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der Hand, das iſt ſeine Frau, eine frühere Schülerin aus der Reſidenz. Er verſammelt oft die Mütter um ſich und redet viel mit ihnen über die Erziehung der Kinder, während Walther oft die Männer um ſich ſieht und mit ihnen über Feldwirthſchaft, über Ge⸗ meindeſachen und über Politik verhandelt. Wenn Du aber, lieber Leſer, einmal in's Amtsſtädtchen kommſt und einen ſtattlichen Bauer ſitzen ſiehſt, mit dem Du gern reden möchteſt, und ihn fragſt, woher er wohl iſt, ſo wett' ich mit, er ſagt Dir ſtolz:„Ich werd' wohl en Neubrucher ſein.“
Mein armer Freund.
Von Baron von Scheliha.
(Schluß.)
L. verſtummte. Ich hatte bis jetzt hinausge⸗ ſchaut und nur gehört, jetzt wendete ich mich um und ſah L. auf dem Sopha liegen, verzückt mit geſchloſ⸗ ſenen Augen, als umfing ihn auf's Neue die geprieſene Sinnloſigkeit.„Pfui!“ rief ich,„welch' weibiſche Schwäche! Wie unwürdig des Mannes ſo ganz ſich an willenlos erregtes Gefühl hinzugeben! Schäme Dich, und erinnere Dich und erzähle weiter, oder Du ver⸗ lierſt alles Anrecht auf meinen guten Rath.“
„Pah! Du Barhar! Du Schüler chriſtlicher Reue! Wie kannſt Du verdammen, was Du nie ge⸗ kannt! Doch wende Dich nur wieder dem alten Dom draußen zu, ich werde fortfahren. Ich weiß nicht, ob ich Minuten oder Viertelſtunden ſo dalag; ein herab⸗ geworfener Teller erweckte mich, und ich ſah die ganze Geſellſchaft verſammelt. Louiſe ſaß halb verſteckt hinter der großen Blumenvaſe, ſie war blaß, ſehr blaß; Du weißt von jener ſüßen, verrätheriſchen Bläſſe, die jeder Nervenaufregung folgt. Ich glaube, ſie hat mich auch unter ſich ſitzen ſehen. Bei meinem Nahen färbten ſich ihre Wangen leicht für einige Augenblicke, um die durchſichtige Weiße ihres Teints um ſo mehr hervorzuheben. Ihr gegenüber ſaß die gluthäugige Alexikomnena mit ihrem ausgezehrten Ge⸗ mahl, wie ein Vampyr neben der Leiche, der er eben den letzten Tropfen Blut ausgeſogen hat. Sie iſt auch ſchön, ſchauerlich ſchön, aber welch' ein Gegen⸗ ſatz! Hundert Mal lieblicher noch ſah Louiſe neben ihr aus. Ich hätte ſie umarmen mögen und ſchreien: Ich liebe Dich, Du weißt es, Du fühlſt es ohne Worte! Ich liebe Dich, ſei mein! ſei mein! Aber ringsum
ſaß das ganze ausgewanderte Polen und neben mir
Folge. 583 hüſtelte unſer ſchwindſüchtiger pommerſcher Freund und wollte fortwährend mir Etwas ſagen und mich Etwas fragen; er ſchien alle treuherzige Liebe und Zuneigung, die er zu Dir gehegt, auf mich übertragen zu haben.“
„Ich hatte ihn darum gebeten.“
„Du hätteſt mir auch etwas Lieberes erweiſen können! Kurz, es war geradezu unmöglich, ein ver⸗ traulicheres Geſpräch, das ich ſo lebhaft herbeiwünſchte, anzuknüpfen, und ich mußte mich begnügen, ihr die Erwerbung des kleinen Buches zu erzählen und auf meine eigne Bläſſe anſpielend ihr das ausgewählte kleine Gedicht zu überreichen. Sie las, und ihre Bläſſe verſchwand unter der lieblichſten Röthe, die Stirn, Wangen und Hals überflog. Darf ich das Buch auf mein Zimmer nehmen?» fragte ſie und ſchlug die großen dunklen Augen zu mir auf mit einem ſo eindringlich forſchenden Blick, der gar nicht zu der Frage paßte, ſondern nur zu dem geleſenen Gedicht, als wolle ſie in meinem blaſſen Angeſicht die Größe und Wahrheit meiner Liebe ergründen. Welch günſtiger Augenblick!— da krächzte der verwünſchte Pommer: Kommen Sie, wir wollen eine Partie Schach ſpielen, und zog mich dabei am Arm, ſodaß ich unmöglich ſeine Worte überhören konnte. O wärſt Du doch ſelbſt ein hölzerner Bauer!» murmelte ich. ⸗Was ſagen Sie?“ frug er; doch ich wandte mich weg, ich erſtickte faſt vor Wuth, denn Louiſe erhob ſich, von ihrer Nachbarin aufgefordert— der günſtige Moment war verloren! Ich ſprang auf und freute mich, daß der zurückgeſchobene Stuhl meinen unglücklichen Nachbar verletzte.»Sie wollen ſchon den Saal verlaſſen?⸗»Ich bin jetzt die dritte Tochter von Frau v. L.“ O, die verwünſchte Frau von L.! ⸗Der Abend wird Ihnen in Ihrem Zimmer ſehr lang erſcheinen!« Ihr Buch ſoll ihn mir verkürzen. Gute Nacht.“ Die kleinen weißen Händchen drückten das beneidenswerthe Buch an ihre Bruſt, die anmuthige Geſtalt neigte ſich einen zögernden Augenblick grüßend. Die Augen, dieſe beredten Augen ſagten mir: ich danke Dir!» Ich verſenkte mich in dieſen Blick, ſodaß ich wahrhaftig meinen Gegengruß vergaß. Frau v. L. mit ihren beiden Töchtern rauſchte lächelnd grü⸗ ßend vorüber, und Louiſe ging ſchnell durch den Saal, von allen Seiten gegrüßt. An der Thür wandte ſie ſich um, natürlich nur um Frau von L. zu erwarten, aber ihr Auge traf meinen nachſtarrenden Blick.
Lächelte ſie nicht glücklich befriedigt? Nickte ſie nicht faſt unmerklich mir zu? Galt dieſer Blick wirk⸗ lich mir? Die Damen von L. haben ſie erreicht und entführen ſie als Gefangene. Warum ſchließt der Kellner die Thür? Bei der nächſten Lampe des Cor⸗


