Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
537
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In der Schenkſtube gab es auch eine eigenthüm⸗

liche Scene; die Bauern ſaßen an den Tiſchen und ſpielten Karte. Mitten unter ihnen bemerkte man einen fein gekleideten jungen Mann, Herrn von Gordo, von dem man wiſſen wollte, daß er eine Million in Eiſenbahnactien beſitze und die mit Nichtsthun zu verzehren gedenke. Er wohnte beim Wirth, hatte ihm das Haus faſt neu aufgebaut und ließ viel Geld

Folge.

Ein Abenteuer in Meſſina.

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So hatte ich denn endlich auch die Lady kennen gelernt, die ihn zuweilen, wenn er gegangen war, ſcherzweiſe einen Mann von kühner Geſtalt und ein nehmendem Weſen nannte, bei deſſen Anblick man wohl

aufgehen. Es kam vor, daß er für Alle, die mit ſpielten, die Zeche bezahlte. Das war ein Fremder, den die Bauern leiden konnten. Ein großes, voll

formiges Schenkmädchen, das die Haare nach Städter⸗ art aufwärtsgekämmt trug, ging unter den Gäſten umher und reichte das Bier herum. Aber kurz an⸗ gebunden war ſie und ſchnippiſch, wenn es ihr einfiel; nur um Herrn von Gordo machte ſie ſich viel zu thun, ſtrich an ihm herum und drückte ſich an ihn, als ob ſie beide Liebesleute und ganz allein in der Stube wären. Man wußte auch, daß der Junker ihretwe⸗ gen in der Schenke wohnte. Der Schmied, der von den Andern entfernt am Ofen ſaß und gern fort wollte, hatte ihr ſchon einige Mal mit ſeinem Geld⸗ ſtück gewinkt, aber ſie that, als hätte ſie keine Augen für ihn. Endlich, als ſie einmal zufällig vor ihm vorbei gehen mußte, gab ihr der Mann das Geldſtück und bat ſie, ihm herauszugeben.

Ich brauche das kleine Geld weiter, ſagte ſie barſch.Richtet es ein andermal ſo ein, daß es aufgeht.

Jetzt riß dem Manne die Geduld.Dummer Nickel, fuhr er ſie an,Du denkſt wohl, Du biſt eine Gräfin? Ja, was beſonders biſt Du, das iſt wahr. Solch' Lumpenpack, wie Du biſt, giebt es in der ganzen Gotteswelt nicht weiter.'s iſt mir auch gar nicht drum zu thun, an Dich anzutreffen. Danke für die Ehre. Aber wenn ich hierher komme und ein Glas Bier trinke, ſo verlange ich, daß ſich ſolch ein Ding, wie Du biſt, noch ſchönſtens bedankt und mich bedient, wie ſich's gehört. So will ich's haben, ver⸗ ſtehſt? Damit ging der Schmied.

Die Bauern aber glotzten neugierig den Junker an, was der wohl für ein Geſicht mache. Dieſer blickte gleichgültig in die Karte.(Schluß folgt.)

an die alten homeriſchen Helden und die alten Häupt⸗ linge Griechenlands denken könnte.

Seine vorgeblichen Verbindungen mit den ange ſehenſten griechiſchen Häuſern auf den Inſeln mögen in Verein mit ſeinem ſcheinbar anſtändigen Benehmen für Lady Macpherſon die Veranlaſſung geweſen ſein, Negretti vor ihrer Abreiſe zu erſuchen, mir unter dem Schutze ſeiner Gattin bis zum Abgange eines Regie⸗ rungsſchiffes, welche Gelegenheit ſie als die mir zu⸗ ſagendſte feſt hielt, in ſeinem großen Stadthauſe einen Aufenthalt zu gewähren. Die gute Frau kam im Augenblick, als Lady Maepherſon an Bord ging, um mich abzuholen. Hier dieſe Gute dabei drückte ſie der neben ihr ſitzenden Matrone, der die hellen Thränen über die Wangen liefen, zärtlich die Hand ſie iſt keine Theilnehmerin an dem Verbrechen ihres Mannes, von dem ſie, wie ich mehr als ein Mal Zeuge geweſen, Schweres erdulden mußte. Hätte ſie eine Ahnung davon gehabt, welchen Vertrag Negretti mit dem türkiſchen Capitain geſchloſſen hatte, ſie würde heute nicht mit mir die Stadt verlaſſen haben, wie es Negretti wegen des ſchönen Tages und um eine Luſtfahrt auf dem Meere zu machen vorſchlug, ſie würde mir vielmehr mit Gefahr ihres Lebens zur Flucht in die Citadelle behülflich geworden ſein, deſ ſen Commandanten ich durch Lady Macpherſon be⸗ kannt wurde. Sehen Sie, mein Herr, ihre Thränen! Erſt im Augenblick der Ausführung erhielt ſie Kennt⸗ niß von dem verruchten Plane, als Negretti drohend vor ſie hintrat und ihr befahl, keinen Laut von ſich zu geben, wenn man kommen würde, um mich an Bord der Schabecke zu holen. Nun, das Uebrige wiſſen Sie, ohne Ihr Hinzukommen läge ich jetzt auf dem Grunde des Meeres. O, wie danke ich Ihnen!

ſſetzte ſie feurig hinzu, nochmals meine beiden Hände

an ihr Herz drückendChosra wird nie des Ret⸗

ters aus ſo großer Noth vergeſſen; kann ich weiter nichts für Sie thun, werde ich für Sie beten. Nach dieſen Worten warf ſie ſich mit ſüdländi⸗ ſcher Leidenſchaftlichkeit, ehe ich es verhindern konnte, zu meinen Füßen und flehete mit einem Blick, den ich nie vergeſſen werde, ſie ſo bald als möglich fort