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Vierte Folge.
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Gine Mlochenchronik für Titeratur, Kunst, ſchöne
eßig jeder Freitag.
No. 33.
Leipzig, am 12. Auguſt 1864.
SKliſſenſchaften und Geſellſchuſt.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Die Primadonna.
Novelle von Julius Mühlfeld. (Schluß.)
Ab Agnes Lindau nach ihrem unglücklichen Gaſt⸗ ſpiele die Stadt verlaſſen hatte, welche ſo verhäng⸗ nißvoll für ſie geworden war, blieb Rudolph von Löwen in nie gekannter Aufregung zurück.
Ju ſeiner Bruſt waren Emndungen erwacht, welche hn aus ſeiner bisherigen Ruhe herausriſſen. Es haſte ſich in ſeiner Umgebung nichts geändert, und doh erſchien ihm plötzlich Alles fremd und leer, unheimich, unerträglich. Er fühlte ſich plötzlich wie⸗ der als Fremder in Paris, und konnte die frühere Behaglchkeit ſeines genügſamen Garconlebens nicht wiederfnden.
Hitte das kurze Zuſammenſein mit den beiden
deutſchn Damen und vielleicht der Umſtand, daß in Paris angelangt war, der Neffe irgend eines Mi⸗
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dieſe jetzt in die Heimath zurückgekehrt waren, in ſeiner Bruſt das deutſche Heimweh erweckt, daß es ihn mächtig, wie an tauſend Banden, in die Heimath, über den Rhein zurückzog? Er verſtand es ſelber nicht, konnte zum erſten Male ſich ſelber und ſein Inneres nicht deuten, zum erſten Male die Klarheit nicht über ſich ſelbſt gewinnen, welche ſeiner praktiſch verſtändi⸗ gen Natur zur Nothwendigkeit geworden war.
Das verſtimmte ihn doppelt und verurſachte ihm ein drückendes Gefühl ängſtlicher und peinlicher Un⸗ behaglichkeit. In ſolchem Zuſtande ſchrieb er an das heimathliche Miniſterium und erlaubte ſich, dieſe a⸗ ran zu erinnern, daß er ſeit ſieben Jahren auf n⸗ ſelben Poſten und in derſelben Stellung ſchmachte; und der heimliche Vorwurf in dieſem Schreiben, von einem Manne, über deſſen Tüchtigkeit und Befähi⸗ gung der Geſandte in Paris nur immer des Lobes voll geweſen war, blieb nicht ohne Wirkung.
Kaum acht Tage nach dem Abgange ſeines Brie⸗ fes erſchien ein junger Mann bei Löwen, der eben


