Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
487
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Freunde eünde ohne Er⸗ ſgeu lch an

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es, der in höchſter als ſprach. Er dder, und man ſah zm ſchen der Enk⸗ als leicht wurde. nnung, wie wir ſie a, tritt in den fah⸗ uge von eiſchrecken⸗ ad um die matten ind. Guaf Oe⸗ en Bett erh 3 noch nich eir

Freude zu machen, ohne zu ahnen, wie läſtig ihr ſeine

mit blutendem Herzen ſie verläßt, und wie hold ſie

Vierte

mal nach ſeinem Frühſtücke geklingelt, hat noch nicht an ſeine Toilette gedacht; er kennt eben nur noch den einen Gedanken an Agnes Lindau, ſo lange er zu denken vermag, und kann demſelben nicht entfliehen.

Er verfolgt ihn bei Tage, er verfolgt ihn zu den Vergnügungen und Freuden der Nacht, er lebt in ſei⸗ nen Träumen weiter; er begrüßt ihn auch beim Mor⸗ gengrauen wieder, und läßt ihn nicht ruhen, bis er endlich im Vorzimmer Agnes Lindau's ſteht und von Fräulein Marianne in das Boudoir der Sängerin geführt wird, die ihn regelmäßig launiſch und miß⸗ muthig empfängt, weil ihr bereits die Zeit zu lang wird, ehe der Prinz bei ihr erſcheint.

Der arme Graf erträgt alle Launen des ſchönen, ſtolzen Weibes mit muſterhafter Geduld; ja, er ent⸗ ſchuldigt ſie noch immer mit ihrem Angegriffenſein vom ſtrengen Studium, weil ſie ſeit ihrer Rückkehr aus Paris ſo oft auftritt und die größten Partieen übernommen hat, und er bittet ſie noch flehend, ſich und ihre Geſundheit zu ſchonen. Er überhäuft ſie mit Theilnahme und ſucht durch Ueberraſchungen ihr Gegenwart bereits wird, da ſie vom Prinzen träumen will, deſſen Huldigungen freilich ihr Herz kalt laſſen, aber ihren Stolz heben und ihre Eitelkeit entzücken, ohne zu ahnen, wie ſie aufathmet, wenn er endlich

dem Prinzen entgegenlächelt, wenn dieſer dann ein⸗ tritt und mit ſüßen Lispeltönen fragt:Wie haben Sie geruht, meine Gnädige?

Der Graf ahnt davon nichts; aber er erfährt doch, wie der Prinz ſich um die Gunſt der ſchönen Primadonna bemüht, wie oft er zu ihr geht, wie lange er bei ihr weilen darf und ein endlos ſchmerzliches Gefühl durchbebt ſeine gemarterte Bruſt.

Er ſucht der Qual zu entfliehen und ſtürzt ſich in das Weltgewühl, wie er es früher niemals gethan hatte. Was er früher verachtete, ſoll ihm jetzt Trö ſter werden und ſeinem kranken Herzen den Lethe⸗ trank reichen. In luſtigen Geſellſchaften, im Kreiſe kockerer Geſellen, mit denen er betäubende Orgien feiert, oder am grünen Tiſche, wo jeder Nerv, jeder Gedanke auf das hin⸗- und herrollende Gald fixirt iſt und für nichts Anderes Zeit und Raum bleibt, ſucht er dem eigenen Innern zu entfliehen; und wenn er dann ſpät in der Nacht oder beim Morgengrauen am Arme eines Dieners nach Hauſe ſchwankt und bewußtlos auf das ſeidene Lager ſinkt: dann hat er ſein Ziel erreicht, dann hat er vergeſſen Alles

vergeſſen!(Fortſetzung folgt.)

Folge.

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Gedicht von E. v. P.*)

Die Lebensreiſe.

Gleichwie des jungen Tages Feier In nächt'ger Dämmerung beginnt,

Wallt ein geheimnißvoller Schleier Auch um das neugeborne Kind.

Aus Morgenrothes heil'ger Stille

Taucht ſanft empor der Zukunft Meer, Wohlthätig deckt die Roſenhülle,

Was ihm ihr Schooß birgt inhaltſchwer.

Es wehren Engel Sturm und Gluthen, Es wiegt der leichte Wellenſchaum Der ſpiegelglatten Silberfluthen Des jungen Lebens Morgentraum.

Und wenn zu ſchönerem Erheben Herauf das Licht der Sonne zieht,

Erhebt ſich auch das inn're Leben, Erwacht Bewußtſein und Gemüth.

Und es erſchließt dem feſtern Blicke Sich tiefer Ahnung Geiſterthor,

Auf leuchtender Gedankenbrücke Blitzt ſchon der Zukunft Bild hervor.

Da klopfen hoch des Herzens Schläge, Und vorwärts ſtrebt der kühne Sinn,

Des Lebens volle Kraft wird rege, Sie drängt zu der Vollendung hin.

Heiß werden dann des Mittags Gluthen, Bald wechſelt Sturm mit Sonnenlicht, Durch ſchaumbedeckte wilde Fluthen Der Kiel die Bahn ſich dröhnend bricht.

Der Kampf beginnt, und forſchend ſchauen Aus ſeinem ſteten Wechſelſpiel,

Bald freudig, bald mit ſtillem Grauen, Die Augen auf das ferne Ziel.

Die Welle, die auf ſtolzem Rücken Das Boot empor zum Himmel hebt,

Und ſchon mit freudigem Entzücken Des Schiffers bange Bruſt belebt,

*) Aus: Blüthen des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung, gepflückt am Lebenswege von E. v. P. Berlin, 1864. Verlag der königl. Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei(R. v. Decker).