was ſie wollen, ſie ſol— Graf Oskar wanderte langſam in das Schloß len uns und unſer Glück nicht ſtören, wenn wir es zurück. Die Erinnerung an die ſeligverlebte Stunde be⸗ einmal aufgebaut. Antworte mir lieber auf meine ſchäftigte ſeine Seele und erfüllte ſie mit Wonne und Frage, mein Mädchen, willſt Du mein Weib werden?“ Entzücken. Was war das für ein Weſen! Welcher 3„Dein Weib!“ wiederholte Maria mit ſeligem himmliſche Reiz, welcher Zauber der Unſchuld, welch Lächeln,„wie ſchön, wie hold das klingt! Muß ich poetiſcher Duft war über dieſes einfache Waldveilchen es denn nicht, Oskar, da Du es wünſcheſt, und wenn ausgebreitet, das von Niemandem gekannt und ge⸗ ich wüßte, es müßte mein Unglück werden, ich würde ſtört im ſtillen Waldesgrunde emporgewachſen und dennoch nach Deinem Willen handeln müſſen, denn erblüht war, bis er es bei einer ſeiner Streifereien meine Seele geht auf in der Deinigen, und Deine] durch das Wäldchen entdeckt und überwältigt von ſo Nähe iſt der Lebensathem für mich.“ viel Zauber an ſein Herz gezogen hatte! Das war „Du ſollſt glücklich werden, Maria, und dieſes nun kaum erſt einige Tage her, und doch, welche


