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zu rufen; er war ſo ſelig ohne Bedenken, ohne Schat⸗ ten der Erinnerung, ohne Scheu vor der Zukunft, wie
ein Kind es iſt in ſeinen ſchönſten Stunden. Und
wer kann die Freude eines Kindes trüben! Da kam ſie, zögernd unſchlüſſig, er aber lief ihr
entgegen, nahm ihre beiden Hände, drückte ſie an ſein Welche Frau kann
Herz und ſprach ihr von Liebe. widerſtehen einem edlen Manne, der ſie wahrhaft innig liebt und es ſtürmiſch ausſpricht? Wenige! Wenige! Und das ſind gewöhnlich nicht die Beſten. Sie ſah mich zagend an; ich war herangetreten und ihr Blick fragte: Darf ich widerſtehen? Wär' ich nicht ein Un⸗ geheuer?! Ich antwortete ihr darauf laut:„Carl iſt ein treuer Menſch, Sie können ihn unendlich glücklich machen für ſein ganzes Leben, oder unendlich unglück⸗ lich.“„Für ſein ganzes Leben!“ wiederholte ſie. Sie liebte ihn wahrhaft. Statt alſo nach Oſtende zu gehen, wie Louiſens Abſicht geweſen war, gingen ſte nach dem Süden. Aus Como ſchrieb mir Carl überſelig; ein eigenhändiger Gruß von Louiſe ſchloß den Brief.
Ich hatte den Grafen Petrowinski benachrichtigt, daß ſeine Frau fuͤr ihn verloren und die Trennung unwiderruflich ſei, und daß ich Derjenige ſei, der ihm jede verlangte Satisfaction geben würde, da er den wirklichen Entführer ſchwerlich erreichen würde. Er ſchrieb mir einen höflichen Brief zurück, für meine Benachrichtigung dankend, und ließ durchſchimmern, daß er ſeine Frau bei ſeinen politiſchen Plänen ent⸗ behren könne. Es war das gar nicht polniſch gehan⸗ delt, aber ſtellte mich ſehr zufrieden und war erklärlich durch die damaligen Zuſtände. Der große ruſſiſche Krieg, der durch Preußens Neutralität auf die Krim
8 localiſirt wurde, wurde vorbereitet, und die Polen
bauten große Pläne auf die Umſtürzung des Czaren⸗
ceeiches, ſie rechneten ſicher auf Wiederherſtellung der
Polenherrſchaft in ihren alten Grenzen und waren nicht ſicher, ob dieſelben nicht bis an die Weſer reich⸗ ten. Graf Petrowinski behauptete es wenigſtens und führte als Beweis an, daß man den Wendenſtrich aus der ganz polniſchen Lauſitz noch heut über Halle und durch Braunſchweig und Hannover verfolgen könne; auch berief er ſich auf die Karte, die Graf Stanis⸗ laus Potocki ſeinen Aufſätzen über polniſche Geſchichte beilegte und auf der das alte Polen allerdings vom Kaſpiſchen Meer bis zum Canal la Manche reicht. Ich pflichtete ihm natürlich bei und erkannte an, daß die vorläufige Grenze Italiens die Alpen, die wahre Grenze aber die Donau ſei und der alte Pfahl⸗
graben; und da wir die natürlichen Grenzen Frank⸗ reichs ſeit lange kennen, ſo ſei es ja auf einmal klar,
wie groß das deutſche Vaterland ſei; der alte Arndt
Novellen⸗Zeitung.
dem ich folgendes
habe ſich ohne Zweifel verſungen, als er ſagte„grö⸗ ßer“, es müßte heißen:„ſein Vaterland muß kleiner ſein!“— Dieſe ſchönen Pläne wurden freilich durch
Preußens vielgeſchmähte Haltung vereitelt, es iſt dies noch heut bedauernswürdig. eutſchland, wenn es heut zwiſchen den
Welch glückliche Si⸗ tuation für D 40 Millionen Franzoſen, den mit ihnen verbundenen 20 Millionen ewig unruhiger Polen, dem auf 22 Mil⸗ lionen vergrößerten Piemont, dem Peſther Reichstag mit Koſſuth und Klapka und dem Kopenhagener ſü⸗ ßen Pöbel— ſeine Bundesreform anbahnen wollte! Doch unſere Freunde ſind in Italien.
Zwei Jahre ſpäter erhielt ich einen Brief, aus Stück preisgebe:„Da lege ich Ihnen auch die Karte bei von einer reizenden jungen Frau, die Ihre große Freundin iſt und ſo liebevoll von Ihnen ſpricht, daß ich eiferſüchtig werden könnte, wenn Eiferſucht in der Freundſchaft erlaubt wäre. Sie ſagte mir, ſie habe ſeit zwei Jahren Nichts von Ihnen gehört, ſo werden Sie nicht wiſſen, daß die Arme ihren Mann verloren hat, den ſie unbeſchreiblich ge⸗ liebt haben muß, denn ihre Augen ſtrömen noch heut über, wenn irgend Etwas ſie an ihr verlorenes Glück erinnert. Ich glaube, er war bruſtleidend; ſie iſt es auch, und ich fürchte, ſie wird bald mit ihm vereint ſein. Für ſie wäre das wohl ein Glück, aber was würde ans dem armen kleinen Würmchen, das ſie hat! Ich habe nie ein ſo herziges Kind geſehen, ſo lieb, mit ſo großen verſtändigen Augen! Doch man darf ja nicht den Herren von kleinen Kindern ſprechen! Ich hoffe, Sie ſchicken mir einen Gruß für die arme Frau mit.“— Ich ſchrieb ſelbſt an Louiſe— Ein halb Jahr darauf ſtarb ſie in meinen Armen. Sie ruht neben meinem armen Freunde auf dem Monte St. Salvatore über Lugano. Von ihren Gräbern ſieht man alle Herrlichkeit der Welt: die blüthen⸗ und fruchtreichen Ufer des vielgewundenen Sees, um⸗ geben vom ewigen Schnee des Bernina, des Matter⸗ horn und Monteroſa; der alte St. Gotthard liegt zwiſchen ihnen und der Heimath. Viel ſchöner noch iſt es, als auf dem alten Zoll!— Die kleine Caro⸗ lina ward bei den frommen Töchtern der heiligen Urſula erzogen, und ich ſehe ſie häufig. Sie iſt der Abgott der guten Schweſtern, und daß ich's geſtehe, auch der meine.
Gebe der Himmel, daß ihr Leben nie Stoff zu einer Novelle biete!—
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