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„Verzeihen der Herr Baron, ich höre den Herrn Grafen kommen!“ ſagte aber jetzt der alte Kammer⸗ diener und verſchwand mit einer Verbeugung.
Löwen folgte ihm und trat gleich darauf in Oskar's Gemach. Dieſer ruhte todtenbleich auf einem Sopha; er war entſetzlich entſtellt, einem Sterbenden ähnlich, und Löwen ſtürzte erſchrocken zu ihm hin.
„Was iſt Dir, Oskar, was haſt Du? Um Got⸗ teswillen, was iſt Dir widerfahren?“ fragte er in ſteigender Angſt.
„Spott ſtatt Liebe!“ flüſterte Brenken tonlos, und zwei große Thränen verdunkelten ſeine Augen.
„Sprich Dich aus, Oskar!“ bat Löwen theil⸗ nahmvoll und zog den bleichen Freund liebevoll an ſeine Bruſt.
Mißmuthig ruhte Agnes Lindau auf dem Divan ihres eleganten Boudoirs. Ihr ſchönes Antlitz glich einer unheilſchwangeren Wetterwolke, und die dunkeln Augen irrten unſtät durch das Zimmer, als forſch⸗ ten ſie nach einem Gegenſtande, den ihr Blitz zer⸗ ſchmettern ſollte.
Ivbhr gegenüber, dicht am Fenſter, ſaß Fräulein Marianne hinter ihrem kleinen Arbeitstiſchchen und
fädelte mit unermüdeter Sorgfalt die kleinen Perlen
auf, um ſie in ihrer feinen Stickerei zu verwenden. Narianne's Angeſicht war klar und friedlich ruhig.
ften blauen Augen ruhten mit klarem Glanze
feinen Arbeit, in welche ihre kunſtvolle Hand ſchöngeformte Arabesken flocht, und ein leiſes Lächeln überflog zuweilen wie Sonnenſchein ihre Züge, wenn wiederum ein ſchwieriger Theil ihres mühſamen Wer⸗ kes beendet war.
Sie hatte gar keine andern Gedanken als dieſes und glaubte ihre junge Herrin mit irgend einer Lecture beſchäftigt. Sie blickte gar nicht zu ihr hinüber, die mißmuthig auf dem ſchwellenden Divan ruhete und mit fuſſtern Blicken ſie beobachtete. Dieſe friedliche Ruhe, dieſer unbeirrte Gleichmuth in den Zügen Mariatnens waren der Sängerin eine Qual. Sie vermochte das Auge nicht von ihr abzuwenden, und je länger ſie die friedlich Wirkende beobachtete, um ſo höher wuchs der geheime Aerger in ihr ſelbſt. In ihrem Innern herrſchten Sturm und Regenſchauer; ſie fand keine Ruhe und kannte den Frieden nicht; ſo vermochte ſie auch nirgend anders dieſe ſchönſten Segnungen einer Menſchenbruſt zu ertragen. Die kleine Egoiſtin wollte Sturm— Sturm und Wolken überall um ſich; dann hoffte ſie ſich ſelbſt am wohl⸗ ſten zu befinden.
Larianne arbeitete ruhig weiter. Sie ahnte nicht eihmal etwas von den Gedanken und dem ſtillen
vierte Folge.
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Kampfe der jungen Herrin und blickte nicht inmal auf, um dem zornſprühenden Auge derſelben zu be⸗ gegnen, die den Frieden nirgends ertragen konnte, wenn es in ihr ſelbſt friedlos war, die Sturm und Gewitterdräuen überall ſehen wollte, wenn die böſen Elemente in ihrem eigenen Innern wütheten.
„Marianne,“ rief Agnes Lindau endlich, und die Gerufene blickte beinahe erſchrocken auf, ſo verändert klang die ſonſt ſo liebliche Stimme;„Marianne, Sie ſehen, ich langweile mich; ich erſticke faſt vor Zorn und Aufregung, nachdem man mir wie in einem Athemzuge alles Mögliche angethan, mich beleidigt und beſchimpft hat, und Sie ſehen es an und lachen dazu, und freuen ſich wohl innerlich, daß ich leiden muß, anſtatt Ihre Pflicht zu thun und mir Geſell⸗ ſchaft zu leiſten, um mich zu zerſtreuen.“
„Aber gnädiges Fräulein,“ entgegnete Marianne verwundert,„ich begreife nicht— ich hatte wirklich keine Ahnung von Ihrem Zuſtande, und glaubte Sie mit Lectüre beſchäftigt. Wünſchen Sie irgend etwas? wollen Sie eine Promenade machen? eine Spazier⸗ fahrt vielleicht? ſoll ich Ihnen vorleſen? Sie ſehen wirklich angegriffen aus, und ich ſchelte mich, nicht eher darauf geachtet zu haben.“
„Schweigen Sie, jetzt gebrauche ich Sie nun auch nicht. Ich will Nichts, gar Nichts, nur Ruhe! Geben Sie mir ein Buch herüber,— ich will leſen. Die Welt iſt ſo ſchlecht, ſo ſchändlich, und nirgends Treue zu finden.“
„Und das ſagen Sie, gnädiges Fräulein,“ erwi⸗ derte Marianne, immer bemüht, die Launiſche zu be⸗ ruhigen;„Sie klagen über Mangel an Treue, nach⸗ dem der Prinz und Graf Brenken Sie kaum verlaſſen haben!“
Wie von einer Viper geſtochen, fuhr Agnes Lindau empor; ein dunkler Gluthſtrom erfüllte in Gedankenſchnelle ihre Züge mit glühenden Flammen.
„Und das wagen Sie mir nachzuſagen, wagen noch mit Ihrer eigenen Schande zu prunken!“ ſchrie ſie wild;„Sie haben vorher gelauſcht; haben mich belauſcht, während die beiden Männer in meinem Boudoir weilten und mir beſchimpfende Anträge zu machen wagten! Schändlich! abſcheulich! und ſchamlos prunken Sie noch damit, wie das ordinärſte Geſchöpf es nicht thun würde; und dabei rühmen Sie ſich doch obenein, aus guter Familie und von vornehmer Er⸗ ziehung zu ſein!“
„Das geht zu weit, Fräulein Agnes Lindau!“ erwiderte Marianne mit ruhigem Stolze;„Sie er⸗
Jlauben ſich Worte und Beſchuldigungen, wie ſie ſelbſt
die dienende Stellung ausſchließt, in welcher ich mich befinde. Mich hier vertheidigen zu wollen, wäre lächer⸗


