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Der Puſtot
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Zechendorf. Walther hatte ihn auf deſſen zerrüttete Verhältniſſe aufmerkſam gemacht. Paſtor Bürger ließ ſich von dem Alten alles haarklein erzählen, dann er⸗ bot er ſich, ihm das Reugeld zu leihen, was er ſicher werde zu zahlen haben. Dann wies er ihm einen rei⸗ chen Freund zu, der bereit ſein werde ihm zu billigem Zins Geld zu borgen, wenn Barthel's Hypothek viel⸗ leicht bald gekündigt werde. Endlich warb er für Walther um Roſel, erhielt des Vaters Zuſtimmung und verſprach all' ſein Vermögen dem jungen Ehe⸗ paar ohne Zinſen vorzuſchießen, wenn es ein Gut kaufen wolle. Der alte Zechendorf war außer ſich vor Freude und verſprach nie wieder zu ſpielen und zu trinken. Roſel konnte vor Seligkeit und Dank— barkeit nicht reden. Sie beugte ſich über Bürger's Hand und drückte einen Kuß darauf. Dann ging ſie in den Hof und wand Kränze.
Am zweiten Feiertage fiel während des Früh⸗
gottesdienſtes ein warmer Regen nieder, aber dann ward es auch deſto ſchöner. Nach dem Nachmittags⸗ gottesdienſte fuhr aus einem großen Hofe in Neu⸗
bruch ein neuer Leiterwagen, der von vier ſchwarzen
mit rothen Bändern geſchmückten Pferden gezogen ward. Der Wagen war mit Maien geſchmückt, und darauf ſtanden die Muſikanten. Nebenher aber ritten die ſtattlichſten Burſchen auf ihren ſchönſten Pferden. Mitten im Dorfe ſchloſſen ſich noch vier andere ge⸗ ſchmückte Wagen an, und dann ging der Zug hinaus
aauf die Nachbardörfer, um die Gäſte zu holen. Als
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und mit den Kränzen und lebenden Blumen im rei⸗ chen Haare. Sie gingen etwas ſchüchtern neben ihren ſchmucken Burſchen und ſenkten das Köpfchen ein
ſie die Runde gemacht hatten, fuhren ſie zurück bis an die Pfingſtbude. Dort ſtiegen Alle ab und bilde⸗ ten einen Zug. Voran ging die Muſik, dann folgten die Neubrucher Burſchen, und hinter ihnen gingen die fremden Burſchen mit ihren Mädchen in einer langen Reihe. So gingen ſie in das Dorf. Vor jedem Gute oder Hauſe, in dem ein Mädchen war, wurde angehalten, und der Burſche, der ſie ſich zur Tänzerin erkoren, ging hinein, hielt eine zierliche Anrede an Vater und Mutter, überreichte der Maid einen Strauß und führte ſie heraus. Muſik empfing ihn, wenn er in den Zug trat. Es war eine rechte Luſt die Mäd⸗ chen zu ſehen in ihren ſchönen, meiſt weißen Kleidern
wenig, aber das Auge leuchtete darunter hervor und die Geſichter waren roſig angehaucht von der Freude. Die Großmütter ſtanden mit den Kindern in den Thorwegen, und die Eltern lehnten an den Fenſtern. Hie und da ſagte wohl ein Greis, ſo ſittſam ſei es ſein Lebtag nicht zugegangen, man ſähe keine Schnaps⸗ 1 flaſche und höre kein Grölen und Stampfen, aber der
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Zug ſei darum nicht weniger ſchön. Die Burſchen hätten wohl gern gejubelt und die Hüte geſchwenkt, aber ſie thaten es heute nicht, weil die Leichen im Dorfe lagen. Dennoch wäre beinahe die Luſt durch⸗ gebrochen, als man vor Roſel's Thür Halt machte. Walther ging hinein. Es war das erſte Mal, daß er dies liebe Haus betrat. In einfachen, herzlichen Worten erbat er die Heißgeliebte von Vater und Mut⸗ ter. Die Mutter küßte ihm die Hand und der Va⸗ ter ſagte gern„Ja“. Er rieb ſich ſeit langer Zeit das erſte Mal wieder die Hände. O, wie freudeſtrah⸗ lend ging das ſchöne Mädchen an Walther's Seite heraus aus dem Hofe, heraus aus aller Sorge und Noth! Die Burſchen jauchzten doch auf, als die Bei⸗. den zum Zuge traten, und ſie mußten zuerſt gehen, man that es nicht anders.
Als man vor Barthel's Hauſe vorbeiging, hielt die Muſik inne und geiſterhaft ſtill ging der Zug vorüber. An des armen Wilhelm Hauſe ward auch Halt gemacht. Die Mädchen, die faſt alle Kränze in der Hand trugen, gingen hinein und legten ſie nieder auf des Krüppels Sarg. Da geſchah etwas Wun⸗ derbares. Das todte, verbundene Haupt ſank plötz⸗
Folge.
lich auf die Seite nach den Mädchen zu, und es lag ein Lächeln wie Verklärung auf den bleichen Zügen. V Die Mädchen fuhren zuſammen.„Fürchtet Euch nicht,“ ſagte Roſemarie,„er hat Euch immer lieb gehabt.“ Durch ihre Thränen leuchtete eine himm⸗ V liſche Freude.
Als der Zug das Dorf im Rücken hatte, da flo⸗ gen wohl die Hüte, da jauchzten die Burſchen; die Luſt ließ ſich nicht mehr halten. Und bald drehten ſich drinnen die jungen friſchen Paare in der weiten Halle. Vom Tanze glühend, erzählten ſich dann die Mädchen von den Ereigniſſen der jüngſten Tage. Die Mütter ſaßen unter ihnen auf den Bänken und tran⸗ ken das Freibier, das ihnen die Burſchen brachten. Die Männer aber ſaßen vor der Halle an den Ti⸗ ſchen und erzählten ſich Mancherlei beim Kruge. Eine Karte aber ward nicht geſehen, und es gab auch keinen Betrunkenen.
Als die Freude am höchſten geſtiegen war, er⸗ ſchien der Amtsbote unter der jubelnden Menge. Er erzählte, daß er an den neuen Richter eine Ordre ge⸗ bracht habe, die alle beurlaubten Soldaten einberufe. An jeden Einzelnen liege ein Schreiben bei. Die Ar⸗ mee werde mobil gemacht, denn man erwarte Krieg im Laufe des Sommers. Die Ordre verbreitete gar große Beſtürzung, ſie traf manchen der Tänzer. Wohl hatte man in den Zeitungen geleſen von der bedenk⸗ lichen Lage Deutſchlands den Mächten gegenüber, die es gern erniedrigen möchten, aber man hatte im
— p,f


