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Spiegel, und ich ſah ſie in nicht großer Entfernung treiben. Die Gewänder hatten ſie hoch gehalten, aber ſchon deuteten die ſchwachen Bewegungen der Arme auf den fürchterlichen Kampf, in dem ſie unter⸗ gehen mußte, wenn upbt die ſchnellſte Hülfe kam. Geiſterhaft leuchtete das vom letzten Schimmer des Abendrothes umfloſſene Haupt, welches die Arme nur mit Mühe über dem Waſſer hielt. Es war nirgends in der Nähe ein Nachen zu erblicken, und in dem einzigen, den ich in einiger Entfernung am Strande entdeckte, erhoben ſich bei meinem Näherkommen zwei Männer, die ein kleines Segel beiſetzend eilfertig das Weite ſuchten, indem ſie einer türkiſchen Schabecke zuſteuerten, die, wie es ſchien, um Waſſer einzuneh⸗ men, ſchon mehrere Tage dort vor Anker gelegen.
Nachdem über dem Ganzen nicht viel mehr als 10 Minuten vergangen ſein mochten, blieb mir bei meinem lahmen Arm nichts anderes übrig, als durch meinen treuen Hund einen Rettungsverſuch zu unter⸗ nehmen. Roland aber ſtand neben mir, bald das Meer, bald mich unter freundlichem Wedeln anblickend, mitunter ein kurzes Geheul ausſtoßend. Ich warf einen Stein, um dem Thiere die Richtung zu bezeich— nen. Aber es bedurfte deſſen nicht; längſt hatte er den Gegenſtand meiner und ſeiner Theilnahme ent⸗ deckt. Mit einem Satze war er unten, und durch⸗ furchte, ſein Ziel im Auge, die glitzernde Meeresfluth. Nach wenigen Minuten hatte der vortreffliche Hund, etwa zwanzig Faden vom Ufer, die Stelle erreicht, die ohne Roland wenige Minuten ſpäter das Grab der Unglücklichen geworden ſein würde. Nur einmal umkreiſte das kluge Thier die noch matt ſchwimmende Geſtalt, dann erfaßte er an der Schulter einen Theil des Gewandes und mandte ſich mit ſeiner Laſt dem Ufer zu.
Es mochten vom Anfange des Vorfalls bis zu dem Augenblick, wo ich die Gerettete noch athmend am Strande in meinen Armen hielt, nicht zwölf Mi⸗ nuten vergangen ſein. Ein Blick auf das ſchöne Ge⸗ ſicht war hinreichend, ein ſeltenes Gemiſch von eben ſo ſchönen als faſt orientaliſch zu nennenden Zügen zu erkennen. Roland wälzte ſich einige Male im Sande, dann umſprang er uns unter lautem Freuden⸗ gebell. Mit Hülfe des das Piquet befehligenden Ser⸗ geanten, welcher unterdeſſen zu meinem Beiſtande her⸗ beigeeilt war, führte ich die Gerettete in das Haus zurück, deſſen Schwelle ſie ſichtlich erbebend betrat. Sobald ich ſie der Aufſicht einer vorgefundenen ält⸗ lichen Frau übergeben hatte, welche die Gerettete, bei ihrem Anblick hoch erfreut, herzlich begrüßte, verſchloß ich das Gemach und begab mich in das Kaffeezimmer, wo die Soldaten ſowohl den Wirth als den Türken
Dierte Folge.
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in ein ſtrenges Verhör genommen hatten. Der Ser⸗ geant aber flüſterte mir, ſobald ſich die Thür hinter dem ſchönen Mädchen geſchloſſen hatte, in ſeinem brei⸗ ten ſchweizeriſchen Dialekte zu:„Ich müßte mit Blind⸗ heit geſchlagen ſein, wenn ich nicht in unſerer Geret⸗ teten die junge griechiſche Dame erkennen ſollte, welche Lady Macpherſon von Zante mit herübergebracht hat, als ihr Gemahl, der Oberſt, die Commandanten⸗ ſtelle in der Feſtung erhielt.“
Der Kaffeewirth ſtand mit gekreuzten Armen in einem entfernten Winkel des Zimmers, den ſtarren Blick auf den Türken gerichtet. Statt einer Antwort auf die an ihn gerichteten Fragen waren gottesläſter⸗ liche Flüche, Verwünſchungen gegen jenen und gegen die Engländer Alles, was man von ihm herausbringen konnte.
Der Türke dagegen trat ruhig vor mich hin und wiederholte, was er bereits in ſeiner lingua franca dem Sergeanten geſagt hatte:„Gott iſt groß, Herr, ich aber bin unſchuldig, wenn etwas Böſes hier vor⸗ gegangen iſt. Es war ein reiner Handel um 400 ſpaniſche Piaſter. Ich glaubte damit ein gutes Ge⸗ ſchäft gemacht zu haben, als dort der Chriſt, Negretti“ — dabei flog ein leichter Hohn über ſeine nicht häßlichen Züge—„mir das Griechenmädchen,— mit deren Bewilligung, wie er ſagte— für 400 Piaſter zum Eigenthum überließ. Hat der Chriſt mich falſch berichtet, wie es den Anſchein gewinnt, ſo wird aus dem Handel nichts, und ich bin zufrieden, wenn er mir die ihm gezahlten Zechinen wieder erſtattet.“
In dieſem Augenblick erſchien der Soldat, den ich als Wache vor dem Zimmer der Geretteten zurück⸗ gelaſſen, mit der Meldung, daß die ſchöne Dame mich zu ſprechen wünſche. Ich überließ die Gefangenen der Obhut des Sergeanten und folgte dem Soldaten. Als ich das kleine, von einer Kryſtalllampe matt er⸗ hellte Zimmer betrat, fand ich das junge Mädchen in friſche ſeidene Gewänder gehüllt, in halb liegender Stellung, den Kopf auf den Arm geſtützt, auf einem Divan. Erſt jetzt ſah ich deutlich, daß meine Gerettete eine vollendete Schönheit war. Mit einem Lächeln, an dem Schmerz und Freude gleichen Antheil hatten, ergriff Chosra, ſo war ihr Name, meine Hand, die ſie zu wiederholten Malen an ihre Lippen und an ihr hochſchlagendes Herz drückte, ſo daß mir ganz ſonder⸗ bar dabei zu Muthe wurde. In ziemlich geläufigem Engliſch bat ſie mich neben der Ottomanne Platz zu nehmen. Dann erzählte ſie mir— Mißdeutungen vor⸗ zubeugen, wie ſie traurig lächelnd bemerkte, im Fol⸗ genden ihre Lebensgeſchichte.
„Mein Vater,“ begann ſie mit ſanfter einneh⸗ mender Stimme,„ein bemittelter Kaufmann in Zante,


