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Vierte
Wirklich, meine Gnädige, darf ich Ihrem hol— den Munde Vertrauen ſchenken? Sie haben mich er⸗ wartet? O, ich glücklichſter der Sterblichen! von Ihnen erwartet zu ſein, iſt mehr als Seligkeit! Aber Sie wußten auch wohl, daß ich kommen würde, kom⸗ men mußte, um die ſchreckliche Luerezia wieder in eine Huldgöttin gewandelt, als meine Huldgöttin zu ſehen!“
Ein ſüßer Blick begleitete die banale Schmeiche⸗ lei, und er zog Agnes' Hand an ſeine Lippen. ließ ihm dieſelbe ohne Sträuben, als er ſie feſthielt ihre Lippen lächelten ihm freundlich, verheißend. Eitelkeit und Hochmuth waren ja die vorherrſchenden Mächte in ihrem Innern, und ſie bemerkte den Prin⸗ zen mit Vergnügen und Genugthuung unter denen, welche ihr huldigten, weil er als Löwe bekannt und gefeiert war, und die fadeſte Schmeichelei aus ſeinem Munde klang ihren Ohren wie Muſik.
Sie umrankte ihn geſchickt mit den feinen Feſſeln der Koketterie; ſie wollte ihn ſich immer mehr zu eigen machen, ihn ganz als ihren Sclaven, und end⸗ lich als ihren Gatten ſehen. Sie hatte wirklich ſchon
Sie
die Feſſel zerreißen daran gedacht, und es erſchien ihrem Hochmuthe nichts Würden ſie doch nicht das
weniger als unerreichbar. Beiſpiel einer ſolchen Ehe geben, und was ein Mann ſchon gewagk hatte um der Liebe zu einem Weibe willen, warun ſollte das um ihretwillen nicht wiederum gewagt werden?
Der Prinz war heute aufgeregter als gewöhnlich; Agnes hatte ihn noch nicht ſo feurig, nie ſo voll Lie— henswürdigkeit geſehen; ſollte er einen Zweck damit verbinden und vielleicht eine Erklärung beabſichtigen?
Sie dachte darüber nach und beobachtete ihn mit ſcharfem Auge, während ihre Lippen lächelten und den Zögernden ermuntern zu wollen ſchienen.
Welcher Triumph für ſie, wenn das Erhoffte ge⸗
hah! Welcher Triumph, wenn ſie gerade an dieſem Tage dem Grafen Brenken anzeigen könnte, daß ſie Braut des Prinzen L. ſei!
Die Unterhaltung bewegte ſich unter Phraſen üund Galanterieen weiter. Der Prinz wurde immer lebhafter, immer feuriger ſein Blick, immer ſüßer ſeine Schmeichelei.
Agnes fühlte ſich ſelig, wie im Vorhofe eines Paradieſes. Sie erwartete jeden Augenblick das ent⸗ ſcheidende Wort, und ihr Blick ermunterte den Prin⸗ zen es zu wagen, verhieß im Voraus Gewährung.
Im Eifer der Unterhaltung wagte Prinz L. zum erſten Male, ſeinen Arm um ſie zu legen; er zog ſie ſanft zu ſich heran, und ſie wehrte ihm nicht. Mit ſuͤßem Lächeln nahten ſeine Lippen ihrem Ohre in zärtlichem Flüſtern.
Folge. 501
„Ich habe noch eine Bitte, meine müſſen ſie gewähren, heute dürfen Sie weigern!“
„Und weshalb weigern, mein Prinz? Sprechen Sie, Durchlaucht, ich bin Ihre gehorſame Dienerin.“
Ihre Lippen lächelten verheißend. Sie ſah ſich bereits am Ziele ihrer Wünſche, und er glaubte ſich dem ſeinigen nahe. Beide jauchzten innerlich bereits Triumph, und mißverſtanden ſich Beide. Ihre Ge⸗ danken liefen weit auseinander und brachen ſich ſchei⸗ ternd an einem Felſen, den keiner wollte.
Prinz L. zog ein Etui hervor; ſie folgte ſeinen Bewegungen erwartungsvoll; eine Feder knackte, und ein koſtbarer Schmuck blitzte ihr entgegen.
„Ein Schmuck! Wieder einmal Schenkungsver⸗ ſuche, mein Prinz!“ ſagte ſie verächtlich und konnte doch den Ausdruck der Enttäuſchung nicht ganz ver⸗ leugnen. Unruhig ſchob ſie den Arm zurück, welcher ſie noch immer leiſe umſchlungen hielt.
Göttin; Sie mir ſie nicht
hinwegräumen
„O, ich bitte, ich beſchwöre Sie, meine Gnädige, weiſen Sie mich heute nicht wiederum ab. Machen Sie mich einmal glücklich und tragen Sie dieſes Ge⸗ ſchmeide. Sehen Sie, die funkelnden Steine wett⸗ eifern mit den Strahlen Ihrer Augen; laſſen Sie mich prüfen, meine Gnädige, wer den Sieg erringt, laſſen Sie mich die Freude Ihres Triumphes erleben; wei⸗ ſen Sie mein Geſchenk nicht zurück!“
Aber Agnes Lindau ſchüttelte unwillig den Kopf. Sie hatte etwas Anderes als einen Schmuck erwartet, und ihr verletzter Hochmuth ſträubte ſich nun dagegen, anſtatt der erhofften Hand des Prinzen ein glänzen⸗
des Spielzeug anzunehmen.
zeug 5
„Sie ſind grauſam, meine Gnädige,“ bat Prinz L. wieder, der innerlich ihre Koketterie bewunderte,
ohne doch Agnes' wahren Gedankengang zu ahnen; „o bitte, bitte, nehmen Sie den Schmuck; ich habe ja auch einen Wunſch dagegen und verlange ein Gegengeſchenk! Wie ſoll ich wagen auf Gewährung zu hoffen, wenn Sie ſich ſo grauſam zeigen?“
„Ein Gegengeſchenk?“ fragte ſie und wurde wie⸗ der aufmerkſam. Was konnte er von ihr begehren, als ihre Hand?—„Laſſen Sie hören, mein Prinz, ob wir uns einigen können! Was begehren Ew. Durch⸗ laucht von der gehorſamen Dienerin?“
„Dich ſelber, mein Engel, will ich haben! Au⸗ gebetetes, geliebtes Weſen, ſollte ich mich ſo bitter getäuſcht haben? wäre ich Dir gleichgültig geblieben, während ich kühnlich auf Liebe hoffte und im ſeligen Ahnen alle, alle Qualen und Freuden der Liebe durch⸗ koſten mußte? Seitdem ich Dich ſah, gehört Dir jeder
meiner Gedanken, das ganze Empfinden meiner ſturm⸗
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