die Anſicht der jungen Frau umgeſtimmt. Was ſie
Lady Macpherſon vor wenigen Jahren aus klimati⸗
ſchen Gründen— wie ſie mir ſagte,— abgeſchlagen hatte, das geſtand ſie willigſt dem Mann ihres Her— Sie hing ihm feſt an und folgte ihm lächelnd,
zens. Es war ein glückliches Paar!
wohin er ſie führte.
Auguſt der Starke und der Schmied.
Es jagt der Fürſt von Sachſenland, Auguſt der Starke zubenannt,
Mit ſeinen Herrn durch Wald und Feld; Das Jagdhorn ſchallt, die Meute bellt.
Und als der Hirſch nun hingeſtreckt, Da hatte bald der Fürſt entdeckt:
Es hatt' ſein Roß vom wilden Jagen Drei Eiſen nur davon getragen.
Der Schaden, denkt er, iſt nicht groß, Denn in geringer Ferne blos,
Es lehrt's des Hammers lauter Schlag, Da wohnt ein Schmied, der helfen mag.
Es fand der edle Troß auch bald
Die Schmiede, wo der Hammer ſchallt. „Jetzt Schmied, wollt Eure Kunſt beweiſen, Macht für mein Roß ein neues Eiſen.“
ud als das Eiſeu war bereit, Zerbrach's der Fürſt mit Leichtigkeit Und warf's zur Erde hin und ſprach: „Solch' Eiſen ich nicht brauchen mag.“
Es ſchweigt der Schmied. In kurzer Zeit Ein ander Eiſen war bereit,
Novellen⸗Zeitung.
Das that er dann mit tiefem Neigen Dem überſtarken Fürſten reichen.
Doch wieder brach's der Fürſt entzwei Mit Leichtigkeit und ſprach dabei:
„Ihr ſchmiedet ſchlechte Eiſen, Mann, Solch Eiſen ich nicht brauchen kann.“
Und manches Eiſen ſchmiedet neu
Der Schmied, doch brach's der Fürſt entzwei, So lang ihm mocht der Scherz behagen; Dann ließ er ſeinen Gaul beſchlagen.
Und als es uun zum Zahlen kam,
Der Fürſt'nen blanken Thaler nahm, Reicht' ihn dem Schmied und ſagte dann: „Nun ſchafft Euch beſſer Eiſen an.“
Der Schmied, er lächelt, doch er ſchweigt, Zerbricht den Thaler kinderleicht,
Und lächelnd er zum Fürſten ſprach: „Solch Silber ich nicht nehmen mag.“
Und ſtaunend ſieht ihn Auguſt an,
Reicht ihm den zweiten Thaler dann.
Der Schmied zerbricht ihn ohn' Beſchwerde Und wirft die Stücken auf die Erde.
Und als zerbrochen ſoviel Geld
Der Schmied, als Eiſen er geſtellt,
Da reichte ihm der Fürſt zuletzt
Ein Goldſtück, und der Schmied verſetzt:
„Herr, brauchet Ihr der Eiſen mehr, So kommt zu meiner Schmiede her, Doch rath' ich Euch, erlaubt's zu ſagen, Laßt Euch erſt beſſ'res Silber ſchlagen.“
Der Fürſt eilt mit den Herren fort, Sprach auf dem ganzen Weg kein Wort, Und kam in eine Schmiede er,
Zerbrach er keine Eiſen mehr.
Feuill eton.
Srenexien aus Schottland.
Bei ſeinen Wanderungen durch Schottland beſuchte A Keferſtein auch den hiſtoriſch berühmten Palaſt Holyrood und
hebt daraus einige Eindrücke hervor. Sonnabend 11 Uhr, ſagt er, Woche, wo der Zutritt in
iſt die einzige Stunde de Holyrood unentgeltlich geſtattet iſt Schon hat ſich ein zahlreiches Publicum auf dem geräumiger
Platze vor dem hohen Portale des alten Baues verſammelt,
und immer noch halten elegante Equipagen und Cabs an, um fremde Beſchauer abzuſetzen. Manchem wird die Zeit zu lang bis zum Momente der Oeffnung, und ſie machen ver⸗ gebliche Verſuche, durch die Wachpoſten in den Hofraum des Schloſſes einzudringen. Wir ſind mit der Beſichtigung eines höchſt intereſſanten Brunnenmonuments vollauf beſchäftigt, das ſich in geringer Entfernung vom Palaſte erhebt und be⸗
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