lenten außer albem Wege teinige Ar⸗ laffen Er oten
Zorn dieſes Mannes zu wecken! Freilichiſt es ein fal⸗ ſches Ehrgefühl, aber es will reſpectirt ſein. Kuno rückte einen Stuhl neben den Seſſel des alten Mannes und ſetzte ſich. „Sie ſind nun ſo weit wieder hergeſtellt,“ er an;„reden wir über Ihre Zukunft.“ „Ihnen verdanke ich mein Leben,“ erwiderte der Bettler mit einer ſo weichen, melodiſchen Sinne, daß
hob
N Denſt ur gerettet Ader auf
erf n Iun dann
k dd dnen der junge Mann ſich wunderbar berührt fühlte,„und eti bis heute habe ich noch nicht daran gedacht, Ihnen elächiprache ein Wort des Dankes zu ſagen.“
Zukuuft des„Nichts davon!“ fiel Kuno freundlich lächelnd
„Ich that meine Pflicht, und das
ieſer Abſicht würden Sie mir
ihm in's Wort.
den Worgo. en Norgen, Verdienſt, dieſelbe erfüllt zu haben, racht hatte, rauben, wenn Sie mir dafür danken wollten.“
Der Bettler ſchüttelte das graue Haupt.„Nur Wenige denken ſo,“ ſagte er,„nur Wenige thun das Gute aus innerem Antrieb. Herr Forſt, die Hülfe, welche Sie, der reiche, junge Herr, mir, dem armen,
den Alten aß derſelbe die Hand
Wehmuth
ütt Als verachteten Bettler, leiſteten, mußte ihrer Seltenheit
ſich; Kuno wegen zu dem Verdacht führen, daß Sie nur eine Oſtentation beabſichtigten.“
neinfacher, Kuno erhob ſich, ſein Blick ruhte mit dem Aus—
druck gerechter Entrüſtung auf den Zügen des Bett⸗ lers.„Auch Sie, mein Herr, theilen den Verdacht des Pöbels, der in erſter Reihe nur an ſich denkt, der Uneigennützigkeit und Menſchenliebe für ein Phan⸗ tom hält?“ erwiderte er.„In der That, dann bedaure
ſich ſah, ſſelben auf. keln Augen, len Lippen
Vierte Folge.
„Sie waren früher Gärtner?“ fragte Kuno. „Nein,“ entgegnete der Alte ausweichend,„aber
ich beſchäftigte mich in meiner Jugend und auch in den erſten Jahren meiner Ehe mit der Gärtnerei und erwarb mir in dieſem Fach manche Kenntniſſe.“
Kuno ſah dem Alten treuherzig in's Auge.„Neh⸗
men Sie mir die Bemerkung nicht übel,“ ſagte er,
„es befremdet mich, daß Sie bei ſolchen Kennt⸗
niſſen—“
„Zum Bettelſtabe griffen?— Ich war auf dieſe Bemerkung gefaßt. Der Menſch will für Alles einen triftigen Grund wiſſen, das Wann? Wo? Weshalb?“
„Erlauben Sie, die Frage liegt ſehr nahe.“„
„Ich beſtreite dies nicht. Hören Sie und dann fäͤllen Sie Ihr Urtheil. Ich verlor meine Eltern früh; auf mich allein angewieſen, dabei im Beſitz eines ziemlich bedeutenden Vermögens und unter der Vor⸗
mundſchaft eines Mannes, der um meine Erziehung 3
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ſich nicht im Mindeſten bekümmerte, wuchs ich auf, 3
wie ein junger Baum, dem unſer Herrgott Sonnen⸗ ſchein und Regen zu gedeihlichem Wachsthum ſpendet. Ich ſchloß mich an jeden an, der meinen Umgang ſuchte, und wie die Bienen den Roſenſtock, ſo zahlreich umſchwärmten auch mich die Freunde, welche es we⸗ niger auf meine Freundſchaft als auf meine Börſe ab⸗ geſehen hatten. Ich war ein herzensguter, unerfahre⸗ ner Junge, ſüße Worte und Schmeicheleien nahm ich für baare Münze, und da man dieſe täglich an mich verſchwendete, ſo gewöhnte ich mich endlich ſo ſehr 7 an ſie, daß ich jeden, der ſich nicht dazu hergeben
nen Willen zu beugen, nicht für meinen Freund hielt. Mein herriſches Auftreten, der Eigendünkel, den ich an den Tag legte, und der Stolz, mit welchem ich
Soele un⸗ A
ein beſ⸗ 1 ich— doch nein,“ fuhr er ſich unterbrechend fort, ermutyang„mag man mich anerkennen, mag man immerhin glau⸗ der Sor⸗ ben, daß ich auf dieſem Wege mir einen Namen zu len Augen verſchaffen ſuche, ich werde mich durch die Anfeindun⸗ die ſcheue gen der Egoiſten nicht beirren laſſen.“
haupt das„Verzeihen Sie,“ fiel der Alte ihm in's Wort, Jverrietlk.,„mißverſtehen Sie mich nicht. Ich theile keineswegs Giebt es den Glauben jener Menge, welche durch Ihr edles, en Manne aufopferndes Beiſpiel ſich beſchämt fühlt und deshalb ngſtlichkeit Gründe ſucht, die Uneigennützigkeit Ihrer Handlungen K e geſehen in den Staub treten zu können. Ich finde den 222 Zorgfalt fühl, welches Sie bewog, mir zu helfen, natürlich, Be obſchon es mich befremdet, daſſelbe in der Seele eines
endet hat,,
vie au Jünglings zu finden, der—
wie 1¹ 1. 5
3 wni⸗„Brechen wir ab,“ entgegnete Kuno raſch.„Sind denſdelln.. 3..
u dem Sie geneigt, nach Ihrer Geneſung irgend einen Poſten 2 7
zu übernehmen?“ Der alte Mann erhob das Haupt. Ich habe
bereits darüber nachgedacht; daß Sie mir auch ferner
firt, an bergießt, b beiſtehn und meine Rückkehr auf die Schwelle der
umte Ab⸗
defuin⸗ Kiirche nicht dulden würden, konnte ich nicht bezwei⸗ mues ſ feln. Wenn Sie es ermöglichen können, ſo empfehlen volt 6 Sie mich Ihren Freunden als Gärtner; ich werde auſ 4, mich bemühen, Ihrer Empfehlung Ehre zu machen.“ illſt,
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—„ITſ 1
auf jeden hinabſah, der im Range eine Stufe niede 1 ger ſtand, entfernten meine Sabien. Sruede, nur die. Speichellecker, die Peſtveulen der Geſellſchaft, blieben
wir eu. Ich entdeckte endlich die Schlange unter der 9
X heuchleriſchen Maske und warf ſie von mir, nachdem
ich an Erfahrung reicher, an Glücksgütern ärmer ge⸗ worden war. Ich liebte ein Mädchen, ein unſchuldi⸗ ges, frommes, vertrauendes Kind, ein Mädchen, rein 8 wie die Sonne, ſchön wie der junge Frühlingsmorgen, 4 Sie ward mein Weib, ich ſammelte die Trümme meines Vermögens und ſuchte in einem kleinen Dorfe eine zweite Heimath.“ Der Alte ſchwieg, eine Thräne rollte über ſeine blaſſen Wangen. 1 „Herr, dieſe Thräne gilt der Zeit, in der ich ſo namenlos glücklich wak,“ fuhr er nach einer Pauſe fort.„Mein Weib liebte mich, wie ſelten ein Menſ geliebt wird, und ich erwiderte dieſe Liebe mit.
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wollte, mir Artigkeiten zu ſagen und ſich unter mei⸗
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