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Hauſe kam, rückgeſchickt. Scluß folgt.) 9').
an Driginal Bi⸗ Breslau, Vellog
Vierte Holge.
Es kniet im dunkeln Thale Ein holdes Mägdelein:
„O heil'ge Jungfrau, ſchütze Du mir den Liebſten mein!“
Ob die Lawinen donnern,
Ob ihm der Abgrund droht,
Er klimmt an gähnenden Spalten, Er trotzt dem nahen Tod.
Es blitzt um ihn wie Sterne In unermeſſ'ner Zahl,
Schon legt den Silberſchleier Der Mond auf Berg und Thal;
Die ſchnellen Gemſen ruhen Im Lager lange ſchon,
Was will in nächt'ger Stunde Der Alpe kühner Sohn?—
„Wo biſt Du wunderſame, Du hehre Gletſcherbraut? Nicht eher will ich raſten, Bis daß ich Dich erſchaut!“
Da ſteigt empor vom Eiſe Ein weißes Frauenbild,
Sie ſchaut ihn an ſo ſehnend, Sie ſchaut ihn an ſo mild.
„Mir iſt ſo einſam bange In meinem Gletſcherſchloß; O komm zu mir, Du Holder, Und werde mein Genoß;
O komm zu mir, Du Holder, Und banne meinen Schmerz. Laß mich an Dir erwarmen, Du heißes Menſchenherz.“
Mit ihren weißen Armen
Den Jüngling ſie umſchlang,— Doch grauſe Eiſeskälte
Bis tief ins Herz ihm drang.
„Laß ab, ich muß erſtarren,
Es ſchlägt mein Herz ſo leis,— Wie biſt Du ſchön und lieblich, Doch ach, ſo kalt wie Eis!“
„Doch Du biſt warm und wonnig, Du ſchlagende Menſchenbruſt;
Bald werd' auch ich erwachen
Zu neuer Freud' und Luſt;
Von Deinen heißen Küſſen Erglüht mein Lippenpaar, Bald werden meine Wangen Sich röthen wunderbar!
Dann ſchmilzt der ſtarre Gletſcher, Dann blüht hier ew'ger Mai, Dann rauſchen klare Bäche
Gar ſüße Melodei!
Und willſt Du treu mir bleiben, So ſollſt Du König ſein,
Die weiten Alpenlande
Gehorchen dem Scepter Dein!“—
Es flehten ihre Blicke,
Da ſank er zu Füßen ihr:
„Du ſeiſt mein Glück, mein Leben, Ich ſchwöre Treue Dir!“
Da blitzten ihre Augen: „Doch halte Deinen Eid, Sonſt muß ich Dich verderben, Mit bitterm Herzeleid!“
„Leb wohl, und wenn als Zeichen Die Alpen roſig glüh'n,
Dann ſoll das Glück der Liebe Aufs Neue hier uns blühn!“
Es kniet im dunkeln Thale Ein holdes Mägdelein:
„O heil'ge Jungfrau, ſage, Wo weilt der Liebſte mein?“
Und als ſie ihn erſchaute, An ſeine Bruſt ſie flog, Bis er mit tauſend Küſſen Zu ihr ſich niederbog.
„Leb' wohl, Du Eiſeskalte, Leb' wohl, Du Gletſcherbraut! Ich bleib' im tiefen Thale, Bei meinem Liebchen traut!
Hier ſchlägt ein Menſchenbuſen, Bei Dir iſt Eis und Schnee, Hier wonniges Entzücken,
Bei Dir nur Schmerz und Weh!“
Doch als am andern Abend Das Alpenglühn erblinkt, Da iſt's als ob hoch oben Die Gletſcherbraut ihm winkt.
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