Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
492
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ſamen, ſchaurig erhabenen Auswurf aus dem eigentlichen Krater die ihnen entgegenſtehenden Kräfte zu beſiegen, in der Nähe jenes einen neuen Weg, indem ſie hier und da neue Riſſe in den Erdboden machen und neue Schlünde öffnen, aus denen dunkelgefärbte, oft erſtickende Dämpfe in einem wilden Gemiſch mit den glühenden Strömen kochender Lava ſich ergießen, um unter ihrem Fußtritt blühende Ortſchaften, grünende und blühende Wieſen und Matten und den hun⸗ dertjährigen Fleiß der Menſchen in einem Augenblicke zu zerſtören. Gemeinhin tritt aber mit dieſen furchtbaren, oft unendlichen Jammer erzeugenden Erſcheinungen auch eine gewiſſe großartig erhabene auf der regelrechte Auswurf des Berges aus dem Krater. Haben ſich nämlich die erſten Ströme der Lava aus den neugebildeten Spalten ergoſſen, und hat ſich hierdurch ihr Widerſtand gegen die drückenden Dämpfe vermindert, ſo iſt es Letzteren möglich, die nun noch vorhandene Decke zu durchbrechen und in dem eigentlichen Krater in die Höhe zu ſteigen. Mit ihnen zugleich aber tre⸗ ten dann allerhand andere Stoffe der heterogenſten Art auf; Dämpfe fremder Körper, welche ſich über der glühenden Lava entzünden, glühende Aſche oder zu ſolcher verbrennende Mineralien, ebenfalls glühende kleinere und größere Steine, dies Alles und noch manches Andere bildet eine ungeheure feurige Garbe, welche von einer dunklen Rauchkrone nach oben begrenzt aufſteigt zu dem von der abkühlenden Aſche verdunkelten Tages⸗ oder zu dem mit ſchwarzen Wolken über⸗ zogenen Nachthimmel. Zwar hat der Verfaſſer dieſer Arbeit nie Gelegenheit gehabt, ſelbſt einem derartigen vulcaniſchen Ausbruche beizuwohnen, aber Alle, die einen ſolchen geſehen, ſtimmen darin überein, daß dieſer Anblick ſehr wohl im Stande ſei, in ſeiner unendlichen Erhabenheit den Beſchauer

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für Momente jenes Unglück vergeſſen zu laſſen, welches in

demſelben Augenblicke dieſelbe Kraft erzeugt, die ihm einen ſo unvergeßlichen Anblick beut und einen ſo deutlichen Be⸗ weis liefert, wie dieſen Zeugen der göttlichen Macht gegen über der Menſch ſo unendlich klein und ſchwach erſcheint, ob⸗ gleich er trotzdem den Muth hat, ſich kühn den Herrn der Schöpfung zu nennen. 1

Wo aber bleibt denn unter dieſen Schreckniſſen der Segen, den die Vulcane für uns haben ſollen? werden mich viele meiner Leſer fragen. Nur noch einen Augenblick Geduld, und Sie erhalten die Antwort.

Wir ſind bisher den letzten Ergebniſſen eines vulcani⸗ ſchen Proceſſes bei Gegenwart eines Vulcanes gefolgt; nun giebt es aber auch, und zwar häufiger als man gemeinhin glaubt, Gegenden, in denen allerdings jene erwähnten unter⸗ irdiſchen Gänge ganz in der Art vorhanden ſind, wie bei der Nähe der Vulcane, ohne aber einen ſolchen zu beſitzen. Na⸗ turgemäß muß aber trotzdem der in dieſen Gängen ſtattfin⸗ denden Proceß in beiden Arten von Gängen derſelbe ſein: hier wie dort werden ſich Dämpfe erzeugen, hier wie dort werden ſich dieſelben ſpannen, und hier wie dort werden ſie einen Ausweg ſuchen. Aber dieſer Ausweg fehlt in letzterem Falle vollkommen. Allüberall tritt den geſpannten Dämpfen eine Erdrinde entgegen, die ſtärker iſt als ihr Druck, wenig⸗ ſtens inſofern, als ſie nicht im Stande ſind dieſelbe ohne wei⸗ teres zu zerreißen, wenn dies auch hier und da unter gleich zu erwähnenden Umſtänden geſchieht. Die nächſte Folge da⸗ von iſt, daß die Dämpfe zunächſt da, wo ſich ihnen irgend ein geringerer Widerſtand oder vielmehr eine poröſere Decke entgegenſtellt, in dieſe Poren eindringen, hier erkalten, ſich zuſammenziehen und dadurch jenes Getöſe entſtehen laſſen, welches häufig den Erdbeben voran zu gehen pflegt. Trotz⸗

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auf dem ganzen Erdenrund verbreiten, mit denen vergleicht,

Novellen⸗ZFeitung.

dem iſt dies indeſſen nur eine ſecundäre Erſcheinung, die Hauptſache bleibt der ungeheure Druck der Dämpfe, der ſich endlich zu einer ſolchen Höhe ſteigert, daß er, wenn er es nicht vermag, die Erddecke zu zerreißen, dieſelbe doch min deſtens in eine ſchwankende Bewegung verſetzt und das Erd⸗ beben erzeugt, jenes Erdbeben, welches das Land auf hunderte von Meilen nicht nur beunruhigt, ſondern in den meiſten Fällen auch furchtbare Verwüſtungen anrichtet. Allerdings iſt auch oft bei dieſen Erdbeben der Druck der Dämpfe ſo ſtark, daß nicht nur ein Schwanken des Erdbodens eintritt, ſondern dieſer ſich zu kleineren oder größeren Riſſen und Schlünden öffnet, oder es verſinken ganze Strecken frucht⸗ baren Landes, um mit einem See überdeckt zu werden, oder endlich drittens erheben ſich auf einer Ebene haushohe und gewaltige Berge.

Allerdings zeigen ſich geringe Schwankungen des Erd⸗ bodens auch in nächſter Nähe der Vulcane, hier jedoch nur ohne wirklich ernſtliche Beſorgniſſe zu erregen, und treten ſie ja einmal beſonders ſtark auf, ſo würden ſie eine unſägliche Verheerung anrichten, wenn den toſenden unterirdiſchen Ge walten nicht doch endlich in den Vulcanen ein Ausweg gebo⸗ ten würde. Einen redenden Beweis hierfür finden wir in allen jenen Gegenden, deren Erdinneres noch ſtark von plutoniſchen Kräften durchzogen wird, wie z. B. Chili und die Inſel Jamaica u. a. m. Hätten alle dieſe Gegenden einen oder, wenn dieſer vorhanden, auch mehrere nothwen⸗ dige thätige Krater, nie würden ſie, und namentlich die bei⸗ den genannten Ländertheile, ſo oft und von ſo bedeutenden zerſtörenden Erdbeben heimgeſucht werden, wie dies gegen⸗ wärtig geſchieht, und alles Unglück, was im Buche der Jahr⸗ hunderte durch Lavafluß und Aſchenregen erzeugt werden konnte, würde gering ſein gegen dasjenige, welches die Erd⸗ beben jetzt im Laufe weniger Jahrzehnte hervorbringen.

Wenn man nun aber die Schrecken, welche die Erdbeben

welche durch die Vulcane erzeugt werden, ſo muß man unbe⸗ dingt zugeſtehen, daß ſich die Wagſchale zu Gunſten der Letzteren neigt, indem vielleicht alle Vulcane der Erde, ſeit ſie ihre heutige Decke hat, bei weitem weniger Unglück geſtif⸗ tet haben, als dies durch einige wenige, beſonders ſtarke Erd⸗ beben geſchehen iſt, ſo daß wir alſo nicht umhin können, zunächſt für jene Gegenden, welche nun einmal der thätige Heerd der plutoniſchen Kräfte ſind, wie ſchon angedeutet, die Vul⸗ cane als eine Wohlthat anzuerkennen. Dann aber haben auch wir entfernter Wohnenden alle Urſachen, wenn auch keine gewaltſamen Eruptionen, ſo doch mindeſtens eine ge⸗ linde Thätigkeit derſelben für immer zu wünſchen, denn es unterliegt keinem Zweifel, daß bei dem Einſtellen derſelben auch unſere Gegenden keinen Augenblick vor einem Erdbeben ſicher wären, deſſen Stärke ſich nicht berechnen läßt, und ſo⸗ mit werden meine Leſer jetzt wahrſcheinlich mit mir überein⸗ ſtimmen, wenn ich mit dürren Worten ſage, daß die Vulcane für die Menſchheit im Allgemeinen im eigentlichſten Sinne eine Wohlthat ſind. Dr. O. S.

Der Herxen-Beſen. Kelly's Indo-European Tradition and Folk-Lore ſpricht ſich in folgenden Worten über dieſen Gegenſtand aus: Der Hexen⸗Beſen ſcheint nicht weniger alt zu ſein als ihr Keſſel, denn er iſt in den Volksſagen der Hindus eben ſo wohl wie in denen der weſtlichen Völker bekannt. Die aſia⸗ tiſchen Hexen üben ihre Bezauberung eben ſo gut wie die

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nem andern, ſo n aguwerfen, dann lin guter, für das Die traditionelle? dene andere abere den Deutſchen un Eagland und Deu den Beſen ſchreiter ſchwelle der Haus das Haus eintreten und aus dieſem I ſie ſei. Eine At treuzweiſe an der welche die Kinder neugebornen Kin Dies geſchieht,) der böſen Mächte

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I viſche den im Aiſange Stielen an deß dieſen Beſen de trr neben de fales gegen Hexs Dceemſſelbe Stelle überR. Der Grun funſt der Hexen hat ſi na alte 85 ſic unter den durh Dauſchl un Vlie