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zerfahrenen Kraft die Stärke der Inten lligenz und darum der nationalen Einheit zugeſellen konnte, brachen die Normannen in's Land.
Dieſe Normannen waren, wie ſchon ihr Name Nor⸗ männer beſagt, auch aus dem Norden Europas, wie die An⸗ gelſachſen ſelbſt, und wie dieſe ein urwildes, eroberungsſüch— tiges Volk. Sie waren indeß früh nach dem Süden hinge⸗ rathen, hatten dort die gebildete ren, aber herabgekommenen Gallier unterjocht, aber wie gewöhnlich, wenn die nervige Kraft über die entnervte Intelligenz obſiegt, ihre Sprache an⸗ Dieſe von den Galliern an ihre nordiſchen Eroberer übergegangene Sprache war und iſt bekanntlich ein Zweig des romaniſchen Sprachaſtes, das heißt, ein verdorben moderniſirter Abkömmling der römiſchen Sprache. Die Nor⸗ mannen hatten dieſe galliſche Sprache weiter ausgebildet, ſchreiben gelernt und ſich eine ziemlich reiche Literatur ge⸗ ſchaffen. Nebenher beſaßen ſie ein geordnetes Staatsweſen mit feſten Rechtsformen. Es war daſſelbe Geſchlecht, wel⸗ ces in den Kreuzzügen unter Gottfried von Bouillon und Tankred nach dem Orient abenteuerte und in Sicilien die be— kannte normänniſche Dynaſtie gründete.
Dieſe Normannen kamen 1066 unter Wilhelm dem Eroberer nach England und bemächtigten ſich nach der ſieg⸗ beichen Schlacht von Haſtings des Landes. Wir haben dieſe Feſchich lichen Einzelheiten deßhalb im 5 uge berühren müſſen, weil es für das Verſtändniß der engliſchen Sprachentwicke⸗ lung von der größten Wichtigkeit iſt, das Verhältniß der Normannen zu den Angelſachſen ſcharf ins Auge zu faſſen.
Als die herrſchende und an Intelligenz hoch über den Angelſachſen ſtehende Claſſe bildeten die Normannen in Eng— land natürlich den Hof, den höheren Adel und die Beamten⸗ welt. Sie führten den Krieg, handhabten die Geſetze, ver⸗ walteten das Reich. Die Angelſachſen trugen als das unter⸗ jochte Volk die Ketten und Laſten, bauten das Feld, hüteten die Heerden, zahlten die Steuern. In Folge deſſen wurde das Normänniſch⸗Franzöſiſche die Sprache des Hofes, des Gerichtsſaals, des Heerlagers. Das Angelſächſiſche hin⸗ gegen blieb die Sprache des ſtillen häuslichen Heerds, des Landlebens, der Viehzucht, der gemeinen bürgerlichen Ge⸗ werbe, der gewöhnlichen Pflichten und Sorgen, Leiden und Freuden des allgemein menſchlichen Lebens. Es bedarf nur einer oberflächlichen Unterſuchung, um das Alles an den jetzt noch örih nden engliſchen Sprachformen nachzuweiſen. Das ſeich heißt auf engliſch realm(altfranzöſiſch royaulme), die Regierung vo jeruinate die Verwaltung administration, die Verfaſſung constitution, der Adel nobility, der Herr⸗ ſcher sovereign, der Unterthan subject, alles romaniſch⸗ franzöſiſche Ausdrücke. Die höchſten Würdenträger des Rei⸗
ſches führen die franzöſiſchen Namen duke, marquis, count,
Fiscount, baron, die ſächſiſchen Titel earl und lord bezeich⸗ Nur der König iſt deutſch geblieben und heißt Lrhiehf weil der normänniſche
Eroberer in den Augen des Volks als legitimer Nachfolger des ſächſiſchen Herichene auch dem Namen nach erſcheinen wollte. Das engliſche Wort für Beamte iſt iiiers Der Herr nennt ſich 13nahr und ſeinen Diener servant,— man
ſieht, daß der die Sprache dictirende Herr ein Franzoſe war. Hätten wir jetzt noch Zeit den engliſchen Palaſt zu durchwan⸗
dern, ſo würden wir finden, daß buch dort alles Luxuriöſe,
Uierte Folge.
drum
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Ganz andere Laute dagegen 8 hlagen an unſer Ohr, wenn wir uns in die beſcheidene B ehauſung des Volks, an die Stätten der Arbeit, auf das Feld oder in den Wald begeben. House iſt ganz unſer deutſches Haus, field unſer Feld, wold unſer Wald, home unſer Heim, hearth der deutſche Heerd, kitchen die Küche. Wenn ein norddeutſcher Bauer nach England käme und hörte von summer and win- ter, spring and harvest, sunshine and rain, green grass, ripe corn, yellow hay, hemp and flax, er würde glauben ſich in einer benachbarten Provinz ſeines Vaterlandes zu be⸗ finden. Die Er Pongniſf des Ackerbaues, das Wild des Waldes, die Früchte des Gewerbfleißes, alles das hat in England einen deutſchen Namen.
Merkwürdig iſt dabei, wie angelſächſiſche Ausdrücke unter gewiſſen Verhältniſſen durch franzöſiſche erſetzt werden. Unſern Leſern iſt ohne Zweifel noch Scott's Ivanhoe erin⸗ nerlich. Es unterhalten ſich darin zwei angelſächſiſche Scla⸗ ven über dergleichen Dinge. Wamba, ein Hausnarr eines angelſächſiſchen Junkers, welcher unter ſeiner Schellenkappe einen philoſophiſch-patriotiſchen Schädel trägt, hält dem Schweinehirten Gurtl theinentieſnn gen durfrag über Sprach⸗ kunde.„Hör einmal, Gurth,“ ſagt er,„wie nennſt Du das grunzende Vieh, welches da vor Dir auf vier Beinen herumläuft?“—„Swine, du Narr, swine,“ antwortet Gurth,„das weiß doch jeder Narr.“—„Schön,“ erwidert Wamba,„und swine, denk ich, iſt gut ſächſiſch. Wie nennſt Du aber das Thier, wenn es abgebrüht, geviertheilt und an den Ferſen aufgehangen iſt wie ein Landesverräther?“— „Pork,“ entgegnet der Schweinehirt.—„Es iſt doch ſehr brav,“ meint Wamba darauf,„daß es auch Narren giebt, die das wiſſen. Pork aber iſt echt normänniſch⸗franzöſiſch So lange alſo das Thier lebt und von einem ſächſiſchen Sclaven, wie Du, gehütet wird, geht es unter einem ſächſi⸗ ſchen Namen, aber es wird ſofort normänniſch, wenn es in die Burg getragen und vor den Edelmann auf den Tiſch ge⸗ ſetzt wird. Ich will Dir aber noch mehr deiegen Da iſt der alte heherelich dicke Ochs, der führt einen ehrlich ſäch⸗ ſiſchen Namen, ſo Large er unter eurer Obhut it, aber er ſpreizt ſich ſehr bald als beef, als ein flotter Franzsſe, wenn er den elen Kauwerkzeugen vorgeſtellt wird, von denen er die Ehre haben ſoll, verſpeiſt zu werden.“
Man könnte dies noch durch viele B. das Schaf hat den ſächſiſ dem normanniſchen man es mutton.
Die engliſchen Namen für künſtliche oder ſeltene Lecker⸗ biſſen ſind in der Regel franzöſiſchen Urſprungs, die Beiſpiele laſſen wir hier weg. Aber das Brod, der gewöhnliche Kuchen,
das Fleiſch bleiben ſächſiſch, eben ſo auch Bier, das National⸗ getränk der Angelſachſen.
Wie der Hirt und der Feldbauer, ſo war natürlich auch der gewöhnliche Handwerker in England ein Sachſe zu den normänniſchen Zeiten, und die engliſchen Namen der meiſten Gewerbe, ſo wie die Ausdrücke des gewerblichen Lebens ſind durchaus ſächſiſch. Der Müller, Becker, Weber, Küfer, Satt⸗ ler, Schmied haben einen deutſchen(ſächſiſchen) Namen, ebenſo die gewöhnlichen, nicht raffinirten Werkzeuge. Der Schneider iſt eine der Ausnahmen, er kam aus Frankreich, heißt er tailor, aber ſeine Nadel, Zwirn c., die ſchon
Beiſpiele erläutern: chen Namen sheep, ſo wie es aber Küchenmeiſter in die Hände fällt, nennt
ſ ranzöſiſchen Namen belegt wurde, deren man ſich bis auf den
Intelligente,— Waffen, Kleidung, Möbeln, Koch⸗ und Kiich geräth, der Inhalt des Kellers wie die Laſt der Tafel, nit
vor ſeiner Ankunft in Gebrauch waren, haben deutſche Be⸗ zeichnungen. Der Seefahrer blieb mit faſt all ſeinen Be⸗ nennungen ein Angelſachſe.
Die engliſchen Namen der gewöhnlichen Verwandt⸗
heutigen Tag bedient.
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