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Die Wahnſinnige lag auf ihrem Lager und regte ſich nicht; ſie ſchien zu ſchlafen.
Die Wärterin ging voran, von den Eltern leiſe gefolgt. Ja, Agnes Lindau ſchlief— ſie ſchlief, um nicht mehr zu erwachen!.
Ein Tuch, welches feſt um ihren Hals gewunden
war und das die erſtarrte Hand noch krampfhaft feſt⸗
hielt, löſ'te das Räthſel ihres Todes.
Die greiſe Wärterin drückte ihr ſchweigend die Augen zu.
Die alten Leute weinten ſtill an der Leiche des Weſens, von welchem ſie einſt die Freude ihrer alten Tage erhofft hatten. Sie hatten ſchon ſo viel erlebt, ſchon ſo viel geweint und gelitten, als ihr Kind noch lebte; aber die Armen mußten den Kelch bis zur Neige leeren.
„Die Himmelsgabe! die Himmelsgabe!— Arme Eltern, warum hattet Ihr mir nicht geglaubt; nun iſt Euer Theil die Verzweiflung! Arme Leute!“
Liſe blickte erſchrocken auf; dieſe Worte, dieſe Stimme— ſie konnten nur Einer angehören— die greiſe Wärterin verließ eben die Zelle.
„Wer iſt die alte Wärterin?“ fragte Liſe den nächſten von den Leuten, welche unterdeſſen eingetre⸗ ten waren und die Leiche umſtanden.
„Die alte Sibylle?“ entgegnete dieſer,„ſie iſt eine alte Zigeunerin, welche ſie vor einer Reihe Jah⸗ ren in das Irrenhaus brachten, weil ſie den Leuten draußen wahnſinniges Zeug prophezeite. Hier aber
macht ſie ſich ſehr nützlich und iſt die beſte und ſorg⸗
ſamſte Wärterin.“
„Sie hat entſetzlich Recht behalten!“ flüſterte Hans Lindau unter Thränen; er dachte an jene Stunde, wo der Graf Brenken die kleine Agnes von ihnen gefordert hatte; ſeit jener Stunde hatte das Ver⸗ hängniß über ihnen geſchwebt, welches ſie heute zer⸗ ſchmetterte.
Der Prediger der Anſtalt trat eben ein, um die Leiche einzuſegnen. Noch ein heißes Gebet ſandten die alten Leute zum Throne des Ewigen, dann wank⸗ ten ſie langſam in ihr Dorf zurück.
Am andern Morgen erſt war Liſe im Stande, in das Schloß zu gehen, um der Gutsherrſchaft von Agnes' Tode Nachricht zu geben.
Man führte ſie in das Zimmer, in welchem ſich Rudolph von Löwen und ſeine Gattin Marianne be⸗ fanden, welche tief erſchüttert das ſchmerzliche Ereig⸗ niß vernahmen.
Als vor einem Jahre, nach dem traurigen frei⸗ willigen Tode des Grafen von Brenken, die Männer des Geſetzes ſeinen Nachlaß ordneten, fand ſich ein Teſtament vor, welches der Graf unmittelbar vor ſei⸗
Vierte Folge,
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nem Tode verfaßt haben mußte. Daſſelbe entzog ſeinen Verwandten außer mehreren Legaten die Herr⸗ ſchaft Z., welche dem Baron Löwen beſtimmt wurde.
Es fand ſich Niemand, welcher dieſen letzten Willen des Verſtorbenen anfechten wollte, und Löwen, welcher die Bedeutung dieſer Erbſchaft— der Herr⸗ ſchaft Z. gerade, Agnes Lindau's Geburtsortes— wohl verſtand, erfüllte pietätvoll die Wünſche des un⸗ glücklichen Freundes!
Er verheirathete ſich bald darauf mit ſeiner Cou⸗ ſine, der ſtillgeliebten Marianne, und die beiden Glück⸗ lichen verſuchten in Z. auch die geiſtige Erbſchaft des guten Brenken zu erfüllen, durch Wohlthätigkeit und treue Sorge für die ihnen anvertrauten Unterthanen.
Agnes Lindau's alte Eltern erfreuten ſich bis zum Tode ihres beſondern Schutzes.
Ein Abenteuer in Meſſina.
Von E. Heuſinger.
Mein Schwadronschef war ein Mann echt ritter⸗ lichen Sinnes, Soldat durch und durch und gelehrt wie ein Profeſſor. Dieſe ſeltenen Eigenſchaften wa⸗ ren die Veranlaſſung, daß er mit den erſten Fami⸗ lien der Stadt Meſſina auf einem ſehr vertrauten Fuße lebte und außer dem Dienſte faſt mehr mit den Nobili des Landes als mit den Officieren des Re⸗ giments oder denen der Garniſon verkehrte, deren Geſchmack, was die Freuden des Lebens betraf, ein von dem ſeinigen ſehr verſchiedener war.
Ich war ſo glücklich, mir ſein Wohlwollen zu erwerben, und es lag mir um ſo mehr daran, es zu erhalten, da die väterliche Sorgfalt, die er auch mei⸗ ner geiſtigen Wohlfahrt widmete, ein Sporn wurde, mir die Eigenſchaften zu erwerben, die er bei mir vermuthet haben mochte, als er bei dem Commandeur um meine Verſetzung zu ſeiner Schwadron nachſuchte.
So kam es, daß ich mich bald als Adjutant meines Chefs zu betrachten anfing und mit Freuden Commiſſionen von ihm übernahm, deren faſt jede meinen Kenntniſſen neuen Zuwachs brachte, da ſie mich häufig mit Männern in Berührung brachte, deren Bekanntſchaft ich außerdem wohl nicht gemacht haben würde.
Eins Tages richtete der Rittmeiſter v. W. die Bitte an mich, ein Geſchäft für ihn mit dem Fürſten Butera abzumachen, der, eben vom königlichen Hof⸗


