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die ausgeſtandene Todesangſt, die andere an eine milde Stiftung gegeben wurde, nachträglich zu einer Geldbuße von 1000 Ducati verurtheilt. Sein Schiff wurde unter Embargo gelegt, er ſelbſt aber an Bord einer engliſchen Kriegsbrigg eingeſchifft, welche zur Ehre der engliſchen Nation ſofort zur Reclamation der engliſchen Soldatenfrau nach Candia expedirt wurde.
Einen Monat ſpäter verließ die ſchöne Chosra an Bord eines Regierungsſchiffes das Land, wo ſie allerletzt noch ſo Entſetzliches erlebt und Errettung vom gewiſſen Tode nur dem glücklichen Zufall ver⸗ dankte, der mich und meinen Roland in ihren Schick⸗ ſalsweg führte. Zugleich mit ihr ſchiffte ſich auch Capitain Taylor ein, der zum Stabe nach Zante ver⸗ ſetzt war, in dem er ſchon früher unter Oberſt Mac— pherſon längere Zeit als ein höchſt ausgezeichneter Officier angeſtellt zu den ſchwierigſten Miſſionen im Mittelmeere gebraucht wurde.
Es war ein prachtvoller Morgen, an welchem der
„Eagle“ die Anker lichte. Wie an jenem verhängniß⸗ vollen Abend, an dem ich Chosra's Bekanntſchaft machte, nach dem Untergange der Sonne, ſo glühete das Meer heute bei ihrem Aufgange. Die leichte kühlende Briſe, welche, wie gewöhnlich im Mittelmeere, während der Nacht von der See hergeweht hatte, ſtarb allmählich hinweg, um einem leichten Morgenwinde zu weichen, der die Luft mit den Aromen zahlloſer Blüthen erfüllte, die ihre prangenden Kelche den erſten Sonnenſtrahlen erſchloſſen.
Unter den ſchönen Eindrücken der frühen Mor⸗ genſtunde ſtand ich auf der Planke, welche das Schiff noch mit dem Kay verband. Während ich die Hand der ſchönen Griechin zum letzten Male in der meini⸗ gen hielt, und ihr großes glühendes Auge in tiefer Bewegung bald auf mich, bald auf die nicht ferne Stelle blickte, wo ſie ſo nahe an den Marken ihres jungen Lebens geſtanden; als ſich das Auge mit Thränen füllte und ſie endlich kaum hörbar das letzte a Dio flüſterte: erſchien ſie mir noch viel ſchöner als in den Tagen, wo ſie kindlich arglos die Huldigun⸗
gen der vornehmen Welt im Palaſte Monteforte ent— 8
Als Capitain Taylor zuletzt an mich herantrat, mir die Hand zum Abſchied reichte und lächelnd da⸗ rauf hindeutete, daß der Capitain nur auf mein Schei⸗ den warte, um unter Segel zu gehen, da begriff ich, daß es Zeit für mich ſei, ans Land zu gehen, wo ich eher Herr meiner Gedanken zu werden erwarten durfte, als gegenüber den feſſelnden Blicken meines holden Schützlinges.
Roland, der Chosrga’'s Liebling geworden und
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mit einem ſilbernen Halsbande von ihr beſchenkt wor⸗ den war, bellte dem ſcheidenden Schiffe ſo lange nach, als die Geſtalt unſrer Freundin und ihr weißes win⸗ kendes Tuch zu erkennen war. Dann ſchritt er trau⸗ rig an meiner Seite der Terra nuova zu, wo einige Stunden ſpäter eine große Parade vor dem Höchſt⸗ commandirenden, dem Generale du Plat, vor deſſen Abreiſe nach Palermo ſtattfinden ſollte. Der Mor⸗ genſchuß vom Fort Gonzaga rollte dumpf über das Meer, als ich das Thor des Waffenplatzes erreichte.
Faſt in demſelben Augenblick wurden auch die Pforten des Arſenales geöffnet, um eine Abtheilung ſchwer gefeſſelter Sträflinge zur Arbeit herauszulaſſen. Seit einem Jahre ſchon an den Anblick der unglück⸗ lichen Kettenträger gewöhnt, da unſere Quartiere vom Bagno nicht ſehr weit entfernt lagen, blieb ich acht⸗ los ſtehen, um die armen Sclaven vorüber zu laſſen. Es war aber einer unter ihnen, der nicht gleichgültig ſeines Weges ſchritt; das merkte ich, als dicht in meiner Nähe von einer mir bekannten Stimme ein Fluch ertönte, der noch lange grauſig vor meinem Ohre wiederklang. Als ich aufblickte, ſtand Giovanni Negretti neben mir, ſein rollendes Feuerauge ſchoß Flammen wie an dem verhängnißvollen Abende, an dem ich ſeinen Weg durchkreuzte. Nicht ohne Ueberraſchung eben heute mit dem Verbrecher zuſammenzutreffen, bot ich ihm einen guten Morgen.
„Buon giorno, si signore, buon giorno!“ erwiderte er grinſend und lüftete, indem er ſich wie zum Danke höhniſch verbeugte, ſeine Mütze, ſo daß man den kahl⸗ geſchorenen Schädel des Sträflings erblicken konnte. „Signor!“ rief er mit heiſerer Stimme„ſehen Sie
ſich dieſen Kopf an, ich werde Sorge dafür tragen, daß er Ihnen nicht aus dem Gedächtniß entſchwin⸗ det.“ Dann bedeckte er ſich und von einem der Wäch⸗ ter, der ſein Zurückbleiben gewahrte, vorwärts getrie⸗ ben, ſtieß er einen Kehllaut aus wie eine gereizte Hy⸗ äne. Dieſer Ton, wenn man ihn in Sicilien oder
in Calabrien hört, iſt der gewöhnliche Vorbote eines
Dolchſtoßes, und ich bin gewiß, daß Giovanni Ne⸗ gretti der Mann war, der das Stilet mit Sicher⸗ heit zu führen verſtand und keinen Fehlſtoß gethan haben würde, wenn er mir gegenüber auf freien Fü⸗ ßen geweſen wäre. Ich habe ihn nicht wieder geſehen, da wir bald darauf uns nach Genua einſchifften. Wohl bin ich Capitain Taylor, der zum Major und zum glücklichen Gemahl der ſchönen Chosra avancirt war, zwei Jahre ſpäter in Liſſabon begegnet, wo er auf der Heimreiſe nach England an's Land geſtiegen war, um ſeine Gattin mit vollen Zügen den letzten Hauch ſüd⸗ licher Luft einathmen zu laſſen, den ſie fortan viel⸗ leicht für immer entbehren ſollte. Die Liebe hatte
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