all ler, wie
amit iſchen Aheismus, Acheliſcher N 8 89 RR
„
der moder⸗
int und in
Jiele zuſtrebt. ſonde rn be⸗ den bekann ſden zu laſſen. den, fuhren
en X„ a Naͤmin⸗
Ann Fuage u Janziſſc 1 Fran ncais? argon zu
ne er⸗ Dann entſtand abiſchen wa⸗
Naade, M was zu ſagen.
nach Bezah⸗
verließ, dom der Han fem⸗
er poetiſche ſa“ geſehen und hatte önne. Mercure, bten für Geld ſehen und techt iſt, hole a zu führen.“
alſo mi nit dem uriſches Halb, rierigket Ein⸗
hatte ein me bei dieſen
riſſes Blin⸗ gah, als ent⸗ n Ge ldbeutel, eigten Damen open ſchienen.
ernſt einem⸗ — 9
Vierte Folge.
Letztere, die Freundinnen nämlich, machten kein Ge⸗ werbe daraus, ſich für Geld ſehen zu laſſen, aber ſie tanzten für Geld. Und zwar tanzen dieſe Damen nicht für wenig. Da ihre Anſprüche gewöhnlich zu hoch für einen einzigen Beſchauer ſind, ſo iſt es das Geſchäft des Götterboten eine Anzahl Schauluſtiger zuſammenzuſuchen, welche alle Willens ſind, einen Theil, etwa ein Zehntel oder ein Zwölftel, der gan— zen Summe zu tragen. Auf dieſe Weiſe bekommt
573
mehr nun auf dem Teppich des Fußbodens in einem Halbkreis herum, der nach unſerer Seite zu geöffnet war. Negerinnen erſchienen und brachten Kaffee und ſilberne Nargilehs(Waſſerpfeifen), welche ſie vor ihre Herrinnen ſetzten. Einige der letzteren begannen zu rauchen, andere ſtreckten ſich in ſchmachtende Poſitur auf die Polſterkiſſen des Bodens, noch andere ſtimm⸗
ten die Mſama oder Frauenmuſik der Mauren an.
man gewöhnlich ungefähr ein Dutzend Zuſchauer zu⸗
ſammen, was immer noch eine Art von Privatgeſell⸗ ſchaft ausmacht— denn öffentlich würde ſich keine Moreske im Hauscoſtüm zeigen. Auch diesmal hatte Mercure ein Dutzend zuſammengetrieben. Jeder ſollte die anſtändige Summe von 25 Franes entrichten, ſo daß die Nbitſa zuſammen 300 Francs koſtete. Man ſieht, dieſe Damen tanzten nicht umſonſt.
Die übrigen Actionäre der Nbitſa erſchienen und waren, mit einer einzigen Ausnahme, Europäer und unintereſſante Geſchöpfe, die ich natürlich keines Blickes würdigte. Die Ausnahme war ein Araber in einem pomphaften Burnus und goldgeſtickten rothen
Stiefeln. Der Götterbote raunte mir in's Ohr, daß dies ein„großer Spitzbube“ ſei. Er ſei Scheikh
eines Stammes des Inneren und beſtehle regelmäßig
den ihm untergebenen Stamm um ſeine ganze jähr⸗ liche Ernte, kaufen und zu verjubeln pflege. in ſeinem Verjubeln begriffen. Die Nbitſa begann. Es mochten etwa vierzehn
Jetzt war er gerade
Frauen beiſammen ſein, welche alle in gold⸗ und ſilbergeſtickte Seidencoſtüme gekleidet und mit Perlen
und Edelſteinen behängt waren. Alles wa
in Schmuch a an ſich trug. dirtder hoherſaume ich den Götterboten:
keineswegs reich ſein können, ſo koſtſpielige Schmuck gegenſtände beſitzen?“
„Was Sie da ſehen,“ antwortete Mercure mit feiner juriſtiſcher Unterſcheidung,„iſt eben nur Be⸗ ſitz und nicht Eigenthum. Heute Abend beſitzen ſie den Schmuck, morgen wandert er nach allen Ecken und Enden. Was Sie da an Schmuck vor ſich er⸗ blicken, iſt das Eigenthum der halben Stadt Algier.“
„Und wie kommt es, daß man es dieſen Tänze— rinnen leiht?“
„Die Mauren leihen einander ſtets ihre Koſt⸗ barkeiten für Feſte und Tänze. Es iſt beiſpiellos, daß derart anvertrautes Gut abhanden gekommen wäre, obwohl Die, denen man es borgt, oft arm ſind.“
Die Schönen ſetzten ſich oder legten ſich viel⸗
haben. welche er jedesmal in Algier zu ver⸗
V Greifendes.
tten Ufer vernimmt.
Dieſe Mſama hatte etwas wunderbar Schwer⸗ müthiges, trotz ihrer Monotonie tief in die Seele Es klang wie ein Geſang, der über einen See hintönt und den man am entgegengeſetz⸗ Einen Augenblick ſchien es, als wollten die Töne ſchwellen und zu lauteren Accorden anwachſen; aber nein! beim Punkte angekommen, wo ſie ſich hätten aufſchwingen ſollen, da ſanken ſie
wieder; Alles glich ſich aus, und die alte Monotonie war wieder hergeſtellt. Denn monoton war es. Es waren nur drei oder vier Töne, immer aus einer
und derſelben Octave, die mit einander abwechſel⸗ ten. Dennoch hatte dieſe ſeltſame Muſik ihren Reiz.
Zu dieſen Tönen begannen nun zwei Mädchen den mauriſchen Tanz. Es war dies ein ſeltſames Tanzen. Ja, konnte man ſo Etwas Tanzen nennen? Kein Europäer würde ihm dieſen Namen gegeben Sie ſtanden aufrecht da, ſie bewegten die Füße ſo gut wie gar nicht, die Bewegung begann erſt in der Höhe der Knöchel und pflanzte ſich, je höher ſie ſtieg, deſto lebhafter und immer lebhafter fort, bis zu dem Punkte, wo ſie ihren Paroxysmus erreichte. Dann nahm ſie wieder ab, der Kopf war beinahe ruhig, wie die Füße ruhig waren. Die Be⸗ wegungen fanden zwiſchen dieſen beiden Polen ſtatt und waren am weiteſten von ihnen am heftigſten. Ja ſie wurden bald ſo heftig, daß die wahnſinnigſte regung ſich der Tanzenden zu bemächtigen ſchien. ugen ſprühten Funken, ihrem Mund entflog es nende Seufzer, die Wangen wurden wie vom thet. Eine letzte heftige wilde Bewegung, a mit der Gewalt des Taumels, der ſich n chtigen drohte, ein ſanftes Hinſchmach⸗ tin, ein nochmaliges Auflodern, ein zweites Hin⸗ ſchmachten, und die Tanzende ſank, wie von einem ſüßen Paroxysmus der Wolluuſt beſiegt, auf die ſchwel⸗ lenden Polſter am Boden nieder.
Nun fingen auch die Anderen alle zu unzen an. Aber ihr Tanz war die ſtete Wiederholung des eben geſchilderten. Die Zuſchauer ſchienen ſich nach eini⸗ gen Stunden dieſer Wiederholung zu langweilen. Wer jedoch allein ſich nicht langweilte, das war der „große Spitzbube“. Dieſer ſchien im Gegentheil einen ſolchen Geſchmack an Tanz und Tänzerinnen zu fin⸗


