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Vierte
aber das Handwerk ſoll ihm gelegt werden, ſo gewiß ich Rafaele de Vitoria heiße.“
„Excusen señores!“ ſtotterte der Gefangene.
„Hier iſt nichts zu exeuſiren,“ donnerte ihm der Officier entgegen,„aber entſchuldigen Sie, meine Herren,“ wandte er ſich jetzt zu uns, nachdem er dem Gefangenen durch einen Gluthblick Schweigen geboten hatte,„die Pflicht erheiſcht, daß wir den Verbrecher ſo wie ſeine etwaigen Spießgeſellen gefeſſelt mit nach Villafranca nehmen, wo der Commandant weiter über ſie richten wird.“
„Wagt es die Hand an den Geſalbten des Herrn zu legen!“ rief jetzt der andere Gefangene, als er die Worte des Officiers vernommen und ſich uner⸗ achtet des von dem Matroſen geleiſteten Widerſtandes in den Garten gedrängt hatte, wo er die cataloniſche Mütze vom Haupte nahm, und auf das Zeichen der Prieſterſchaft, auf die große glatt geſchorene Glatze deutete.
Nicht ohne einige Betroffenheit blickten wir auf den entlarvten Franciscaner, der, ſich des Eindruckes gewiß haltend, den die Erkennung ſeines Standes hervorbringen würde, mit triumphirenden Blicken vor uns ſtand.
Die Beſtürzung der Officiere, die dergleichen Erſcheinungen ſchon gewohnt waren, dauerte jedoch nicht lange. Don Pasquale, der ältere derſelben, verbeugte ſich mit ironiſcher Ehrfurcht vor dem Prie⸗ ſter, fühlte ſich aber keineswegs behindert, den ent⸗ ſprungenen Sergeanten durch den Wirth und ſeine Leute ſofort binden zu laſſen, ſo daß er au keinen Fluchtverſuch denken konnte.
„Es bleibt mir nun noch der ſchwerſte Theil meiner Pflicht zu erfüllen übrig,“ wandte er ſich gleich darauf an den Capuziner.„Fügen Sie ſich geduldig, ehrwürdiger Herr, in das Schickſal, welches Sie durch ihr unloyales, unprieſterliches Benehmen über ſich verhängt haben. Ich würde Sie vielleicht Ihres Weges haben ziehen laffen, wenn ich Sie in anderer Geſellſchaft als in der des von uns deſertir⸗ ten Sergeanten gefunden hätte. Aber ſo und in die⸗ ſer Verkleidung, nahe vor unſeren Außenpoſten, auf dem Wege zu den Verräthern in Barcelona, da wer⸗ den Sie mir ſchon verzeihen, daß ich an Ihnen eine Handlung begehe, deren Unterlaſſen mir den Kopf koſten würde. Sie ſind wie Jener mein Gefangener und begleiten uns nach Villafranca. Der erſte Flucht⸗ verſuch“— dabei. zog er einen Revolver aus der Seitentaſche ſeines Oberrockes—„koſtet Ihnen das Leben, verlaſſen Sie ſich darauf.“
Der Prieſter murmelte bei dieſer energiſchen Anrede etwas vor ſich hin, was eher ein Anathem
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als eine Benediction ſein mochte, dann ſenkte er et⸗ was das Haupt, aber ſeine Augen flammten in einem unheimlichen Feuer, als er die ihn umringende Ketzer⸗ geſellſchaft noch einmal gemuſtert hatte.
Während die beiden Gefangenen in das Innere des Hauſes geführt wurden, ſahen wir nach unſeren Maulthieren und für unvorhergeſehene Ereigniſſe nach dem Zuſtande unſerer Waffen. Die Officiere aber requirirten von dem in Moulins del Rey ſtationirten Detachement eine Escorte für den Transport der Gefangenen.
In unſerem Weitergehen auf der Straße von Barcelona, wenigſtens bis nach Esplugas, wo ſich während der letzten Zeit unſerer früheren Anweſen⸗ heit in Spanien das luſtige Hauptquartier des Gene⸗ ral Clinton befand, waren wir durch den Vorfall ge⸗ hindert. Kurz nach Mittag kehrten wir auf dem Wege zurück, den wir gekommen waren, während der in Moulins del Rey commandirende Officier die Vor⸗ ſicht gebrauchte, eine Patrouille auf dem Wege nach Moncado und eine andere in der Richtung nach Lerida abzuſchicken, um einem etwaigen Anfall der Rebellen im Gebirge vorzubeugen.
Die Unterhaltung auf dem Rückwege war weni⸗ ger lebendig als am Morgen. Die Officiere hatten ihr Augenmerk auf die Gefangenen in unſrer Mitte zu richten. Wir Andern waren mit unſern Gedanken beſchäftigt. Die Nacht war bereits eingetreten, als wir die Meierei von St. Pedro Morante wieder er⸗ reichten. Es war eine von den ſtillen prächtigen Nächten, wie ſie nur dem Süden von Europa eigen ſind. Weithin über St. Cujat ſchimmerten die Spi⸗ tzen des Montſerrat im röthlichen Lichte. Während unter dem hellſtrahlenden Gipfel lichte Wölkchen hinzogen wie ein ſchimmerndes Meer, glich das Haupt des Felſens einem Leuchtthurme, der über den eine Strahlen ergießt. Noch
unermeßlichen Ocean ſ
konnte man die Kuppel des Benedictinerkloſters und
einzelne der Klauſen erkennen, die wie glühende Ker⸗ zen auf den Felſengraten prangten. Eine erloſch nach der andern, je mehr uns mit der Annäherung von Villafranca die Umriſſe des Wunderberges entzogen wurden. Allerletzt gewahrte man nur einen leichten roſigen Schimmer, der noch einige Zeit wie ein Nord⸗ licht am nächtlichen Himmel aufzuckte, bis die präch⸗ tige Erſcheinung gleich anderen Gegenſtänden in der Ferne im tiefen Dunkel der Nacht verſank.
Faſt in der Mitte von Catalonien gelegen, gleicht der Montſerrat während der Nacht einer heiligen Oriflamme. Ob dereinſt, wie es ſchon einmal in der erſten Hälfte unſeres Jahrhunderts der Fall war, auf ſeiner höchſten Zinne das Unionsbanner wieder


