Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
493
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europäiſchen bei mitternächtlichen Tänzen aus, und das wich⸗ tigſte Inſtrument, von dem ſie bei ſolchen Gelegenheiten Ge brauch machen, iſt der Beſen. Hieraus ergiebt es ſich ziemlich dennh daß man Anfangs angenommen haben muß, der Beſen müſſe eben ſo wohl wie das Sieb für den einen oder den an⸗ dern Gebrauch in dem Haushalte der obern Regionen ge⸗ braucht werden. daß er der Hexe als Reitpferd diente, auch die Beſtimmung hatte, den Wolkenhimmel zu kehren; denn das war die Arbeit, die den Beſenreiterinnen übertragen war, wie ſich das aus dem in dem Harz vorherrſchenden Glauben ſchließen läßt, daß die Hexen in der Walpurgisnacht vom 1. Mai den Schnee von dem Brocken oder Blocksberge forttanzen müſſen. Der Beſen iſt dann auch der Typus der Winde und deshalb ein ſehr geeignetes Werkzeug in den Händen der Hexen, welche die Winde machen und in dieſem El lemente arbeiten. In der Mark ſagt man, wenn man einen Wind brauche, ſo müſſe man einen alten Beſen verbrennen; und in Hamburg iſt es unter den Seeleuten eine alte Sage, wenn ein Schiffer lange conträren Wind gehabt habe, und ſein Schiff begegne einem andern, ſo müſſe er demſelben einen alten Beſen ent

gegenwerfen, dann werde der Wind umſchlagen und für ihn für das andere Schiff dagegen ein ſchlechter ſein. e- darüber wegſchreiten. bei

ein guter, Die traditionelle Heili dene andere abergläu den Deutſchen und Slaven angedeutet. England und Deutſch

den Beſen ſchreiten känn der an der innern⸗Seite der Thür⸗ ſchwelle der Hausthür quer darüber gelegt iſt. Ehe ſie in das Haus eintreten kann, würde ſie erſt den Beſen fortſtoßen, und aus dieſem Zeichen könne man ſehen, weß Geiſtes Kind ſie ſei. Eine Axt(die Waffe Thor's) und ein B kreuzweiſe an der innern Seite der Thürſchwelle gelegt, über welche die Kinderwärterin zu ſchreiten hat, wenn ſie mit dem neugebornen Kinde zur Kirche geht,

keit des Beſens wird durch verſchi iſche Meinungen und Gebräuche So iſt es z. B

D.

in

der böſen Mächte ſicher zu ſtellen,

Wenn das Rindvieh im Früh ling zum erſten Mal auf die Weide getrieben wird, ſo wird ein in den zwölf Nächten (von dem 25. December bis 6. Januar) eierigter Beſen auf die Thürſchwelle ihres Stalles oder des Hofthors ge⸗ legt, und man läßt es darüber wegſchreiten, und durch die⸗ ſes Mittel ſchützt man es für das ganze Jahr gegen jede Be⸗ zauberung.

In Theden an der Lenne pflanzt man am 1. Mai Bir⸗

ken vor den Häuſern auf, und an denſelben werden Beſen be⸗ feſtigt, welche man dadurch, daß man das Holz geſchält hat, ganz weiß gemacht hat.

In verſchiedenen andern Gegenden Weſtphalens wer⸗

den im Anfange der Faſtenzeit weiße B Beſen mit weißen

Stielen an die Hörner der Kühe gebunden. Dann wird mit dieſen Beſen das 3 Hausg gekehrt, und nachher werden ſie über oder neben der Thür des Kuhſtalls aufgehangen, was eben⸗ falls gegen Hexerei ſchützen ſoll.

Demſelben Werke entnehmen wir noch eine andere Stelle überKühe und Hexen.

Der Grund iſt leicht einzuſehen, weshalb die Zauber⸗ kunſt der Hexen in der Milchkammer weit mehr als in irgend einem andern Zweige der Ackerwirthſchaft gefühlt wird. Die Idee eines alten Volkes, daß die Regenwolken Kühe wären, hat ſich unter den nördlichen Nationen erhalten. Daher iſt es in Deutſchland ein gewöhnlicher Aberglaube, daß eine durch den Blitz entſtandene Feuersbrunſt nur durch Kuhmilch,

Nun ſcheint es, daß der Beſen, außerdem

land wohl bekannt, daß keine Hexe über

eſen werden

um es taufen zu laſſen. Dies geſchieht, um das kleine Kind gegen alle Zauberkünſte

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Kuhhaare oder Kuhdünger delüſcht werden könne. Der na⸗ türliche Sinn davon iſt, daß Flammen, welche durch das himmliſche Feuer ange zündet worden ſind, ang nur durch himmliſches Waſſer gelöſcht werden könnten. Es iſt auch eine ſehr gewöhnliche Meinung, daß Regen und Thau, die Milch der himmliſchen Kühe, im Stande ſind, die Mil h der Kühe auf der Erde zu vermehren; daher wird ein thauiger Maimorgen wiſeeed nen geheißen, weil er verſpricht, daß es ein gutes Milchjahr geben wird. An einem ſolch hen Morgen gehen die Hen 1 das Feld, wiſchen den Thau von dem Graſe, den ſie in leinenen Tüchern ſammeln, in ihr

Butterfaß ausringen und in dieſer Art die Butter ſehr ver⸗ mehren. Im nördlichen Deutſchland iſt es Sitte, wenn die Kühe im Frühjahr zum erſten Mal auf die Weide getrieben werden, an den Schwanz der erſten Kuh eine grüne Zwerg⸗ quitte zu binden, damit ſie vermittelſt derſelben den Thau ſam⸗ meln und ſo einen reichen Vorrath von Milch liefern möge.

Bei derſelben Gel legenheit dinden die Vichteräftauen in Aberdeenſhire einen rothen Faden um den Schwanz der Kühe, um die Kühe vor der Gefahr behext zu werden zu ſchützen, und deutſche Hirten legen die rothe Schürze einer Frau oder eine Axt, welche mit dem rothen Strumpfe einer Frau bedeckt iſt, vor die Thürſchwelle des Kuhſtalles und laſſen die Kühe Es iſt aber gar keine leichte Sache, ſich gegen die geheimen Künſte der Hexe zu ſchützen. In Caſeburg gab es einen Pachter, deſſen Kühe keine Milch ga⸗ ben, obgleich er ſie ſehr gut fütterte. Zuletzt ſah er ſich ge⸗ zwungen, nach einem weiſen Manne zu ſchicken, der ihm ſa⸗ gen ſollte, was er mit ihnen anzufangen hätte. Der weiſe Mann ging in den Kuhſtall, ſah nach den Kühen und ſah ſogleich, wie es mit ihnen ſtand. Die armen Thiere waren behext. Er ging hierauf durch das Dorf, um ſich nach der Hexe umzuſehen, und zuletzt fand er die Frau des Nachbars, welche in ihrem eignen Kuhſtalle an der Wand neben dem Kuhſtalle des Nachbars ſtand. Sie hatte einen Beſenſtiel in die Wand geſteckt, an dem ein Eimer hing, und ſie melkte den Beſenſtiel, der wie ein natürliches Euter Milch gab. So hatte er die Hexe über der Thatſache ertappt. Der weiſe Mann drohete ihr ſchradce und von dieſem Tage an hatte der Pächter ſich nicht mehr ſüß ſeine Kühe zu beklagen. In chottland glaubt man, daß die Hexen die Macht haben, ſich die Milch des Rindviehs Thrers Nachbarn durch ein ganz ein⸗ faches, aber hinterl iſtiges Verfahren zu verſch affen. Sie ver⸗ ſchaffen ſich nämlich einige Haare von dem Schwanze jeder Kuh, zu der ſie kommen können, und flechten davon ein Seil, in das ſie für jede Kuh einen Knoten tnüpfen. Daran zie⸗ hen ſie in der gewöhnlichen Art wie Kühe gemolken werden, wobei ſie gleichze eitig irgend einen Zanseiſpruch herſagen, worauf die Milch im Ueberfluß in ihren Milcheimer ſtrömt.

C.

S

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Zu den Reliquien Frirdrich's des Großen.

Es exiſtiren bereits ſehr viele merkwürdige Reſcripte und Erlaſſe dieſes charaktervollen, geiſtig ſo ganz originalen Königs, der ſeinen Unterthanen ohne Ausnahme den Zugang zu ſeiner Perſon geöffnet hatte. Viele dieſer Sachen ſind nachträglich erdichtet, indem es den Literaten, die ſich dabei betheiligten, mehr auf Witz, Derbheit und Komik, als auf PJahrheit ankam. Es dürfte daher, um der Wirklichkeit des

Geſchichtlichen näher zu treten, nicht unintereſſant ſein, noch Nehrern von ſolchen Reſolutionen Friedrich's mitzutheilen, die Thedor Colshorn als echte den bereits bekannten zum Theil