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Fin Pianoforte cömerzlichſten, 2 agunterricht aus den jungen Fure Graden ſolcher Vereini⸗ Ausſchweifun⸗ zu einer edlen,
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Vierte Folge.
ſittlichenden und erhebenden Unterhaltung führt, die keine Arbeit bedingt, ſondern ſelbſt nach des Tages Laſt und Hitze, und gerade für diejenigen, welche ſie unter ſchwerer Mühe ertrugen, eine Erholung wird. Der Verein beſteht noch nicht lange, aber ich erblicke ſchon manche Spuren ſeines ſegensreichen Treibens, und der hochſelige Herr würde ſich freuen, wenn er das noch geſehen hätte.“
„Der Mann gefällt mir!“ ſagte Graf Oskar ſchnell begeiſtert,„und ich will ſeine Bemühungen gern unterſtützen. Wenn das Alles ſo iſt, Herr Pfar⸗ rer, und Sie müſſen ja darin am eheſten und ſicher⸗ ſten die Einſicht haben, ſo ſoll dem Lehrer mein ei⸗ genes Inſtrument von dieſem Schloſſe zur Dispoſition geſtellt werden, ja, ich werde es ihm zum Geſchenk machen, um ihm zu beweiſen, daß ich wahres Verdienſt zu ſchätzen weiß. Morgen früh aber wollen wir ſei— nem Unterrichte beiwohnen, nicht wahr, Rudolph? und auch Sie, Herr Pfarrer, werden mich verbinden, wenn Sie uns in das Schulhaus begleiten wollen. Mich erfreut es herzlich, wenn ſolche ſchöne Blüthen in meinen Dörfern genährt werden, denn ich, Herr Pfarrer, weiß genau, es iſt das ſchönſte Erbe meines Herrn Vaters, das er mir noch mit ſchon erſtarrender Hand an das Herz gelegt hat: des Grundherrn erſte Pflicht iſt nicht, aus ſeinen Beſitzungen die Vortheile des Eigenthümers zu ziehen; nein, ſeine erſte Pflicht iſt, die ihm anvertrauten Unterthanen glücklich zu machen. Dann erſt darf er an das Erſtere und an ſich ſelber denken.“
Graf Oskar hielt Wort, und Rudolph von Lö⸗ wen ſtand ihm in ſolchen Dingen gern und freudig zur Seite. Am andern Morgen gingen ſie Arm in Arm durch das Dorf, nach dem Schulhauſe, wo der Pfarrherr ſich bereits eingefunden hatte. Neugierige Blicke folgten ihnen überall und begleiteten ihren Weg, ſo lange ſie zu ſehen waren. Die beiden Jüng⸗ linge gaben ein ziemlich ungleiches Paar: wie im Charakter waren ſie auch im ußeren ſehr ver⸗ ſchieden.
Der junge Graf war und zart gebaut, aber in ſeiner Geſtalt her wenig Ebenmaß, und er erſchien dadurch hölzern u d unbeholfen. Auch das Geſicht war nur ariſtokratiſch fein, doch nicht ſchön, und das röthlich ſchillernde Blond ſeines Haares verſtärkte den übeln Eindruck ſeines Aeußern und ließ ihn häßlich erſcheinen.
Baron Löwen dagegen war eine vollendet ſchöne Cavaliergeſtalt. Schlank, kräftig und brünett, mit einem Geſicht von außerordentlicher Zartheit, welches aber durch große, dunkle Augen und die feingeſchnit⸗ tene Adlernaſe— ein Familienerbtheil— etwas Küh⸗
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nes, Unternehmendes gewann, galt er unter den Her⸗ ren der Reſidenz für eine Schönheit erſten Ranges, und ſeine langjährige Freundſchaft mit dem häßlichen Oskar von Brenken hatte ſchon zu mancher Witzelei Anlaß gegeben unter denen, welche nur nach dem Aeußeren zu richten pflegen, und für deren Blaſirtheit natürlich auch die edle Schwärmerei des Grafen Os⸗ kar, ſein ſtetes Ringen nach dem geiſtig Schönen und nach Veredlung nur Stoff zur Heiterkeit gaben. Graf Oskar ahnte natürlich davon Nichts, denn in ſeiner Nähe mit darauf bezüglichen Aeußerungen hervorzu⸗ treten, wagte Niemand. Man wußte genau, daß in der Bruſt, welche ſo edler Schwärmerei voll war, reges Ehrgefühl und unerſchrockener Muth lebten, und Graf Oskar galt für einen tüchtigen Piſtolen⸗ ſchützen. Er war überdies einer der reichſten Erben des Landes, der höchſten Hofchargen ſicher, ſobald er ſie nur begehrte, und er konnte alſo noch Manchem nützen oder ſchaden. Speculative Berechnung wird ja nirgends mehr getrieben, als in den adligen und in den Hofkreiſen, nur daß es dabei in denſelben nicht immer ſo ehrlich zuzugehen pflegt, wie man es in geachteten Geſchäftshäuſern gewöhnt iſt.
Der Unterricht hatte ſchon begonnen, als die Freunde die Schule betraten, und Graf Oskar bat den Lehrer, ungeſtört fortzufahren.
Dieſer verwandelte die regelmäßige Lehrſtunde in ein kleines Examen über die verſchiedenen Gegen⸗ ſtände des Elementarunterrichts, und die Freunde wunderten ſich, wie ſicher und ſchnell die Kinder ant⸗ worten konnten, und freuten ſich beſonders über den
Ausdruck des Verſtändniſſes, welcher in ihren Antwor⸗
ten lag und denſelben den Schein des Eingepaukten benahm..
Die Freunde ſprachen dem Lehrer auch ihre volle Anerkennung aus und ermunterten ihn, ſich mit et⸗ waigen Wünſchen ſtets obne Scheu an den jungen Grundherrn zu wenden; auch ſagte ihm Oskar ſogleich das Pianoforte vom Schloſſe zu, um die Liedertafel mit demſelben zu unterſtützen, bedang ſich aber aus, auch eine Probe ihrer Leiſtungen zu erhalten.
Der Lehrer ließ nun die Kinder einige Lieder ſingen, und plötzlich ſchlug die unter den mannigfachen Geſchäften vergeſſene Sopranſtimme wieder an des Grafen Ohr, welche ihn ſchon in der Kirche erfreut hatte. Er folgte dem Tone und ſah, daß ſie einem kleinen, ungefähr zehnjährigen Mädchen von wunder⸗
barer, d nkler Schönheit angehörte, welches an dem Ende einer Schultafel ziemlich unbeachtet ſaß. Jetzt, als ſi konnte man ſie nicht überſehen. Ihre ſchmalen eichen Wangen färbten ſich mit einer—
leichten Röthe und in den dunkeln Augen glühte eigen⸗,
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