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kaum gehört. Nur Einige ſahen zu, wie der Krüppel die Treppe hinunterſtolperte, um Hülfe zu holen. Wal⸗ ther parirte mit ſeinem Stocke alle Schläge, aber der Stock flog zerſplittert aus ſeiner Hand. In dem Augenblicke, wo er ſich nach einem Stuhle umſah, den er zu ſeinem Schutze ergreifen wollte, holte Bar⸗ thel zu einem neuen entſetzlichen Schlage aus. Da ſtürzte Roſel herbei, hing ſich dem Barthel an den gehobenen Arm und rief um Hülfe. Als ſich Walther umdrehte, ſah er, wie der rohe Menſch das Mädchen von ſich ſchleuderte, daß ſie auf ihre Kniee nieder⸗ ſank. Da pfiff er. Im Nu ſprangen ſeine Knechte, die ſich ſchon an der Thüre durchgedrängt hatten, herzu. „Dieſen da!“ rief er ihnen zu, auf Barthel zeigend. „Macht ihn feſt!“
Er ſelbſt warf ſich auf die Uebrigen, riß dem einen den Knittel aus der Hand, trieb ſie mit ge⸗ wichtigen Schlägen hinaus und warf ſie die Treppe hinab. Als er zurückkam, ſah er ſich nach Roſel um, aber die Weiber hatten ſie ſchon weggebracht. Un⸗ terdeß hatten die Knechte dem großen Barthel die Hände auf dem Rücken zuſammen gebunden und ihn trotz ſeines Sträubens und entſetzlichen Fluchens in die Mitte des Saales geſtellt. hinzu und winkte den Andern, daß ſie herbeikommen möchten. Als Alle einen Kreis um ihn gebildet hat⸗ ten, rief er:
„Seht, das iſt der Rieſe, vor dem Ihr Euch ſo lange gefürchtet habt. Iſt Keiner da, der ſich ſeiner an⸗ nehmen will? Vertheidige ihn, wer kann!“
Alles ſchwieg.„Lumpen!“ ſtöhnte Barthel.
„Hört Ihr?“ fuhr Walther fort,„Lumpen nennt
er Euch und er hat nicht Unrecht. Wenn Ihr ihn für den Beſten im Dorfe haltet, ſo müßt Ihr Euch die Köpfe für ihn einſchlagen laſſen.“
Einige machten Lärm und eine Bewegung, als ob ſie Luſt hätten, den Barthel zu befreien. Walther ließ ſich nicht ſtören.
„Warum habt Ihr Euch von ihm an der Naſe herumführen laſſen? Ihr müßt nun hören, wie er Euch Lumpen nennt. Seid vernünftig und geht von jetzt an Euren eignen Weg. Der Barthel wird ſich die Hörner ſchon ablaufen. Seid frei! Ihr könnt's! Seht, der Barthel iſt nicht mehr als Ihr. Gleich ſind wir einander. Keiner iſt mehr, am wenigſten einer, der bei den Soldaten nichts Beſſeres lernt als fluchen und ſchlagen. Seht,“ fuhr er fort, als er ſah, daß ſie ihn ruhig anhörten,„ich bin zu Euch als Freund gekommen und nicht als Feind. Als ich hier⸗
herging, hatte man mich gewarnt, aber ich kam zu
Euch. ich wollte ſie nicht annehmen
Am Fluſſe boten mir die Knechte Hülfe an, Seht,“ rief er mit er⸗
Folge. 549 höhter Stimme,„ich glaubte es nicht; ich glaubte nicht, daß es in einem deutſchen Dorfe ſolche Unmen— ſchen gäbe, die einen Wehrloſen, der um ihre Freund⸗ ſchaft bittet, zu Boden ſchlagen wollten, ich glaubte nicht, daß Ihr alle Sclaven eines Nichtswürdigen wäret. Ich habe mich nicht getäuſcht; es gab nur Wenige, die dieſem Elenden folgten, wie Hunde ihrem Herrn.“
Gleichgültig gaffend ſahen Alle dem Schauſpiele zu, und es gab gewiß Viele, die ſich freuten, daß der Barthel auch einmal einen Klaps bekommen. So war denn der Sieg offenbar auf Walther's Seite, und
groß und ſchön ſtand er unter den Dorfleuten wie
der Edelmann unter ſeinen Hörigen. Hätte er das Bewußtſe in gehabt, daß Roſel ihn ſähe, es hätte ihm
Der Verwalter trat
nichts an ſeinem Glücke gefehlt.
Da trat ein Umſtand ein, auf den er nicht im geringſten gefaßt war. Zum Saale herein, durch die Menge hindurch ſchritt gewichtigen Schrittes der Rich⸗ V ter, Barthel's Ohm, eine derbe, hartknochige Geſtalt in einem weißen Schafpelze, der bis an die Knöchel reichte. Hinter ihm her ging ein Gensdarm.
„Was iſt das?“ fragte er barſch.
„Hülfe, Onkel!“ ſchrie der gebundene Barthel. „Macht mich nur los und ſchafft mir Raum, dann will ich mir ſchon weiter helfen! Iſt das in der Ord⸗ nung? Dürfen die fremden vornehmen Herren hier wirthſchaften wie ſie wollen?'s iſt, als ob kein Rich⸗ ter im Dorfe wäre!“
Walther wollte ſich vertheidigen.„Still Ihr!“ donnerte der Richter.„Ich will Euch lehren, jeman⸗ den zu binden. Losgelaſſen oder Ihr kommt Alle auf vier Wochen in's Hundeloch!“
Die Knechte mußten loslaſſen, einige andere Bur⸗ ſchen lockerten den Strick, und Barthel war frei.
Wie ein gehetzter Stier ſtürzte er ſich auf Wal⸗ ther und verſetzte ihm einen heftigen Schlag auf die Bruſt.
„Laß das, Barthel,“ befahl der Richter ſtreng, „den nehm ich mit!“ Damit winkte er dem Gensdarm, und dieſer führte Walther der Thüre zu.
War es Betäubung von Barthel's Schlag, oder war es Beſtürzung, Walther folgte ſchweigend und mit verſtörtem Ausſehen.
Vor der Saalthür ſtand mit ausgebreiteten Ar⸗ men eine ſchwarze Geſtalt, neben ihr kauerte der Krüppel.
„Der Paſtor!“ riefen Alle. Im Prieſtermantel ſtand Bürger da und drängte wie beſchwörend die Menge zurück.
Unwillkürlich machten der Richter und der Gens⸗
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