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Herr Graf, nehmen Sie das Mädchen, und Gott ſegne Sie für Ihre Güte.“
Hans ſeufzte tief, aber er widerſprach nicht mehr.
Eben kam Agnes aus der Schule, und Graf Oskar fragte ſie, ob ſie mit ihm gehen, in Zukunft in der Stadt leben und eine große Sängerin wer⸗ den wolle.
Agnes ſchaute mit ihren großen, dunkeln Augen zu dem fremden Manne auf. Einen Augenblick lang ſchien ſie verwundert, dann rief ſie ohne Bedenken:
„Ja, ja, Herr Graf, ich gehe mit Ihnen, ich gehe überall mit, wenn ich nur immer ſingen darf!“
Hans Lindau zerdrückte eine Thräne im Auge, und auch Liſe war verlegen und betroffen; es kränkte ſie doch, daß ihr Kind keinen Gedanken für die El⸗ tern hatte, welche es verlaſſen ſollte.
In einem weniger reich als mit echtem Pariſer Geſchmacke elegant ausgeſtatteten Gargon⸗Logis ſaß Rudolph von Löwen am Schreibtiſche und arbeitete. Es war noch früh am Morgen, kaum ſechs Uhr vor⸗ bei, und für die eigentliche Pariſer Welt hatte der Tag noch nicht angefangen. Aber Rudolph von Lö⸗ wen hatte ſich neben mancher andern deutſchen Sitte auch die des Frühaufſtehens bewahrt, er arbeitete am liebſten am Morgen und vollendete, noch ehe er an das Frühſtück dachte, ſein pflichtmäßiges Tage⸗ werk.
Rudolph von Löwen iſt nicht mehr der Jüngling wie in früheren Jahren, aber die Zeit hat wenig andere Macht über ihn gewonnen, als daß ſie ihn noch männlicher und gemeſſener gemacht und ſeinen Zügen den Stempel aufgedrückt hat, welcher vom Ernſte des Lebens zeugt. Schon ein halbes Jahr nach den früher erwähnten Vorfällen im Dorfe Z. hatte man ſich im Miniſterium plötzlich ſeiner erinnert und ihn als Begleiter und Secretair des neu ernann⸗ ten Geſandten nach Paris geſchi a verweilte er mit dieſem noch immer, nun wſeden Jahren in derſelben Stellung. Der Geſandte war mit ihm zu⸗ frieden und ſchätzte ihn hoch, und es war für Löwen kaum Hoffnung, eher von ſeinem Poſten abgerufen zu
werden, als bis der Geſandte ſelber einmal den ſei⸗
nigen verließ. Er befand ſich dabei ganz wohl, und außer dem gerechten Ehrgeize, welcher höher ſtrebte,
trieb ihn Nichts aus ſeiner Behaglichkeit.
Löwen war einer armen Familie entſproſſen und von Jugend auf daran gewöhnt, beſcheidene Anſprüche an das Leben zu erheben. Es war das in Paris ebenſo geblieben, wo neben ſeinem leichten Amte ernſtes Studium und Genuß der Kunſtſchätze ſeine
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Stunden ausfullten, und ſo befand er ſich, inmitten der verderbten, genußſüchtigen und über alle Maßen lüderlichen Pariſer Geſellſchaft, ganz angenehm und recht deutſch gemüthlich.
Nach ſieben Uhr erſchien endlich die Wirthin, eine ältliche Pariſerin, im Morgenanzuge und mit dem unvermeidlichen Spitzenhäubchen auf dem Haupte, und brachte ihrem Miether Kaffee und weiße Bröd⸗ chen. Sie war, wie alle Tage, erſtaunt, den Herrn ſchon bei der Arbeit zu finden, empfahl ihren rauchen⸗ den Morgentrank, daß er nicht erkalten dürfe, und verſchwand mit einem graziöſen Pariſer Knixe. Lö⸗ wen kannte ihr Weſen ſchon— es ging Jahr ein, Jahr aus an jedem Morgen ebenſo— und hatte wenig auf ſie geachtet.
Er ſchrieb noch eine Weile, ſeine Arbeit war ihrem Ende nahe; dann warf er hoch aufathmend die Feder hin, erhob ſich aus dem weißen Kiſſen ſeines elaſtiſchen Stuhles von Rohrgeflecht, zog die Schnüre des ſammtnen Schlafrockes dichter zuſammen und ließ ſich behaglich auf dem ſchwellenden Sopha nieder, vor welchem der Tiſch mit dem Frühſtücke ſtand, deſ⸗ ſen gerühmte Schönheit er ſofort zu prüfen begann.
Er zündete zum duftenden Morgentranke eine Havannah an und blätterte in einem Buche, bis ſein Diener die Journale vom Morgen brachte. Löwen griff ſofort nach dieſen Neuigkeiten des Tages, über⸗ flog zuerſt die Politik— denn wer könnte in Paris exiſtiren, ohne Politik zu treiben?— und dann die Anzeigen und Reclamen der guten Pariſer.
Wir wollen ihm nicht durch dieſes Labyrinth zuweilen unverſchämteſter Marktſchreierei folgen, ſon⸗ dern laſſen unſer Auge mit ihm auf einem Inſerate haften, welches„deutſche Oper“ annoncirte. Man hatte in Paris ſchon mehrfach den Verſuch gemacht, eine deutſche Oper einzurichten, ohne damit zu re⸗ üſſiren. Die Unternehmungen waren immer wieder eingegangen, weil die Einnahmen die Koſten nicht deckten. Nun hatte vor einigen Wochen ein ſpecula— tiver Unternehmer den Verſuch erneuert, und da Jahre ſeit dem letzten unglücklichen vergangen waren, und man doch ſelbſt in der Metropole der Genüſſe zuweilen nach Neuem ſchmachtet, nach einer Abwechslung, ſo war der Verſuch vor der Hand mit Erfolg gekrönt worden, und der Unternehmer machte alle möglichen Anſtrengungen, um ſeiner Oper dieſe Theilnahme zu erhalten und ihr ein Publicum zu bilden. Er hatte eine ſehr tüchtige Geſellſchaft engagirt und war au⸗ ßerdem bemüht, berühmte Namen aus Deutſchland für Gaſtſpiele zu gewinnen. Das gelang ihm auch, denn die deutſchen Künſtler mögen meiſt nur Paris beſuchen und ſind natürlich nicht abgeneigt, bei ſol⸗
Folge.


